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Aus für die Milliarden-TourSaudis stoppen Finanzierung – Zukunft für Kaymer offen

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Martin Kaymer

Auch der deutsche Profi Martin Kaymer spielt auf der LIV-Tour. (Archivbild)

Die umstrittene LIV-Golf-Tour steht vor dem Aus. Der saudische Staatsfonds stoppt die Finanzierung nach der Saison.

Die Perspektive der kontroversen LIV-Golf-Tour ist nach einer wichtigen Ankündigung unsicher. Der saudische Staatsfonds PIF hat verkündet, seine finanzielle Unterstützung für die prestigeträchtige Wettkampfserie mit Ablauf der aktuellen Spielzeit einzustellen. Diese Entscheidung bringt die Liga, für die neben prominenten Spielern wie Jon Rahm, Bryson DeChambeau und Phil Mickelson ebenso der deutsche Golfprofi Martin Kaymer antritt, in eine prekäre Situation. Das Fortbestehen der Tour ist ohne neue Geldgeber gefährdet.

Daraufhin gab die LIV-Tour bekannt, dass sie sich um alternative Geldgeber bemüht. Um diesen Vorgang zu begleiten, wurden Gene Davis und Jon Zinman neu in den Vorstand berufen.

Sicherung von Kapital durch neue Vorstandsmitglieder

Laut einer Pressemeldung erklärte Davis: „LIV Golf hat etwas wirklich Einzigartiges geschaffen – eine globale Liga mit leidenschaftlichen Fans, Weltklasse-Talenten und nachweislichem wirtschaftlichem Erfolg“. Er fügte hinzu: „Das Führungsteam sieht gemeinsam mit Jon und mir eine klare Chance, die Liga bei der Strukturierung zu unterstützen, langfristiges Kapital zu gewinnen und zu sichern sowie das Unternehmen für Wachstum zu positionieren und gleichzeitig den Golfsport weltweit weiter zu fördern.“

Falls die Suche nach neuen Investoren erfolglos bleibt, steht die Wettkampfserie womöglich nach lediglich vier Jahren vor dem Aus. Wie aus Medienberichten hervorgeht, hat der PIF in diesem Zeitraum schätzungsweise fünf Milliarden Dollar investiert, um eine Vielzahl von Spitzenspielern von der etablierten PGA Tour wegzulocken.

Zukunft der Spieler und Wechsel zur PGA Tour offen

Bislang bleibt offen, wie und unter welchen Bedingungen die Athleten im Falle eines Endes der LIV-Tour wieder zur US-amerikanischen PGA Tour sowie zur europäischen DP World Tour wechseln könnten. Zwar wurde 2023 ein Grundsatzabkommen über eine potenzielle Kooperation der rivalisierenden Serien geschlossen, doch diese Vereinbarung hat bis heute keine greifbaren Resultate erbracht.

Die Mitteilung über das Ende der Finanzierung widerspricht vorherigen Bekundungen. Scott O'Neil, der als Geschäftsführer der LIV-Tour fungiert, hatte erst vor zwei Wochen versichert, dass die Mittel bis zum Ende der Saison 2026 gesichert seien. Ferner gab die Organisation zu Wochenbeginn bekannt, dass das Event in Louisiana, angesetzt für den 25. bis 28. Juni, auf den Herbst verlegt wird. Die nächste Veranstaltung soll vom 7. bis 10. Mai im Trump National Golf Club in Washington stattfinden. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.