In den letzten Minuten der Partie gegen Herford geben die Giants bem 86:73 fast 20 Punkte ab
BasketballBayer Giants feiern souveränen Sieg trotz schlechter Schlussphase

Trey McBride (l.) war auch gegen Herford Leverkusens erfolgreichster Werfer.
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Der Sonntagnachmittag scheint für die Basketballer der Bayer Giants zum Erfolgsmodell zu werden. Nicht nur, dass in der Regel viele Zuschauer in die Ostermann-Arena pilgern; auch die Ergebnisse stimmen. Am Sonntag gab es in der Pro B Nord ein 86:73 (46:36) gegen die BBG Herford; wieder hatten mehr als 1000 Fans den Weg in die Halle gefunden.
Im ersten Viertel taten sich die Giants noch schwer gegen den Tabellenvorletzten. Das lag aber weniger an der Stärke der Gäste als vielmehr an der schlechten Trefferquote der Leverkusener. Acht Versuche, kein Treffer von der Dreierlinie.
Leverkusens Lennart Litera beendet das erste Viertel mit einem spektakulären Dunk
Dagegen traf zumindest Herfords Scharfschütze Collin Turner in gewohnter Manier. Nach zehn Minuten hieß es 17:17. Lennart Litera beendete diesen Abschnitt mit einem Dunk. Positiv in diesem Viertel: Es gab nur zwei Ballverluste.
Besser in Sachen Treffsicherheit wurde es dann nach der ersten kurzen Pause. Immerhin fanden in den folgenden zehn Minuten drei Distanzwürfe ihr Ziel. Quadre Lollis traf den ersten zum 28:25 in der 13. Minute. Sebastian Brach und Trey McBride legten per Dreier nach; der Vorsprung der Bayer-Basketballer erhöhte sich bis zum Gang in die Kabinen auf 46:36.
Kevin Strangmeyer ackert unter den Körben und Latrell Großkopf spielt eine starke zweite Hälfte
Langsam aber sicher machte sich bei den Gästen nach dem Seitenwechsel der Kräfteverschleiß gegen die aufmerksame und bissige Defense der Giants bemerkbar. Gulley und Turner, die beiden besten Werfer der BBG, die auch zu den erfolgreichsten Schützen der Liga gehören, blieben nahezu erfolglos im dritten Viertel.
Dagegen ließen die Giants den Ball laufen, fanden ein ums andere Mal den am besten platzierten Teamkollegen. Kevin Strangmeyer ackerte erfolgreich unter den Körben, Trey McBride vollendete stark, Latrell Großkopf legte eine starke zweite Hälfte hin. Fast jeder punktete, der Vorsprung wurde bis zum Viertelende auf 71:47 ausgebaut.
Kurz nach Beginn der letzten zehn Minuten hieß es sogar 81:49. Alles sah nach einem Kantersieg aus. Das dachten wohl auch die Giants. Die Konzentration ließ nach, die Anzahl der Fehler schnellte nach oben, die Aufmerksamkeit in der Defense fiel ab – Herford „verkürzte“ in den letzten Minuten auf 86:73. Leverkusens Headcoach Hansi Gnad war nicht amüsiert und fluchte oftmals vor sich hin.
Das hat mir gar nicht gefallen. Ich muss nicht mit 30 Punkten gewinnen, aber so viel noch abzugeben war nicht okay. Davor haben wir lange Zeit gut gespielt
„Das hat mir gar nicht gefallen. Ich muss nicht mit 30 Punkten gewinnen, aber so viel noch abzugeben war nicht okay. Davor haben wir lange Zeit gut gespielt“, so Gnad.
Trey McBride, Top-Scorer der Giants, nahm die letzten fünf Minuten der Partie gelassen hin. „Es sind junge Spieler, die zuvor lange gesessen haben. Das passiert. Insgesamt glaube ich aber, dass wir auf einem guten Weg sind“, stellte der Guard fest.
Bayer Giants: McBride (22), Großkopf (10), Hübner (9), Boksic (8), Strangmeyer (8/11 rebounds), Lollis (7), Oldham (5), Stoll (5), Urbansky (5), Litera (2), Odeh.

