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Highlightspiel gegen EssenViktoria Köln hofft auf Widergutmachung

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Deutschland: 3.Liga 2025 / 2026 - FC Viktoria Köln vs TSV 1860 München - 28. Spieltag - Sportpark Höhenberg-Stadion Köln: nach der Niederlage Tobias Eisenhuth FC Viktoria Köln, 6 *** Germany 3 Liga 2025 2026 FC Viktoria Köln vs TSV 1860 München 28 Matchday Sportpark Höhenberg Stadion Köln after the defeat Tobias Eisenhuth FC Viktoria Köln, 6 Copyright: xOrhanxHabashx

Zuletzt kassierte Viktoria Köln drei Niederlagen in Folge.

Nach dem bitteren 2:3 gegen Havelse will der Höhenberger Drittligist am Sonntag gegen RWE und Coach Uwe Koschinat bestehen.

Durchweg angenehm waren die vergangenen Tage nicht für den FC Viktoria Köln. Zu Wochenbeginn hatten die Höhenberger Drittliga-Fußballer noch mit den Nachwirkungen der 2:3-Niederlage beim Abstiegskandidaten TSV Havelse nach 2:0-Führung zu knabbern. „Die Jungs waren leer und sind hart mit sich ins Gericht gegangen“, berichtete Trainer Marian Wilhelm. Als der Blick nach Aufarbeitung und Analyse nach vorne auf das Spiel am Sonntagabend gegen Rot-Weiss Essen gerichtet wurde (19.30 Uhr, Sportpark Höhenberg), fiel der Trainer aus. Am Freitag musste Wilhelm krankheitsbedingt passen – gegen RWE möchte der 37-Jährige aber wieder an der Seitenlinie stehen. „Die Jungs sind gewillt, dass wir nach letzter Woche Widergutmachung betreiben.“ In Höhenberg werden rund 6000 Zuschauer erwartet.

Gegen Havelse hatte die Viktoria rund 70 Minuten Fußball wie aus einem Guss gespielt und verdient mit 2:0 geführt – ehe es zum großen Einbruch kam. „Die Analyse war nicht einfach, es konnte keiner genau sagen, wo wir falsch abgebogen sind“, sagte Wilhelm. „Letztlich waren wir bei den Gegentoren nicht konsequent und nicht klar genug. Da wirst du von jeder Mannschaft bestraft.“

Einsatz von Lars Dietz ist noch offen

Ein Faktor war die verletzungsbedingte Auswechslung von Lars Dietz, der sich kurz vor dem 1:2 eine Knöchelblessur zugezogen hatte und den Gegentreffer von der anderen Spielfeldseite am Boden liegend mitverfolgen musste. „Es war sicher kein Zufall, dass uns das Spiel dann etwas entglitten ist“, meinte Wilhelm. „Lars ist ein Spieler, der in so einer Situation die Ruhe bewahrt und die Mannschaft stützt.“ Immerhin kam schnell Entwarnung: Der 29-Jährige hatte sich weder einen Bruch noch eine Bänderverletzung zugezogen, sondern nur eine Prellung. Allerdings eine schmerzhafte, die ihm bis Freitag kein Training mit der Mannschaft erlaubte. Ob Dietz am Sonntagabend einsatzfähig ist, wird sich am Samstag herausstellen. „Eine Resthoffnung ist da“, meinte Wilhelm.

Dietz war als Führungsspieler und Vizekapitän in die Saison gegangen und steht wegen Christoph Gregers Rückenverletzung nun seit fast einem halben Jahr in vorderster Front. Im Winter vertiefte sich das Führungsvakuum durch die Abgänge von Keeper Dudu und Torjäger Tyger Lobinger. „Lars ist in seiner Rolle noch einmal gewachsen, keine Frage“, lobte Wilhelm. Doch es gebe im Team Spieler, die nur schwer zu ersetzen sind – Dietz gehöre dazu, weshalb die Erleichterung groß sein dürfte, sollte er am Sonntag spielen können. Andernfalls müsste Wilhelm auf eine Dreierkette aus Meiko Sponsel (24), Tim Kloss (21) und Verthomy Boboy (22) setzen. „Da werden schon Jungs in die Bresche springen“, sagte Wilhelm, der Keeper Arne Schulz und Regisseur Leonhard Münst als neue Führungskräfte hervorhob.

Uwe Koschinat lobt Viktoria Köln

Wilhelm hofft auf eine 90-minütige Stabilität seiner Mannschaft und mehr Konsequenz im Abschluss. Immerhin bringt der Gegner deutlich mehr Qualität mit als zuletzt Havelse. Essen hatte zuletzt drei Spiele in Serie gewonnen und sich auf den Relegationsplatz vorgearbeitet. „Sie verfügen über eine große individuelle Qualität und sind extrem offensivstark“, sagte Wilhelm. „Defensiv gab es aber einige Schwächen. Ich hoffe, dass wir die am Sonntag auch provozieren können.“

Essens Trainer Koschinat zeigte sich von der Viktoria beeindruckt – auch angesichts des Verlusts der Führungsspieler. „Das ist eine Mannschaft, die über die Saison hinweg wieder positiv überrascht hat. Die personelle Situation hat der Viktoria nichts ausgemacht. Dudu und Lobinger sind im Winter gegangen, und die Viktoria hat es geschafft, diese Verluste zu kompensieren. Das ist eine sehr gefestigte Mannschaft“, sagte der Trainer.