Dirk Nowitzki sieht durch lukrative Werbeverträge für College-Sportler in den USA den Jugendbasketball in Gefahr und fordert neue Regelungen.
Nowitzki warnt vor ExodusBasketball-Legende kritisiert Mega-Deals für junge Talente

Dirk Nowitzki wird in die Fiba Hall of Fame aufgenommen. (Archivbild)
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Die Basketball-Ikone Dirk Nowitzki erachtet Maßnahmen in der Diskussion über die Auswirkungen der enormen Verdienstmöglichkeiten für Nachwuchssportler an US-Universitäten als notwendig. „Das NIL hat alles verändert im College und damit auch die internationale Szene für Jugendbasketball“, äußerte Nowitzki laut der Deutschen Presse-Agentur (dpa) zu den sogenannten NIL-Vereinbarungen.
Nowitzki äußerte, es sei bedauerlich für die Vereine, „dass jetzt mit 18 Jahren die ganzen Talente wegrennen“. Er fügte jedoch hinzu, dass er die Perspektive der Nachwuchsspieler nachvollziehen könne: „Wenn du in Würzburg so und so viel verdienen kannst und durch das NIL kriegst du das Zehnfache, Zwanzigfache, ist es natürlich schon klar, wofür sich die Kids dann entscheiden.“
Die NIL-Regelung: Was dahintersteckt
Eine Gerichtsentscheidung aus dem Jahr 2021 ermöglicht es Sportlerinnen und Sportlern in den USA, bereits während ihrer Studienzeit Einnahmen zu erzielen. Die Abkürzung NIL steht für „Name, Image and Likeness“ (Name, Bild und Ebenbild). Die Bezahlung erfolgt dabei nicht unmittelbar für sportliche Leistungen wie bei Profis, sondern für Aktivitäten im Bereich Marketing und Werbung. Auf diese Weise können zahlreiche deutsche Nachwuchsathleten ein Mehrfaches des Betrags erwirtschaften, den sie in ihrer Heimat erhalten würden.
Ein Transfer sei überdies aus sportlicher Sicht sinnvoll, erläuterte der Gewinner der NBA-Meisterschaft von 2011: „Am College gibt es sehr, sehr gute Programme, die haben sehr viele Ressourcen – die Hallen, die Trainingsmöglichkeiten, die Coaches. Es ist schon alles vorhanden, sodass man sich da sehr, sehr gut entwickeln kann.“
Nowitzki fordert Regeln für „wildes System“
Der 47-Jährige prognostizierte, dass in den kommenden Jahren sicherlich zusätzliche Regelungen eingeführt werden, wobei er eine Deckelung der Gehälter (Salary Cap) als Möglichkeit nannte. „Im Moment ist das System noch ein bisschen zu wild.“
Die Universitäten stellten beinahe professionelle Teams zusammen, so Nowitzki. „Die Spieler hüpfen von einem College aufs nächste, weil da ein bisschen mehr bezahlt wird“, bemerkte die Basketball-Ikone während eines Pressetermins in der Hauptstadt, im Vorfeld seiner Ehrung durch die Aufnahme in die Hall of Fame des Weltbasketballverbands Fiba.
Aufgrund dieser Entwicklung äußerten kürzlich auch deutsche Clubs ihre Besorgnis, wie die dpa meldet. „Wir erleben einen unaufhaltsamen Exodus, die Fiba und die nationalen Verbände können den Teams aus Mangel an Strukturen nicht helfen“, wird Dragan Tarlac zitiert, der Sport-Geschäftsführer der Basketballer des FC Bayern. Himar Ojeda, Sportdirektor von Alba Berlin, pflichtete bei: „Das Geld am College ist unschlagbar.“ (dpa/bearbeitet durch Gemini 2.5 Pro)
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