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Auswärts wieder starkKölner Haie gewinnen in Iserlohn mit 5:2

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Justin Schütz, Spieler der  Koelner Haie, vergibt beim KEC-Sieg eine Chance gegen Iserlohn-Keeper  Andreas Andy Jenike.

Justin Schütz, Spieler der  Koelner Haie, 10 vergibt beim KEC-Sieg eine Chance gegen Iserlohn-Keeper  Andreas Andy Jenike. 

Bei den Roosters zeigte sich der KEC am Freitag verbessert im Vergleich zur Heimpleite gegen Wolfsburg und feierte den achten Auswärtserfolg der DEL-Saison2023/24.

Es bleibt dabei, Auswärtsspiele liegen den Kölner Haien in dieser DEL-Saison besser als Heimpartien. In Iserlohn spielte die Mannschaft von Trainer Uwe Krupp am Freitag zwar nicht perfekt, aber konzentrierter als am Dienstag bei der 1:5-Heimpleite gegen Wolfsburg und gewann verdient mit 5:2 (2:0, 0:1, 3:1). Es war der achte Auswärtserfolg des KEC in der elften Begegnung. „Nach den enttäuschenden Spielen haben wir uns zusammengesetzt, viel geredet und analysiert. Wir haben heute mit einem etwas dünneren Line-up gut gespielt. Auch wenn wir ein paar Durchhänger hatten, war es im Großen und Ganzen wesentlich besser“, sagte Stürmer Justin Schütz bei „Magenta Sport“.

Die Haie hatten während der Woche diverse Teammeetings und auch Einzelgespräche. Ziel war es zu ergründen, warum die Mannschaft gegen Wolfsburg so kraft- und antriebslos aufgetreten war – und zurück zu einer erfolgreicheren Linie zu finden. Es gab ein paar Veränderungen in der Aufstellung, David McIntyre fiel aus, dafür spielten Gregor MacLeod, Alexandre Grenier und Schütz wie in der ersten Saisonphase wieder in einer Formation.

Haie-Keeper Ancicka erneut mit guter Leistung

Die Maßnahmen zeigten Wirkung, in Iserlohn stand wieder eine zielstrebigere Haie-Mannschaft auf dem Eis. Keeper Tobias Ancicka, der nach einem Spiel Pause wieder den Vorzug vor Mirko Pantkowski erhielt, zeigte bereits in der Anfangsphase, dass er zurzeit die bessere Wahl im Kölner Tor ist. Als die Gastgeber früh ein paar gefährliche Schüsse auf seinen Kasten abfeuerten, fing er bereits sicher alles ab.

Seine Vorderleute nutzten ihrerseits ihre Chancen. Nick Bailen brachte den KEC im Powerplay mit 1:0 in Führung, indem er den Puck nach einem Schuss von Gregor MacLeod in das von Andreas Jenike gehütete Tor abfälschte (8.); das dritte Saisontor des Kanadiers. Zehn Minuten später erhöhten die Haie auf 2:0, nachdem sie die Roosters eingeschnürt hatten, passte MacLeod auf Grenier – und der schlug zu.

Nick Bailen bringt Kölner Haie in Führung

Waren sie danach bereits ein bisschen zu siegesgewiss? Etwa in der 30. Minute ließen die Haie jedenfalls ein wenig nach, sodass die Roosters besser ins Spiel kamen. Und durch Tyler Boland, der bei Überzahl zu frei zum Schuss kam, zum 1:2 (37.). Kurz vor der Pause rettete Ancicka die Haie-Führung, als er nach einem Iserlohner Konter Sieger im Duell mit dem Angreifer Michael Dal Colle blieb.

Die KEC-Stürmer bedankten sich mit einem rasanten Start in den Schlussabschnitt, sie nutzten es cool aus, dass die Roosters nach der Pause noch nicht richtig sortiert waren. Grenier, der von 2019 bis 2021 für Iserlohn aktiv gewesen war, glückte nach Vorarbeit von Schütz nach 28 Sekunden das 3:1 für den KEC. Und es vergingen nur 19 Sekunden, bis die Kölner erneut jubeln durften, dank Frederik Storm, der das 4:1 schoss.

Zuschauerin wird vom Puck getroffen

Da ein Zuschauer von einem Puck getroffen wurde, wurde das Spiel in der 46. Minute für ein paar Minuten unterbrochen. Die Konzentration der Kölner litt, sie kassierten danach ein zweites Powerplay-Tor, erzielt von Taro Jentzsch (52.). Es wurde hektisch, da Bailen in der Schlussphase eine Strafe einfuhr. Als die Roosters den Goalie vom Eis nahmen, gelang aber Stanislav Dietz ein Treffer ins leere Tor - zum 5:2 für die Haie.

Kölner Haie: Ancicka -  Austin Bailen - Dietz, Sustr - Sennhenn, Müller - Schütz, MacLeod, Grenier - Storm, Aubry, Kammerer - Hänelt, van Calster, Olver - Glötzl, Proft, Lindner. – Zuschauer: 4967. – Schiedsrichter: Ansons, Hunnius. – Strafminuten: Iserlohn 4/ Köln 8. – Tore: 0:1 Bailen (7:38), 0:2 Grenier (17:39), 1:2 Boland (36:16), 1:3 Grenier (40:28), 1:4 Storm (40:47), 2:4 Jentzsch (51:08), 2:5 Dietz (58:13).