Für ZDF-Moderator Jochen Breyer begann der Olympia-Arbeitstag mit mehreren Enttäuschungen.
„Bricht mir wirklich das Herz“ZDF-Moderator Breyer äußert Olympia-Enttäuschung

Jochen Breyer am Mittwoch (18. Februar 2026) während der Olympia-Sendung im ZDF.
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Einer der bisher bittersten deutschen Olympia-Tage ging am Dienstag (18. Februar 2026) auch am ZDF-Team nicht spurlos vorbei.
Am späten Nachmittag übernahm Jochen Breyer die Moderation der späten Sendestrecke rund um die Olympischen Winterspiele von Katrin Müller-Hohenstein. Doch schon zu Beginn seiner Sendung hatte sich bei ihm erheblicher Frust aufgestaut.
Mehrere deutsche Niederlagen belasten Jochen Breyer
Der Olympia-Tag hätte für Breyer – zu dieser Zeit noch in der Rolle des Zuschauers – vielversprechend beginnen können. Es gab deutsche Medaillenchancen im Ski-Slalom der Frauen, in der Biathlon-Staffel der Frauen sowie eine lösbar erscheinende Viertelfinal-Partie der Eishockey-Männer gegen die Slowakei.
Doch im Verlauf des Tages trübte sich die Stimmung der deutschen Olympia-Fans. Zwar gewann das Skilanglauf-Duo Laura Gimmler und Coletta Rydzek noch Bronze im Teamsprint, doch danach verschlechterten sich die Aussichten rapide.
Das Eishockey-Team schied aus, im Biathlon gab es erneut entscheidende Fehler am Schießstand und hinzu kam das Drama um Lena Dürr. Nach dem ersten Durchgang des Slaloms lag sie auf einem aussichtsreichen zweiten Platz und konnte auf eine Medaille hoffen. Ein schwerwiegender Fehler folgte jedoch.
Bei ihrem zweiten Lauf fädelte Dürr bereits am ersten Tor ein, womit ihr Rennen um eine Medaille beendet war, noch ehe sie Geschwindigkeit aufnehmen konnte. Sie bezeichnete ihre kurze Fahrt als eine „Katastrophe“ und den „worst case“. Sie fügte zerknirscht hinzu: „Aber so ist es jetzt.“
Bei der Übergabe an Breyer zu Beginn seiner Sendung atmete Müller-Hohenstein unter dem Eindruck der vielen sportlichen Tiefschläge einmal hörbar durch und sagte: „Das war wirklich ein aufregender, ein anstrengender Vormittag, Mittag und früher Nachmittag.“
Breyer, der sich auch an das Olympia-Drama von Dürr 2022 in Peking erinnerte, erwiderte: „Ja – und es war auch hart, zuzuschauen. Lena Dürr: Das bricht mir wirklich das Herz.“ Der erneute Fehler von Franziska Preuß im Biathlon belastete ihn ebenfalls: „Man leidet auch hier aus der Distanz so sehr mit. Es ist hart!“
Müller-Hohenstein konnte ihrem Kollegen keine Hoffnung auf Besserung machen. Der Olympia-Zeitplan für den restlichen Tag war ungewöhnlich ereignisarm und sah nur noch die Medaillen-Entscheidungen im Shorttrack vor, bei denen keine deutschen Athletinnen und Athleten am Start waren (red).

