Am letzten DEL-Hauptrunden-Spieltag ist den Haien ein 6:3 in Straubing gelungen. Ihr Gegner im Playoff-Viertelfinale wird in der nächsten Woche in den Pre-Playoffs ermittelt.
Rekord eingestelltKölner Haie glänzen wieder und warten auf Playoff-Gegner

Die Kölner Haie jubeln beim Auswärtssieg in Straubing.
Copyright: IMAGO/Hockeypics/Eva Fuchs
Zum Abschluss der DEL-Hauptrunde haben die Kölner Haie wieder auf dem Eis geglänzt. Die KEC-Profis gewannen am Sonntag am 52. und letzten Spieltag der regulären Saison 2025/26 dank einer reifen Teamleistung mit 6:3 (0:1, 3:1, 3:1) bei den Straubing Tigers, sodass sie mit einem Erfolgserlebnis in die Playoffs gehen können. Zuvor hatte der KEC, der sich am 1. März den Hauptrundensieg gesichert hatte, dreimal nacheinander verloren. Ihr Punktekonto schraubten die Haie auf 116, womit sie den Rekord der Adler Mannheim aus dem Jahr 2019 egalisierten.
„Wir sind bereit für die Playoffs, die großen Spiele können kommen. Wir haben hart gearbeitet. Man gewinnt die Hauptrunde nicht einfach so. Wir können mit Selbstvertrauen in die Playoffs gehen“, sagte Haie-Trainer Kari Jalonen bei „Magenta Sport“. Es sei, nachdem festgestanden hatte, dass man nicht mehr vom ersten Platz verdrängt werden könne, nicht so einfach gewesen, die Spannung zu halten. „Aber heute war das wieder unsere Identität und unser Spirit“, fügte der finnische Coach strahlend hinzu. Kapitän Moritz Müller konstatierte: „Wir haben über 60 Minuten sehr konzentriert gespielt – gegen einen sehr starken Gegner. Es zog sich ein Faden durch das ganze Spiel, ich bin sehr zufrieden.“
Straubing hatte am Sonntag Platz zwei verteidigen wollen: Sie verloren ihn jedoch an die Adler Mannheim, die neben München, Ingolstadt und Berlin ebenfalls direkt für das Viertelfinale (Start: 24./25. März) qualifiziert sind. Während in der Runde der besten Acht Straubing auf Berlin trifft – und München auf Ingolstadt –, müssen die Haie und die Mannheimer noch auf ihre Gegner warten. Sie werden in den Pre-Playoffs (Start: 17./18. März) ermittelt: Bremerhaven tritt dort gegen Nürnberg an und Wolfsburg gegen Schwenningen. Im Viertelfinale bekommen es die Haie mit dem Qualifikanten zu tun, der in der Tabelle nach der Hauptrunde am niedrigsten platziert war; Mannheim muss sich mit dem besser platzierten Team messen.
Führungsspieler wieder voll da
Das Spiel in Straubing war ausgeglichen. Der defensive Schlendrian, der sich in den Partien zuvor bei den Haien eingeschlichen hatte, war beseitigt. Führungsspieler wie der Finne Valtteri Kemiläinen und Oliwer Kaski waren wieder voll da. Im ersten Drittel brachte Nicholas Halloran die Gastgeber mit 1:0 in Führung. Als Haie-Goalie Janne Juvonen einen Puck abprallen ließ, nutzte der Straubinger den Rebound (16.). Ins Mitteldrittel gingen die Kölner in Überzahl und kamen durch einen Treffer von Ryan MacInnis zum Ausgleich (22.). Zwei Minuten später erzielte Juhani Tyrväinen das 1:2, indem er einen Schuss von Kaski abfälschte.
Nachdem Tyler Madden das 2:2 für Straubing gelungen war (28.), brachte Kemiläinen den KEC mit einem Weitschuss wieder in Führung (32.). Das 3:3 fiel in der 55. Minute, als Tigers-Kapitän Mike Connolly einen Abpraller verwandelte. Die Haie reagierten in abgeklärter Art: Gleich im nächsten Angriff schoss Kemiläinen das 3:4. Es folgten ein Empty-Net-Goal von Brady Austin zum 5:3 für Köln sowie ein Treffer von Müller zum 6:3-Endstand.
Kölner Haie: Juvonen – Kaski, Austin – Kemiläinen, Vittasmäki – Müller, Sennhenn – Glötzl – Russell, MacLeod, Schnarr – Bokk, Aubry, Storm – Niedenz, Tyrväinen, Kammerer – van Calster, MacInnis, Uher. – Zuschauer: 5635. – Schiedsrichter: Schadewaldt, Huber. – Strafminuten: Straubing 6/Köln 6. – Tore: 1:0 Halloran (15:55), 1:1 MacInnis (21:24), 1:2 Tyväinen (23:26), 2:2 Madden (27:05), 2:3 Kemiläinen (31:09), 3:3 Connolly (54:45), 3:4 Kemiläinen (55:27), 3:5 Austin (56:09), 3:6 Müller (56:20).
