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„Muss hier bleiben“Mick Schumacher leidet unter Heimweh – und räumt Probleme ein

2 min
Mick Schumacher geht durch die Boxengasse.

Will sich in den USA beweisen: Mick Schumacher. 

Der Sohn von Michael Schumacher gesteht Anpassungsschwierigkeiten in den USA. Wirklich glücklich wirkt er nicht.

Das IndyCar-Abenteuer von Mick Schumacher verläuft bisher nicht wie gewünscht: Zwei Monate nach seinem Einstieg in die US-Rennserie hat der Sohn des ehemaligen Formel-1-Stars Michael Schumacher Probleme eingeräumt. Er habe nicht nur weiterhin erhebliche Probleme mit der Umstellung im Cockpit, er fühle sich im Land von US-Präsident Donald Trump auch nicht wirklich wohl.

„Die Aufhängung ist so stabil, dass einem das Lenkrad oft aus den Händen gerissen wird, wenn man nicht rechtzeitig loslässt“, sagte der 27-Jährige in einem RTL-Interview.

Mick Schumacher gesteht Anpassungsschwierigkeiten

Er befinde sich weiterhin in der Gewöhnungsphase. Die Unterschiede zum Formel-1-Auto seien für ihn „nicht unbedingt schwieriger, aber deutlich anstrengender“. Ein IndyCar habe keine Servolenkung, erklärte Schumacher. Dadurch sei das Fahren viel mechanischer, die Lenkung direkter und man spüre unmittelbar, was das Auto macht.

In der Formel 1 wäre die Belastung ohne Servolenkung aus seiner Sicht zu groß. Im IndyCar sei dafür der Nacken weniger gefordert, während der Oberkörper deutlich mehr arbeiten müsse. „Man muss das Lenkrad einfach wesentlich fester halten“, so Schumacher.

Mick Schumacher hat Heimweh

Die Robustheit der Fahrzeuge bringe allerdings auch ein erhöhtes Verletzungsrisiko mit sich, beispielsweise durch gebrochene Handgelenke. Deshalb sei es entscheidend, im richtigen Moment die Hände vom Lenkrad zu nehmen.

Auch in der neuen Heimat fühlt sich der Neffe von Ralf Schumacher offenbar noch nicht wirklich wohl. „Amerika ist aktuell der Ort, an dem ich meine Arbeit habe und Rennen fahren kann. Deshalb muss ich auch hierbleiben“, erklärte Schumacher. Trotzdem fehle ihm Europa: „Die USA sind ganz anders: sehr groß, weite Distanzen, man ist viel unterwegs. Ich meine, ich könnte aus der Schweiz innerhalb von zwei Stunden in Deutschland sein. Hier müsste ich jetzt elf Stunden im Flieger sitzen.“

Angst, in der US-Serie anzutreten, habe er dennoch nicht. Die IndyCar gilt mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 360 km/h als gefährlicher als die Formel 1. Für Mick Schumacher gehe es jedoch nicht um Angst, sondern um Respekt: „Wenn ich Angst hätte, wäre ich im falschen Sport.“ Vieles ist neu – vom Umfeld bis zu den Strecken. Die ersten Monate waren entsprechend lehrreich, nun hofft er, dass sich bald auch die Ergebnisse einstellen. (mbr)