Im NBA-Wettskandal gesteht Ex-Coach Damon Jones. Er nutzte Insiderwissen und lockte Spieler zu manipulierten Pokerpartien.
Geständnis im NBA-SkandalDamon Jones gesteht Wettbetrug und manipulierte Spiele

Legte ein Geständnis ab: Ex-NBA-Profi Damon Jones.
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Ein Schuldeingeständnis liegt nun in dem Wett- und Mafiaskandal vor, der die nordamerikanische Basketball-Liga NBA im Vorjahr erschütterte. Der ehemalige Basketballer und Assistenztrainer Damon Jones hat sich vor einem Bundesgericht in Brooklyn (New York) schuldig bekannt. Er räumte ein, vertrauliche Kenntnisse für Wettgeschäfte missbraucht und Spieler zu manipulierten Pokerpartien gelockt zu haben.
Details zum Wettbetrug
Aus einer vorbereiteten Erklärung, die Jones verlas, geht hervor, dass er und seine Komplizen von Dezember 2022 bis März 2024 versuchten, mit nicht-öffentlichen Informationen über den Gesundheitszustand von Spielern bei Sportwetten zu profitieren. Er führte aus, dass er die Insiderinformationen „aufgrund meiner Beziehungen als ehemaliger Spieler erhalten“ habe.
Verlockung zu manipulierten Pokerspielen
Jones gestand zudem, seine Verbindungen genutzt zu haben, um „hochkarätige Spieler“ für Pokerrunden zu rekrutieren. Für diese Tätigkeit als Köder sei er entlohnt worden. Sein Wissen über die Manipulation der Partien habe er aus Unterhaltungen mit seinen Mittätern erlangt. Der finanzielle Schaden für die mehr als zehn Betroffenen beläuft sich auf über 9,5 Millionen Dollar (ungefähr 8,1 Millionen Euro).
Der heute 49-jährige Jones, der im Jahr 2016 als Assistenzcoach mit den Cleveland Cavaliers die NBA-Meisterschaft errang, wurde im vergangenen Jahr im Zuge einer weitreichenden Razzia gegen illegales Glücksspiel und unerlaubte Sportwetten in Gewahrsam genommen. Zusätzlich zu Jones nahm das FBI 29 weitere Personen fest, darunter vermutete Mafiamitglieder und andere Persönlichkeiten aus der Welt des Basketballs.
Strafmaß wird im Januar erwartet
Die Verkündung des Urteils für Jones ist laut der Nachrichtenagentur AP für den 6. Januar geplant. Ihm droht im Zusammenhang mit dem Wettbetrug eine Freiheitsstrafe von 21 bis 27 Monaten, während für die Beteiligung am Pokerskandal 63 bis 78 Monate verhängt werden könnten. Da Jones ein Geständnis ablegte, besteht für ihn die Möglichkeit einer Strafmilderung. (dpa/red)
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