Neun Niederlagen in SerieKölner Haie verlieren Saisonziel aus den Augen

Lucas Dumont gegen Patrick Reimer
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Köln – Die DEL-Ergebnisse vom Freitag waren sehr ungünstig für die Haie, die schon tags zuvor ein Heimspiel gegen Nürnberg mit 2:3 verloren hatten. Wolfsburg und Augsburg feierten am Freitag jeweils Siege und zogen beide am KEC vorbei. Und plötzlich waren die Haie, die seit dem 28. Dezember neun Niederlagen in Serie kassiert haben, so viele wie nie zuvor in ihrer Klubgeschichte, nur noch Tabellen-Elfter.
Nach 39 von 52 Hauptrundenspieltagen liegt die Mannschaft von Trainer Mike Stewart damit nicht einmal mehr in den Pre-Playoff-Plätzen sieben bis zehn. Das Saisonziel ist eigentlich ein Platz unter den ersten Sechs. Allerdings liegen die Kölner bereits elf Punkte hinter dem sechstplatzierten ERC Ingolstadt.
Kölner Haie reisen am Sonntag nach Mannheim
Und nun geht es am Sonntag nach Mannheim zum Meister, dem formstärksten Team der Liga, das aus den vergangenen zehn Begegnungen im Schnitt 2,2 Punkte holte. „Vielleicht können wir dort ein bisschen lockerer aufspielen als zuletzt“, sagte Haie-Kapitän Moritz Müller vor der Partie, die um 16.30 Uhr in der SAP-Arena beginnt.
Immerhin haben die Kölner das erste Saisonspiel in Mannheim gewonnen, am zweiten Spieltag siegten sie 2:1 in der Verlängerung. Die beiden Heimspiele gegen die Adler wurden ebenfalls in der Overtime entschieden, einmal mit 2:1 für die Kölner und einmal mit 5:4 für Mannheim. „Wir müssen in dieses Spiel wieder alles reinhauen“, sagte Moritz Müller. „Dann haben wir in Mannheim eine Chance, zu gewinnen.“
Kölner Haie plagen seit Wochen die gleichen Probleme
Die Probleme, mit denen sich die Haie herumschlagen, sind seit Wochen die gleichen. Einerseits tun sich die Kölner mit dem Toreschießen schwer. Der beste Hai im DEL-Scorer-Tableau ist Jason Akeson auf Rang 49. Andererseits fällt es den Gegnern umso leichter gegen die Haie zu treffen, begünstigt durch schlechte Team Defence des KEC und wechselhafte Torhüter-Leistungen von Gustaf Wesslau und Hannibal Weitzmann. Mit einer Fangquote von 90 Prozent ist Wesslau 19. in der Liga-Wertung, Weitzmann belegt mit 89,6 Rang 22. In Mannheim wird Wesslau zum Einsatz kommen.
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Immerhin gibt es Verstärkung für die Haie-Offensive, nämlich den NHL-erfahrenen Kanadier Justin Fontaine, den der Klub am Freitag bis zum Saisonende unter Vertrag genommen hat. Am Samstag absolvierte der 32-Jährige den medizinischen Check im Deutzer Haie- Zentrum. „Alles im grünen Bereich. Er sieht fit aus“, sagte Trainer Stewart. „Ich denke, dass er uns helfen wird.“
Justin Fontaine soll ab Montag mit den Haien trainieren
Dennoch sind die Haie ein Wagnis eingegangen, denn Fontaine hat in dieser Saison noch kein Pflichtspiel bestritten. In den letzten Monaten hielt er sich in Kanada in seinem Heimatort Bonnyville bei einem Jugendteam fit.
Verletzt war Fontaine laut Stewart nicht, der Angreifer fand aber keinen neuen Vertrag in der russischen KHL, wo er 2018/19 für den chinesischen Verein Kunlun Red Star in Peking gespielt hatte. Am Montag soll der neue Mann zum ersten Mal mit den Haien trainieren und am Dienstag in der Nachholpartie gegen Nürnberg im KEC-Trikot debütieren.



