Nationalspieler Nick Woltemade spricht über die Kritik in England und den Rückhalt, den er im DFB-Team findet.
Woltemade in der KritikDFB-Stürmer über Torflaute und Hilfe vom Mentaltrainer

In der Nationalelf genießt Nick Woltemade (M) viel Respekt.
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Nationalspieler Nick Woltemade (24) verarbeitet seine zuletzt schwierige Phase beim englischen Premier-League-Club Newcastle United. Neue Kraft für seine zweite Saison in England will er bei der Fußball-Nationalmannschaft im Rahmen der Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko tanken. „Die Wucht der Kritik und die damit verbundene Unruhe um meine Person haben mich schon überrascht“, sagte der Angreifer in einem Interview mit dem Magazin „Stern“.
Nach einem vielversprechenden Start in Newcastle mit vier Toren in den ersten fünf Saisonspielen gelang Woltemade in diesem Jahr nur noch ein einziges Tor in der Liga. Fragen zu seiner Torflaute empfand der ehemalige Stuttgarter als „falsch“ und „nicht ganz fair“. Er erklärte, dass er bei Newcastle auf anderen Positionen, sogar als defensiver Mittelfeldspieler, ausgeholfen habe, aber von manchen Experten weiterhin als Stürmer beurteilt worden sei.
Mentaltrainer hilft bei der Verarbeitung
Um mit dem Druck umzugehen, arbeitet der Nationalstürmer mit einem Mentaltrainer zusammen. Diesen kennt er aus seiner Zeit beim damaligen Drittligisten SV Elversberg. „Wir telefonieren alle zwei oder drei Wochen miteinander, manchmal besucht er mich“, erklärte Woltemade.
Im DFB-Team fühlt sich Woltemade verstanden
Im Gegensatz zu seiner Situation in England genieße er im Nationalteam nach eigener Aussage einen ganz anderen Stellenwert, obwohl er zuletzt nur Ersatz war. „Ich bin zwar einer der Jüngeren, aber alle wissen, was sie an mir haben. Mit meinen Toren habe ich geholfen, dass wir uns für die WM qualifiziert haben. Ich bin ein geschätztes Familienmitglied“, so der Angreifer.
In den beiden WM-Vorbereitungsspielen wurde er gegen Finnland (4:0) eingewechselt und kam gegen die USA (2:1) nicht zum Einsatz. Dennoch fühle er sich im Kreis der Nationalmannschaft wohl: „Da glauben die Leute an mich, da fühle ich mich verstanden.“ (dpa/red)
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