Für Trainer-Legende Svetislav Pesic schließt sich im Finale zwischen Bayern und Alba ein Kreis. Es ist sein letztes Duell.
Trainer-Legende vor AbschiedIm Finale trifft Pesic mit Bayern auf seinen Ex-Club Alba

Bayern-Coach Svetislav Pesic dirigiert ein letztes Mal ein Team in einem Finale. (Archivbild)
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Für die abschließende Finalserie seiner bemerkenswerten Laufbahn hätte sich Svetislav Pesic kaum einen passenderen Gegner vorstellen können. Es kommt zum Aufeinandertreffen von Bayern München und Alba Berlin – jenen zwei Vereinen, die die Basketball-Karriere des 76-Jährigen entscheidend geformt haben.
„Die Zeit bei Alba will und werde ich nie vergessen. Meine Erinnerungen an Alba und Berlin sind phänomenal“, äußerte Pesic vor dem Auftaktspiel der „Best-of-five-Serie“ am Freitag (20.30 Uhr/Dyn) im Münchener SAP Garden. Die zweite Partie findet am Sonntag ebenfalls in München statt, woraufhin die Serie am Mittwoch in der Hauptstadt fortgesetzt wird.
Große Erfolge mit Alba
„Mein Leben wäre ärmer, wenn ich die Zeit in Berlin nicht gehabt hätte“, erklärte Pesic. Er fungierte von 1993 bis 2000 als Coach für Alba und errang mit dem Hauptstadtklub vier deutsche Meisterschaften sowie den Korac-Cup (1995). Inzwischen ist Pesic jedoch zum zweiten Mal als Trainer der Bayern tätig und lebt überdies seit einem Jahrzehnt in München. „Hier haben wir unsere zweite Heimat gefunden“, merkte er an.
Die Ankündigung von Pesic, seine glanzvolle Trainerlaufbahn nach dieser Spielzeit zu beenden, verleiht der Finalserie über die bekannte Rivalität der beiden deutschen Spitzenklubs hinaus eine besondere Note. „Vielleicht ist es eine Extra-Motivation für ihn, die Karriere mit einem Titel zu beenden. Das wäre die Kirsche auf dem Kuchen für ihn“, sagte Vladimir Lucic, der Kapitän der Bayern.
Bayern-Pause, Alba im Rhythmus
Um einen krönenden Abschluss zu erreichen, müssen die Bayern allerdings eine hohe Leistung zeigen. Alba startet nämlich mit dem Enthusiasmus und der Dynamik aus einer fesselnden Halbfinal-Serie gegen Pokalsieger Bamberg in die bis zu fünf Finalpartien. „Wir müssen versuchen, den Flow beizubehalten und mit viel Energie in die Serie zu starten“, kommentierte Berlins Nationalspieler Malte Delow bei Dyn. „Vielleicht sind sie überrascht.“
Während die Hauptstädter schon zehn Playoff-Partien hinter sich haben und sowohl im Viertelfinale als auch im Halbfinale über die volle Distanz von fünf Spielen gehen mussten, blieben die Bayern in der bisherigen K.o.-Runde siegreich. Gegen Trier und Bonn gelangen ihnen zwei klare 3:0-Erfolge.
Daher hatten die Münchner, die wegen der Doppelbelastung durch Euroleague und Bundesliga fast die gesamte Saison von einer Partie zur nächsten eilten, vor der Finalserie unerwartet sieben Tage Pause. Ein entscheidender Faktor für die Duelle? „Das wird man sehen. Wir hatten ein bisschen mehr Zeit, uns auszuruhen. Dafür ist Alba im Spielrhythmus“, konstatierte Oscar da Silva, Nationalspieler der Bayern. „Es ist wichtig, dass wir sie nicht in den Rhythmus kommen lassen, dass wir das Tempo bestimmen.“
Rekordduell
Insgesamt treffen Bayern und Alba bereits zum siebten Mal in einer Finalserie aufeinander – ein Rekord. Niemals zuvor begegneten sich zwei Mannschaften im Endspiel öfter. Bei der letzten Auflage 2024 setzten sich die Bayern durch. „Es sind zwei Mannschaften, die in den vergangenen zehn Jahren dominiert haben“, ordnete Pesic das Duell ein.
Es sind also zwei Vereine, die der Serbe maßgeblich mitgestaltet hat. Der erfahrene Trainer wollte diesen Umstand, ebenso wie sein bevorstehendes Karriereende, aber nicht in den Mittelpunkt rücken. „Die wichtigste Sache ist nicht, ob ich aufhöre. Die wichtigste Sache ist, dass wir uns gut auf das Finale vorbereiten.“ (dpa/red)
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