Die deutschen Tischtennis-Frauen starten mit einem Sieg in die WM, die von einem umstrittenen neuen Modus überschattet wird.
Sieg trotz WM-ÄrgerDTTB-Frauen schlagen Frankreich zum Start der Team-WM

Deutschlands beste Tischtennis-Spielerin Sabine Winter.
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Deutschlands Tischtennis-Frauenteam ist mit einem Erfolg in die Team-Weltmeisterschaft in London gestartet. Die Begegnung gegen Frankreich in der Wembley Arena endete mit einem 3:1 für die deutsche Auswahl.
Sabine Winter, auf Platz neun der Weltrangliste, Ying Han und Nina Mittelham sicherten die Zähler für die deutsche Mannschaft. Einen Punktverlust gab es lediglich für die 43-jährige Han, die sich zum Start Prithika Pavade geschlagen geben musste.
Kontroverse um den WM-Modus
Der Austragungsort ist von historischer Bedeutung, weil London 1926 die allererste Weltmeisterschaft im Tischtennis ausrichtete. Zum 100-jährigen Jubiläum führte der internationale Verband ITTF aber einen neuen Spielmodus ein, der auf breite Ablehnung stößt.
In der Anfangsphase des Turniers kämpften jeweils 56 Männer- und Frauenteams in 14 Gruppen mit je vier Teilnehmern um 24 Startplätze für die K.o.-Runde. Die Top-Sieben der Welt und Gastgeber England greifen erst am jetzigen Wochenende ins Geschehen ein. Sie spielen nur um ihre Platzierung in der Setzliste für die K.o.-Runde, welche am Montag anläuft. Die deutschen Mannschaften der Frauen und Männer können in dieser Phase noch nicht eliminiert werden.
DTTB protestiert gegen neues Format
Der DTTB (Deutscher Tischtennis-Bund) hat schon vor Turnierbeginn in einem offiziellen Schreiben an den Weltverband ITTF Einspruch gegen das neue Format erhoben. Die Begründung lautet, es sei zu langwierig, zu undurchsichtig und stelle eine zu hohe Belastung für die teilnehmenden Sportler dar.
Wolfgang Dörner, der an der Spitze des DTTB-Vorstands steht, warnte vor den Konsequenzen: „Das aktuelle WM-System birgt die Gefahr negativer Auswirkungen auf den Sport“. (dpa/red)
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