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BasketballJJ Mann genießt den Sieg bei seinen Leverkusener Ex-Kollegen

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Treffsicher: Hagens JJ Mann

Der US-Amerikaner in Diensten von Hagen war mit 19 Punkten bester Scorer beim 79:74.

Ein Spieler genoss den Freitagabend in der Ostermann-Arena besonders: JJ Mann. In der letzten Saison noch im Trikot der Bayer Giants aktiv und dabei oft einer der Leistungsträger, wechselte Mann zur neuen Spielzeit nach Hagen. Der US-Amerikaner hätte sich damals durchaus einen Verbleib in Leverkusen vorstellen können, doch plante man nicht mehr mit dem Flügelspieler.

Dass dies den 32-Jährigen gewurmt hatte, war schon im Hinspiel in Hagen nicht zu übersehen. Mann stand in Spiel eins nach dem feststehenden Leverkusener Abstieg in permanentem Austausch mit der Giants-Bank, defilierte insbesondere nach eigenen Punkten palavernd an seinem Ex-Coach Hansi Gnad vorbei. Dieses Verhalten zelebrierte der Forward auch am Freitagabend wieder, jedoch etwas zurückhaltender. Aber immer noch auffällig.

Hagener Tribünenparty nach dem Sieg

Dieses Mal genoss Mann den 79:74 (42:38)-Sieg seiner Mannschaft aber besonders intensiv mit den zahlreich mitgereisten und permanent lautstarken Fans, die sich gegen das zwar zahlenmäßig überlegene aber zurückhaltendere Bayer-Publikum durchsetzten.

Nachdem seine Teamkollegen im Anschluss an die kleine Tribünenparty schon den Weg in die Kabine angetreten hatten, feierten die rund 300 Hagener Fans den Amerikaner noch lange mit einem eigenen Ständchen. Und Mann ließ sich gerne feiern. Immerhin konnte er sich mit seinen 19 Zählern als erfolgreichster Scorer in der Statistik verewigen. Von allen eingesetzten Akteuren. Auf Seite der Giants kam ihm Kadre Gray mit 17 Punkten am nächsten.

Gray war von den Bayer-Importspielern an diesem Abend der mit Abstand erfolgreichste Werfer. Nick Hornsby und TreVion Crews blieben weit unter ihren Möglichkeiten, gleiches galt – zumindest was die Trefferquote betraf – für Haris Hujic. Dafür glänzte Hujic aber mit sieben Assists, von denen vor allem Dejan Kovacevic profitierte.

Leverkusen trifft nur drei von 21 Dreiern

Dass die Giants in dieser nicht schön anzuschauenden Begegnung nur drei Dreier (bei 21 Versuchen) trafen, war ein wesentlicher Grund für die verdiente Niederlage. Zwar keimte ein paar Mal bei den Anhängern der Bayer-Korbjäger Hoffnung auf, dass es im West-Derby vielleicht doch einen Erfolg geben könnte, doch fehlte den Giants die Konstanz, um die wenigen kurzen Serien auszudehnen.

Ein 9:0-Lauf zu Beginn des zweiten Viertels, der aus dem 18:21 ein 27:21 werden ließ, war einer der raren Höhepunkte der Leverkusener. Hagen hatte fast immer die Nase vorne, konnte dabei aber auch nicht wirklich glänzen. Den Gästen war‘s letztlich egal, „es war ein dreckiges Spiel“, wie Hagens Coach Chris Harris treffend anmerkte.

Schwache Trefferquote der Bayer Giants

Sein Team hatte letztlich ein paar Fehler weniger produziert, die Dreier minimal besser getroffen und von der Freiwurfschwäche der Giants profitiert. Hätten Melvin Jostmann und Haris Hujic ihre letzten Freiwürfe nicht zu annähernd 100 Prozent verwertet, wäre die Gesamtquote deutlich unter den schon mageren 68 Prozent geblieben. Auch mit dieser Quote wird es schwer, ein Spiel zu gewinnen.

„Wir haben eigentlich ein paar sehr gute Werfer in unseren Reihen, doch davon war heute vor allem aus der Distanz nicht viel zu sehen. Man merkt einfach, dass diese Negativserie in den Köpfen der Spieler steckt“, erklärte Coach Gnad.

Bayer Giants: Gray (17), Jostmann (13), Kovacevic (11), de Oliveira (9), Hujic (8), Hornsby (6), Meredith (4), Stoll (3), Crews (3), Dre Odeh, Mohamed (n.e.), Litera (n.e.)