Das Grasgeläuf in Weidenpesch wurde nach Regenfällen als zu glitschig eingestuft. Die Rennen sollen bereits am kommenden Freitag nachgeholt werden.
Galopp in WeidenpeschGras zu glitschig – Renntag abgebrochen

Santa Catarina mit Jockey Thore Hammer-Hansen
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Der zweite Kölner Galopprenntag des Jahres 2026 am Sonntag ist wegen Regens aus Sicherheitsgründen vorzeitig abgebrochen worden, das Comeback des Derbysiegers Hochkönig fiel aus. Drei der geplanten acht Wettbewerbe fanden auf der Bahn in Weidenpesch zunächst statt. Doch dabei stellte sich heraus, dass das Grasgeläuf durch den Nieselregen glitschig und somit gefährlich geworden war. Eine Kommission der Rennleitung, zu der auch die Jockeys Sibylle Vogt und René Piechulek gehörten, begutachtete die Bahn daraufhin auf einem Rundgang.
Um kurz vor halb fünf wurde dann die Nachricht verkündet, dass die fünf weiteren Rennen abgesagt werden müssten. „Nach mehreren Fehlern von Pferden im Schlussbogen in den letzten Rennen haben wir uns die Situation angesehen“, sagte Philipp Biermann, der Chef der Rennleitung. „Durch den einsetzenden Regen hat sich zwischen Boden und Grasnarbe eine rutschige Schicht gebildet, die besonders in den Bögen zu einem erhöhten Risiko führt.“ Eine Fortsetzung der Rennen sei „unter diesen Umständen nicht verantwortbar“.
Es fiel somit unter anderem der Sauren-Dachfonds-Preis (ehemals Gerling-Preis) aus, in dem Hochkönig mit Jockey Nina Baltromei hätte starten sollen – zum ersten Mal seit Juli 2025. „Sicherheit geht immer vor. Wir akzeptieren die Entscheidung der Rennleitung und sortieren nun, welche Optionen es gibt, damit die Rennen schnellstmöglich nachgeholt werden können“, sagte Philipp Hein, der Geschäftsführer des Kölner Renn-Vereins. Schon am Sonntagabend fand er die Lösung: Die ausgefallenen Rennen sollen am 8. Mai, also schon am Freitag, bei einem After-Work-Renntag nachgeholt werden. Nähere Informationen dazu soll es am Montag geben. Die Wetteinsätze der ausgefallenen Rennen wurden zurückgezahlt.
Kölner Heimsieg bei Schwarzgold-Rennen
Eines der geplanten Highlights des Tages, das Karin-Baronin-von-Ullmann-Schwarzgold-Rennen, hatte immerhin am Sonntag noch stattfinden können. Und es gab einen Kölner Heimsieg: Santa Catarina gewann mit Jockey Thore Hammer-Hansen den Gruppe-III-Wettbewerb über 1600 Meter für dreijährige Stuten vor Wintersonne mit Maxim Pecheur vom Gestüt Röttgen und Peter Schiergens Alpenveilchen, geritten von Bauyrzhan Murzabayev. Die Konkurrentinnen aus Frankreich – Times Jubilee, Kendelya und Alma Mater – landeten deutlich geschlagen auf den Rängen dahinter.
Santa Catarina, die aus dem Gestüt Ebbesloh stammt, gehört Eckhard Sauren, dem Präsidenten des Kölner Renn-Vereins, und wird in Weidenpesch von Henk Grewe trainiert. „Sie ist grandios gelaufen. Beim letzten Mal habe ich mich zu sehr darauf konzentriert, dass sie sich beruhigt. Heute hat sie aber gezeigt, dass sie die Stute ist, für die wir sie gehalten haben“, sagte Hammer-Hansen und spielte darauf an, dass Santa Catarina am 6. April beim Saisonauftakt in Köln in einem Stutenrennen als Favoritin Zweite geworden war.