Die Kölner Haie haben ihr zweites Freiluftspiel verloren. Bei Dauerregen unterlag der KEC 1:2 gegen Bremerhaven.
Zweites FreiluftspielKölner Haie verlieren Regenschlacht gegen Bremerhaven

Kölner Keeper Oleg Shilin im Spiel gegen Bremerhaven.
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Bei ihrem zweiten Dezember-Ausflug ins Rhein-Energie-Stadion haben die Kölner Haie weniger Glück mit dem Wetter gehabt als beim ersten Mal. Das große DEL Winter Game gegen Mannheim, das der KEC Anfang des Monats mit 4:2 gewann, hatte bei perfektem, trockenem Winterwetter stattgefunden.
Als die Haie am Donnerstag, zwei Tage vor Heiligabend, unter freiem Himmel gegen Bremerhaven antraten, regnete es jedoch die meiste Zeit. Das Eis blieb zwar bespielbar, und die Haie boten eine solide Leistung, doch sie verloren die Regenschlacht von Müngersdorf vor 14532 Zuschauern, darunter 1500 in Sonderzügen angereiste Gästefans, mit 1:2 (0:0, 1:1, 0:1). „Schwer zu sagen, was den Unterschied gemacht hat. Wir hatten aber definitiv zu viele Strafen“, sagte Haie-Stürmer David McIntyre bei „Magenta Sport“, beide Treffer der Bremerhavener fielen im Powerplay.
KEC: Anfang offensiv stark
Als die Partie begann, war es noch trocken und das Eis gut, es ging in dieser Phase schnell hin und her. Die Bremerhavener waren trotz eines verletzungsbedingt dezimierten Kaders ein Gegner, der den Haien auf Augenhöhe begegnete. Zwar brachten die KEC-Profis offensiv am Anfang etwas mehr zu Stande als Bremerhaven, zum Beispiel einen Pfostentreffer von Andreas Thuresson. Ein Tor fiel zunächst jedoch nicht. Gegen Ende des Drittels setzte Regen ein, fortan waren es schwierige Bedingungen.
„Es ist das hart umkämpfte Spiel, das wir erwartet haben“, sagte Haie-Stürmer Alexander Oblinger in der Pause, der, wie er verriet, ein Stück Küchenrolle im Handschuh bei sich trug, ums sich wegen des Regens zwischendurch das Helmvisier frei zu wischen. Die Eismeister mussten mit den Zamboni am Ende der Drittelpause auf Geheiß der Schiedsrichter Extrarunden fahren, um Pfützenbildung zu verhindern. So dauerte die Pause ungefähr 28 Minuten.
Im zunächst halbwegs trockenen zweiten Abschnitt gingen die Haie durch ein Tor des US-Stürmers Mark Olver, der einen Schuss von Jan Luca Sennhenn abfälschte, 1:0 in Führung. Die Referees gaben den Treffer, nachdem sie im Videobeweis hohen Stock ausgeschlossen hatten. Bald wurde der Regen wieder stärker, und Oblinger bekam eine Fünf-Minuten-Strafe wegen eines Bandenchecks. Die Unterzahl überstanden die Haie ohne Gegentreffer, doch als danach Louis-Marc Aubry für zwei Minuten in die Kühlbox wanderte, fiel der Ausgleich, der Christian Wejse aus kurzer Distanz glückte (39.).
Der Regen wurde stärker, das Spiel schwieriger. Aufgrund der äußeren Bedingungen traten auch andere Widrigkeiten auf. Als die Schiedsrichter ein Foul des Kölner Zach Sill gegen Niklas Andersen im Video überprüfen wollten, versagten aufgrund der Nässe die Computer an der Bande. So blieben sie bei ihrer auf dem Eis getroffenen Entscheidung: Sill erhielt fünf Minuten plus Matchstrafe. Es folgte der zweite Bremerhavener Powerplay-Treffer, erzielt von Antti Tyrväinen (47.). Am Ende tauschten die Haie den Torhüter gegen einen Feldspieler und machten Druck. Jedoch ohne Glück, und so blieb es beim 1:2.
Kölner Haie: Shilin - Stanton, Bailen - Müller, Dietz -Austin, Sennhenn - Glötzl - Thuresson, Aubry, Kammerer - Baptiste, McIntyre, Bast - Üffing, Matsumoto, Olver - Oblinger, Sill, Proft. – Zuschauer: 14352. – Schiedsrichter: Rohatsch, Schukies. – Strafminuten: Köln 14 + MS Sill/Bremerhaven 8. – Tore: 1:0 Olver (25:21), 1:1 Wejse (38:48), 1:2 Tyrväinen (46:56).
