Nach dem Gewinn der Silbermedaille durch Giovanni Franzoni ist ein Streit entbrannt. Es geht um seinen tödlich verunglückten Freund.
„Bringt ihn nicht zurück“Geschmackloser Streit um toten Freund von Olympia-Star Franzoni

Giovanni Franzoni (r.), hier mit seinem Teamkollegen Alex Vinatzer, hat seine Silbermedaille einem verunglückten Freund gewidmet.
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Für Gastgeber Italien bedeutete die erste Silbermedaille am 7. Februar 2026 einen perfekten Beginn der Olympischen Spiele. Jetzt wird der Erfolg des Skirennfahrers Giovanni Franzoni von einem Streit überschattet.
Bei der ersten Medaillenentscheidung der Spiele in Mailand und Cortina, der Abfahrt der Männer, musste sich Franzoni lediglich dem Schweizer Franjo von Allmen geschlagen geben. Das Edelmetall in dieser prestigeträchtigen Disziplin markierte für Italien den Beginn der schon jetzt erfolgreichsten Winterspiele der Landesgeschichte.
Bruder des Athleten reagiert auf Vorwürfe
Franzoni widmete seine Silbermedaille seinem verstorbenen Freund Matteo Franzoso (†25). Dieser war im September während eines Trainings in Chile bei einem Unfall ums Leben gekommen.
Die Familie des verstorbenen Skirennfahrers erhebt nun jedoch schwere Anschuldigungen gegen Franzoni. „Jemand hat behauptet, Matteos Bruder zu sein …“, teilte Michele Franzoso am Dienstag in einem Instagram-Reel mit. „Ich bin sein einziger Bruder. Ich war bei seiner Beerdigung. Jemand anderes war nicht da. Das ist egoistisch und respektlos.“
Obwohl er Franzonis Namen nicht explizit erwähnte, geht man in Italien davon aus, dass der Kitzbühel-Sieger gemeint ist. Dieser hatte zuvor geäußert, Matteo Franzoso sei für ihn wie ein Bruder gewesen.
Unter dem anklagenden Beitrag verteidigte der leibliche Bruder von Franzoni den Athleten. „Er wollte weitermachen, um nicht so viel nachzudenken, aber vor allem, um die Ziele zu erreichen, von denen Matteo und Giovanni gemeinsam geträumt haben“, kommentierte Alessandro Franzoni den Post. Seine Worte richteten sich anscheinend hauptsächlich an die trauernde Mutter, die den Beitrag ebenfalls geteilt hatte.
Er selbst formulierte seinerseits Vorwürfe: „Ein solches Verhalten bringt ihn nicht zurück. Er könnte auf die bestmögliche Art in Erinnerung gehalten werden. Doch Sie machen das nicht. Sie zeigen lieber mit dem Finger auf einen Athleten, um ihm Schuld zuzuweisen, die er nicht trägt.“
Es gehe seinem Bruder darum, die Erinnerung an den verstorbenen Freund aufrechtzuerhalten und ihn bestmöglich zu ehren. „Es geht nicht um mediale Aufmerksamkeit“, machte er deutlich. „Sie sollten sich darüber freuen, was Giovanni gemacht hat. Stattdessen sorgen Sie nur für noch mehr Schmerz und Wut.“
Zahlreiche unbeteiligte Personen zeigen sich entsetzt über die Auseinandersetzung. „Diese Polemik ist unnötig und peinlich. Leider ist auch so etwas Teil der Sozialen Medien“, schrieb ein Nutzer. (red).
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