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Handschlag verweigertGhana-Star nach schweren Vorwürfen ausgepfiffen

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Die Ghana-Spieler um Thomas Partey bei der WM 2026.

Ghana-Star Thomas Partey (M.) wurde beim Spiel gegen England konsequent ausgepfiffen.

Ghanas Thomas Partey wird bei der WM von Fans ausgebuht. Ein angeblich verweigerter Handschlag sorgt zudem für Diskussionen.

Thomas Partey rückt wieder in den Mittelpunkt. Beim WM-Spiel gegen England in Boston wurde der Nationalspieler Ghanas von englischen Anhängern nicht nur mit lauten Buhrufen bedacht. Ein Vorfall kurz vor Spielbeginn führte außerdem bei Social Media zu Debatten.

Videoaufnahmen legen nahe, dass der englische Verteidiger Djed Spence den traditionellen Handshake nach den Hymnen ausschlug. Viele User in den sozialen Netzwerken interpretierten die mutmaßliche Handlung des Profis von Tottenham als eine Form des Protests.

Partey äußert sich nicht zum Vorfall

Nach Abpfiff der Partie gegen England, die mit 0:0 geendet hatte, wollte Partey nicht auf eine entsprechende Frage eingehen. Er schwieg zu der Nachfrage, ob Spence ihm den Händedruck verweigert hatte.

Der ehemalige Spieler des FC Arsenal konnte am WM-Eröffnungsspiel in Kanada aufgrund eines Einreiseverbots nicht teilnehmen. Hintergrund ist, dass der 33-Jährige sich seit April wegen Anschuldigungen des Missbrauchs vor einem Londoner Gericht verantworten muss.

Die Anklage lautet, er habe im Dezember 2020 eine Frau zweifach vergewaltigt. Seine Einreise in die USA wurde zwar gestattet, doch der Empfang durch die Zuschauer im Stadion fiel feindselig aus.

Buhrufe und gellendes Pfeifkonzert für Partey

Bereits während der Vorstellung der Mannschaften gab es von vielen Zuschauern auf den Rängen Buhrufe. Sobald Partey in der ersten Spielphase den Ball berührte, setzte wieder ein gellendes Pfeifkonzert ein.

Ghana-Trainer Carlos Queiroz äußerte sich nach der Partie kritisch: „Leider bringen sie ihre Politik und all diese Themen ins Spiel ein. Es ist unsere Pflicht, das zu ignorieren. Das ist Fußball, das ist Unterhaltung. Aber wir wussten, dass wir von englischen Fans nichts anderes erwarten können.“

Queiroz führte weiter aus, dass er die englischen Anhänger zwar respektiere. „Aber ich hoffe, dass sie mehr Moral an den Tag legen, in anderen Fragen der Welt, die wichtiger sind als ein einzelner Fußballspieler. Leider sehe ich diese Moral bei englischen Fans nicht, wenn es um andere ernste Probleme in der Welt geht.“ (dpa/red)