Emotionales Heimrennen für Nathalie Armbruster: Die Deutsche wird Zweite. Rekord für eine Konkurrentin, die Männer bleiben ohne Podest.
Nach DisqualifikationNathalie Armbruster meldet sich eindrucksvoll zurück

Nach Disqualifikation: Nathalie Armbruster meldet sich eindrucksvoll zurück. (Archivbild)
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Oberhof wurde für Nathalie Armbruster zum Schauplatz eines emotionalen Comebacks. Nur eine Woche nach ihrer Disqualifikation zeigte sich die beste deutsche Nordische Kombiniererin in starker Verfassung und holte beim Heimweltcup den zweiten Platz. „Für mich ist das wie ein Sieg. Das bedeutet mir so viel, hier auf dem Podium zu stehen“, sagte Armbruster nach dem Rennen und ergänzte: „Das war meine Antwort.“
Nathalie Armbruster: Starke Laufleistung bringt Rang zwei
Nach einem Sprung auf 97,5 Meter ging die 20-Jährige als Vierte in das fünf Kilometer lange Langlaufrennen. Dort spielte Armbruster ihre größte Stärke aus und arbeitete sich noch auf Rang zwei nach vorne. Für die Gesamtweltcup-Siegerin des vergangenen Winters war es ein wichtiges sportliches Signal – und ein persönlicher Befreiungsschlag.

Ida Marie Hagen (M) aus Norwegen gewinnt vor Minja Korhonen (l) aus Finnland und Nathalie Armbruster aus Deutschland. Alle drei jubeln nach dem Rennen.
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Im ZDF sprach Armbruster offen über die schwierigen Tage zuvor. Das Ende des vergangenen Wochenendes habe sie viel Kraft gekostet, sagte sie sichtlich bewegt. Umso stolzer sei sie nun, vor heimischem Publikum ihre Leistung abrufen zu können – vor allem auf der Schanze.
Auch nach dem Rennen betonte sie, wie wichtig dieses Ergebnis für sie gewesen sei, kündigte aber zugleich an, sich zu den Vorgängen der Vorwoche erst zu einem späteren Zeitpunkt ausführlicher äußern zu wollen.
Norwegerin Hagen setzt Siegesserie fort
In Otepää (Estland) war Armbruster zuvor beim Skispringen aus dem Wettbewerb genommen worden, da ihr Anzug nicht den Regularien entsprach.
Den Sieg in Oberhof sicherte sich einmal mehr die Norwegerin Ida Marie Hagen. Mit ihrem 24. Weltcup-Einzelsieg stellte sie einen neuen Rekord auf und ist nun alleinige Spitzenreiterin in dieser Kategorie. Platz drei ging an die Finnin Minja Korhonen.
Bei den Männern blieb ein Podestplatz aus deutscher Sicht aus. Den Sieg holte sich der Norweger Jens Luraas Oftebro vor Johannes Lamparter aus Österreich und Einar Luraas Oftebro aus Norwegen. Bester Deutscher war Johannes Rydzek auf Rang fünf. (jag)

