Bei einem Sieg und einer knapen Niederlage hat das Zweitliga-Team von Trainer Michael Koch zuletzt einen stabilen Eindruck hinterlassen.
BasketballBayer Giants Leverkusen zeigen im Abstiegskampf einen Aufwärtstrend

Kobe Langley (links) ist mit den Bayer Giants Leverkusen in Münster gefordert.
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Das Hinspiel zwischen den Bayer Giants und den Uni Baskets Münster war an Spannung nicht zu überbieten und unterzog das Nervenkostüm von Spielern, Trainern und Zuschauern einer maximalen Belastungsprobe: 97:96 hieß es nach zwei Verlängerungen für die Giants. 50 Minuten Schwerstarbeit.
Es ist nicht auszuschließen, dass es am Samstagabend in Münster erneut eng wird. Beide Teams stecken tief im Abstiegssumpf der zweiten Basketball-Bundesliga – Vorletzter gegen Letzter. Immerhin sendeten die Leverkusener zuletzt zwei deutliche Lebenszeichen: ein Sieg gegen Gießen und eine ganz knappe Niederlage beim Tabellenzweiten Göttingen nach einer starken Defense-Leistung.
Diese Partie ist für beide Mannschaften wichtig. Für uns kann sie richtungweisend sein für den weiteren Verlauf der Saison, wenn es uns gelingt, ein Team abzuhängen
Grundsätzlich sieht Bayer-Coach Mike Koch einen Aufwärtstrend seines Teams: „Unsere Verteidigung hat sich in den letzten drei, vier Spielen stabilisiert.“ Die stabile Defense wird, so Koch, auch in Münster ein wesentlicher Faktor für den angestrebten Erfolg sein: „Münster versucht oft über Fast-Breaks zu punkten; sie schließen diese Angriffe auch gerne per Dreier ab. Außerdem gehen sie stark zum Offensivrebound, sind die viertbeste Mannschaft in dieser Kategorie in der Liga. Wir müssen also diese einfachen Punkte verhindern, dürfen nicht viele Schnellangriffe zulassen, ebenso wenig offene Dreier und Offensivrebounds.“
Die Giants haben die Chance, Münster mit einem Sieg wohl für längere Zeit auf Distanz zu halten. Ein wichtiges Ziel. „Diese Partie ist für beide Mannschaften wichtig. Für uns kann sie richtungweisend sein für den weiteren Verlauf der Saison, wenn es uns gelingt, ein Team abzuhängen“, stellt Mike Koch fest.
Der Trainer kann, abgesehen vom Langzeitverletzten CJ Oldham, seine beste Besetzung zum Kellerduell aufbieten; zudem hofft Koch auf die Unterstützung der eigenen Fans. „Sie waren bislang immer dabei, auch bei den weiter entfernten Spielen. Münster ist nicht ganz so weit weg, daher wäre es klasse, wenn viele Fans das Team unterstützen. Die Halle wird voll sein“, so der Coach.
Wichtig wäre auch eine gute Teamleistung in der Offensive. Es dürfen nicht wieder gleich mehrere Akteure zu Ausfällen werden, so wie in Göttingen geschehen: Ricardo Lynch und Donte Nicholas mit Nullnummern, Kobe Langley mit fünf Punkten. In Münster muss mehr kommen, ohne allerdings das Teamspiel zu vernachlässigen.

