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„Bin zu Staub zerfallen“Eiskunstlauf-Star Malinin spricht über sein Olympia-Debakel – und äußert Sorgen

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Eiskunstlauf-Superstar Ilia Malinin hat für die größte Enttäuschung bei den Olympischen Winterspielen gesorgt.

Eiskunstlauf-Superstar Ilia Malinin hat für die größte Enttäuschung bei den Olympischen Winterspielen gesorgt.

Der selbsternannte „Gott der Vierfachsprünge” konnte die hohen Erwartungen nicht erfüllen. Jetzt geht er hart mit sich ins Gericht.

Die verzweifelte Miene des Eislauf-Wunderkinds Ilia Malinin nach seinem Debakel bei der Kür bei den Olympischen Winterspielen ging um die Welt. Auch eine Woche nach dem Absturz sitzt der Schock über das Versagen bei dem Eiskunstlauf-Superstar noch immer tief.

Jetzt hat sich der selbsternannte Gott der Vierfachsprünge in einem Interview bei der „Washington Post“ zu seinem Debakel geäußert. „Ich bin als ein anderer Mensch zurückgekommen – mit einer anderen Perspektive, einer anderen Einstellung“, erklärte der 21-Jährige – und schob noch hinterher: „Die Person, die hierhergekommen ist, ist zu Staub zerfallen.“

Olympia 2026: Eiskunstlauf-Superstar Ilia Malinin „zu Staub zerfallen“

Malinin möchte seinen Blick jedoch nach vorne richten. „Es war nicht die Leistung, die ich zeigen wollte“, erklärte er. Und weiter: „Ich habe das Gefühl, ich bin durch diese Spiele älter geworden. Was passiert ist, ist nicht mehr zu ändern. Das Leben ist unfair.“ Es hoffe, durch den Rückschlag Kraft zu ziehen.

Ilia Malinin ging als haushoher Favorit in die Eiskunstlauf-Kür - und erlebte am vergangenen Freitag ein Debakel. Er stürzte mehrfach und schlug sich nach Ende der Kür die Hände vors Gesicht. Mit verzweifelter Miene verließ er das Eis - ein Schock-Moment vor allem in seiner Heimat USA.

Ilia Malinin spricht über gesundheitliche Probleme nach Kür-Deaster

Das große Wunderkind holte nicht mal eine Medaille, wurde Achter. „Auf der größten Bühne der Welt können selbst diejenigen, die am stärksten wirken, innerlich noch unsichtbare Kämpfe ausfechten“, schrieb der Team-Olympiasieger später. Es folgte eine Debatte über Druck und auch über den Online-Hass, der bei Olympia nicht nur ihm entgegenschlägt. Viele Stars unterstützten Malinin und sprachen ihr Mitgefühl aus, unter anderem auch Slalom-Olympiasiegerin Mikaela Shiffrin.

Nach seiner verpatzten Olympia-Kür hatte Ilia Malinin mentale Gesundheitsprobleme angedeutet. „Auf der größten Bühne der Welt führen selbst die anscheinend Stärksten innerlich unsichtbare Kämpfe. Selbst die schönsten Erinnerungen können vom Lärm überschattet werden“, schrieb der 21-jährige Weltmeister bei Instagram. (mbr)