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Duell mit Ex-CoachSchickt Viktoria Köln Pavel Dotchevs Ulmer in die Regionalliga?

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Fussball, Saison 2025/2026, 3. Liga, Donaustadion Ulm, 34. Spieltag, SSV Ulm 1846 Fußball - TSV Havelse, 18.04.2026 18.04.2026, Fussball, Saison 2025/2026, 3. Liga, Donaustadion Ulm, 34. Spieltag, SSV Ulm 1846 Fußball - TSV Havelse, nach Spielende Trainer Pavel Dotchev SSV Ulm 1846 Fußball Foto: Lucca Fundel Foto: Lucca Fundel Ulm Donaustadion Baden-Württemberg Deutschland *** Football, Season 2025 2026, 3 Liga, Donaustadion Ulm, 34 Matchday, SSV Ulm 1846 Soccer TSV Havelse, 18 04 2026 18 04 2026, Football, Season 2025 2026, 3 Liga, Donaustadion Ulm, 34 Matchday, SSV Ulm 1846 Soccer TSV Havelse, after the match Coach Pavel Dotchev SSV Ulm 1846 Soccer Photo Lucca Fundel Photo Lucca Fundel Ulm Donaustadion Baden Württemberg Germany

Pavel Dotchev, Trainer des SSV Ulm

Am Samstag sind die Höhenberger zu Gast beim Abstiegskandidaten. Klar ist bereits, dass Pavel Dotchev UIm verlassen wird.

Rein rechnerisch ist der SSV Ulm noch nicht abgestiegen. Allerdings fehlt nicht mehr viel. Der Rückstand auf das rettende Ufer beträgt acht Punkte – bei noch drei zu absolvierenden Spielen in der Dritten Liga. Der FC Viktoria Köln könnte die Spatzen am Samstagnachmittag (16.30 Uhr) endgültig in die Regionalliga schicken. Pavel Dotchev, der frühere Höhenberger Coach, der seit dem Winter Ulm betreut, wäre von den Auswirkungen allerdings nicht mehr betroffen. Der Klub gab am Mittwoch bekannt, sich unabhängig vom Saisonausgang neu aufzustellen und vom Drittliga-Rekordtrainer (385 Einsätze) zu trennen. „Wir finden, dass Pavel hier hervorragende Arbeit geleistet hat – gerade, wenn man bedenkt, dass er im Winter dazugestoßen ist. Die Mannschaft und auch das Spielsystem haben sich seitdem deutlich weiterentwickelt“, sagte Vorstandschef Dominik Schwärzel.

Das Hinspiel konnte Pavel Dotchev mit Ulm gewinnen

Einen seiner bislang nur fünf Siege mit Ulm hatte Dotchev Anfang Dezember beim 1:0 in Köln gefeiert. „Eine unserer schwächsten Leistungen der Hinrunde, gerade von der Energie her“, erinnert sich Viktoria-Trainer Marian Wilhelm. Während der Höhenberger Coach seine Mannschaft jedoch erfolgreich aus jedem kleinen Saison-Tief herausholen konnte, scheiterte Dotchevs Rettungsmission – voraussichtlich alles andere als knapp.

In Köln gilt es derweil, die Spannung nach dem gesicherten Klassenverbleib hochzuhalten, vor allem mit Blick auf das Mittelrheinpokalfinal-Derby gegen den SC Fortuna am 23. Mai. Beim 0:2 gegen Energie Cottbus war dies trotz Niederlage gelungen. Viktorias Auftritt war ansehnlich, auch wenn ihm das Entscheidende, die Tore, fehlten. „Solche Spiele zehren. Körperlich und mental“, sagt Wilhelm – weshalb er seinen Profis zwei freie Tage verordnete. Erst am Mittwoch begann die Vorbereitung auf Ulm.

Zur Freude des Trainers waren auch die zuletzt angeschlagenen Stammkräfte wieder dabei: Leonhard Münst, Tim Kloss, Florian Engelhardt und Yannick Tonye. Einzig Meiko Sponsel muss sich nach einer Muskelverletzung noch einige Tage gedulden. Auf dem Programm stand unter anderem die Analyse der Cottbus-Pleite. „Wir müssen hier und da früher den Abschluss suchen, da waren wir zu zögerlich“, sagt Wilhelm. „Und die Gegentore waren zu einfach, da haben Zugriff und Ordnung gefehlt.“ Insgesamt könne die Mannschaft aber auf die Leistung aufbauen. „Wir wollen noch ein paar Punkte holen und nicht die Füße hochlegen. Wenn wir Woche für Woche so in die Spiele gehen, haben wir die besten Karten, um beim Pokalfinale bestmöglich vorbereitet zu sein.“

Wir groß wird Viktorias Umbruch im Sommer?

Die Schlussphase einer Saison ist traditionell auch die Zeit, in der einzelne Profis noch einmal Werbung in eigener Sache machen können. Um sich beim aktuellen Klub für einen neuen Vertrag zu bewerben, um sich weiter in die Notizbücher größerer Vereine zu bringen oder ihr Können ins Schaufenster zu stellen, wenn ein auslaufender Vertrag nicht verlängert werden soll. Bei der Viktoria gibt es Spieler aus allen Kategorien. Gegen Cottbus konnte das einstige Sorgenkind Robin Velasco glänzen, obwohl ihm kein Tor gelang. Der Vertrag des 23 Jahre alten Flügelstürmers läuft aus, seine Zukunft ist offen.

Spieler wie Kloss, Münst, Sponsel, Benjamin Zank und Lucas Wolf haben sich hingegen mit konstanten Leistungen ins Rampenlicht gespielt und gelten als Kandidaten für einen Verkauf im Sommer – sollte die Ablöse stimmen. Klar ist, dass ein weiterer Umbruch auf die Viktoria wartet. Nur der Umfang ist noch ungewiss. „Wenn Spieler zu größeren Klubs oder in höhere Ligen gehen, bedeutet das in der Regel, dass wir einen guten Job gemacht haben“, sagt Wilhelm. „Umbrüche sind eben Teil unserer DNA.“