Abo

Vingegaard schreibt GeschichteDäne gewinnt erstmals den Giro und alle drei Grand Tours

3 min
Rad-Star Jonas Vingegaard.

Rad-Star Jonas Vingegaard.

Jonas Vingegaard gewinnt den Giro d'Italia und steigt in den exklusiven Kreis der Sieger aller drei Grand Tours auf.

In Rom hat Jonas Vingegaard seinen Premierensieg beim Giro d'Italia gefeiert. Nach 21 fordernden Etappen krönte sich der Däne in Italiens Hauptstadt zum Gesamtsieger. Dieser Erfolg bedeutet zudem, dass er nun zu den Gewinnern aller drei bedeutenden Radsport-Rundfahrten gehört. Die Tour de France gewann er bereits 2022 und 2023, und er triumphierte im vergangenen Jahr bei der Vuelta.

Vingegaard jetzt in exklusiver Gesellschaft

Vor ihm war diese besondere Leistung nur sieben weiteren Radsportlern geglückt. Vingegaard reiht sich damit in eine namhafte Gruppe ein, zu der Jacques Anquetil, Felice Gimondi, Eddy Merckx, Bernard Hinault, Alberto Contador, Vincenzo Nibali und Chris Froome zählen. Jeder von ihnen hat mindestens einmal alle drei Grand Tours für sich entschieden.

Nach Abschluss der 21. und letzten Etappe in Rom führte Vingegaard die Gesamtwertung mit einem Vorsprung von 5:22 Minuten an. Zweiter wurde der Österreicher Felix Gall, gefolgt vom Australier Jai Hindley vom deutschen Team Red Bull mit einem Rückstand von 6:25 Minuten. Der Tagessieg im Sprint ging an den Italiener Jonathan Milan, der somit einen Erfolg in seinem Heimatland verbuchen konnte.

Überlegenheit am Berg als Schlüssel zum Sieg

Die Schlussetappe nahm Vingegaard, der das Rosa Trikot des Führenden trug, sichtlich gelassen in Angriff. Er bekam aus einem Teamfahrzeug Fruchtgummis gereicht, welche im Anschluss im Fahrerfeld verteilt wurden.

Kulinarische Pause: Jonas Vingegaard greift zu.

Kulinarische Pause: Jonas Vingegaard greift zu.

Seine ausgezeichnete Form hatte Vingegaard schon am Vortag bei der schwierigen Bergetappe nach Piancavallo unter Beweis gestellt. Im Gebirge konnte ihm während des gesamten Giros kein Konkurrent das Wasser reichen. Im Nordosten Italiens errang er seinen fünften Etappenerfolg bei der 109. Auflage der Rundfahrt – es war zugleich sein fünfter Sieg bei einer Bergankunft. Den einzigen weiteren Erfolg bei einer Bergankunft für sein Team Visma erzielte sein Mannschaftskamerad Sepp Kuss.

Ausblick auf die Tour de France und Karriereende

Bei der 113. Ausgabe der Tour de France, die am 4. Juli mit dem Grand Départ in Barcelona startet, wird Vingegaard erneut auf seinen großen Konkurrenten Tadej Pogacar treffen. Pogacar war beim Giro nicht angetreten; für den Gewinn aller drei Grand Tours fehlt ihm noch ein Sieg bei der Vuelta. Mit Spannung wird zudem erwartet, wie sich der letztjährige Tour-Dritte Florian Lipowitz aus Deutschland sowie das französische Talent Paul Seixas im Vergleich zu den beiden Top-Fahrern schlagen werden.

Zu seiner weiteren Karriereplanung äußerte sich Vingegaard kürzlich am Ruhetag. „Ich sehe mich auch nicht vor meinem 35. Lebensjahr noch fahren“, erklärte der Athlet des Visma-Teams. „Ich werde 30, das dauert also noch eine ganze Weile. Außerdem sehe ich mich nicht das Team wechseln. Ich gehe sogar davon aus, meine Karriere in diesem Team zu beenden.“ (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.