Die deutsche Turnerin Helen Kevric äußert sich zu den Hintergründen der Trennung von US-Trainerin Aimee Boorman. Die Zusammenarbeit scheiterte an der persönlichen Ebene.
Kevric über Trennung von Boorman„Persönlich nie zusammengefunden“

Helen Kevric hatte Probleme mit der neuen Trainerin. (Archivbild)
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Die deutsche Turn-Hoffnung Helen Kevric hat sich zu den Schwierigkeiten mit Aimee Boorman, der früheren Trainerin des US-Turnstars Simone Biles, geäußert, die zur vorzeitigen Beendigung der Zusammenarbeit am Bundesstützpunkt in Stuttgart führten. In einem Gespräch mit der „Stuttgarter Zeitung“ erklärte die 21-jährige Athletin: „Es war von Anfang an schwierig, wir haben persönlich nie zusammengefunden. Für meine Entwicklung habe ich einen anderen Trainingsansatz gebraucht“.
Kevric: Fehlende Zusammenarbeit als Grund
Kevric präzisierte die Gründe für die fehlende Harmonie. Es habe an der Zusammenarbeit gelegen. „Das Miteinander hat mir gefehlt. Aimee Boorman ist selten auf meine Vorschläge eingegangen. Ich verstehe, dass man als Trainerin nicht immer alles ändern kann an den Plänen – mir ging es aber nur um Kleinigkeiten und Vorschläge im Alltag.“
Laut dpa hatte der Deutsche Turner-Bund (DTB) kürzlich mitgeteilt, dass die Kooperation mit Boorman nicht wie erhofft verlaufen sei. Die Zusammenarbeit habe „trotz großem Bemühen von allen Seiten“ nicht so funktioniert, wie es wünschenswert und nötig gewesen wäre. Boorman, die von 2005 bis 2016 die siebenmalige Olympiasiegerin Biles betreute, war eigentlich dafür vorgesehen, die DTB-Athletinnen für die Olympischen Spiele 2028 vorzubereiten.

Aimee Boormann ist nicht mehr Trainerin am Kunst-Turn-Forum Stuttgart. (Archivbild)
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Boormans Verpflichtung nach Stuttgarter Skandal
Die Verpflichtung der 52-jährigen Boorman war eine Folge der aufgedeckten Missstände am Kunst-Turn-Forum in Stuttgart. Sie wurde als Ersatz eingestellt, nachdem der Schwäbische Turnerbund (STB) sich im Zuge der Affäre von zwei Trainern getrennt hatte. Um den Jahreswechsel 2024/25 waren die Vorwürfe öffentlich geworden. Mehrere frühere und aktive Athletinnen hatten damals unter anderem „systematischen körperlichen und mentalen Missbrauch“ sowie katastrophale Zustände bemängelt.
Kevric selbst positionierte sich damals als Mitglied der Trainingsgruppe hinter das beschuldigte Trainer-Duo. Sie erklärte zu diesem Zeitpunkt, dass sie „kein Missbrauchsopfer“ sei. Mit den Worten „Ich hätte sie gerne behalten“ bezog sie sich auf die damaligen Trainer. (red)
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