Nach dem Auftaktsieg warnt Nagelsmann vor der Elfenbeinküste. Das Spiel entscheidet schon fast über den Gegner in der K.o.-Runde.
Gruppensieg oder Hammer-Gegner?Duell mit Elfenbeinküste zeigt den Weg für DFB-Team

Bundestrainer Julian Nagelsmann stellt sein Team ein. Gegen die Elfenbeinküste geht es um die Weichenstellung für den weiteren WM-Verlauf der Mannschaft.
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Für das deutsche Nationalteam geht es am Samstagabend (20. Juni/22 Uhr/ZDF/MagentaTV) im Spiel gegen die Elfenbeinküste um eine optimale Ausgangslage für den weiteren Verlauf der WM. Eine Analyse der Tabellensituation offenbart, dass die Konstellation viel Spannung verspricht.
Die ivorische Auswahl stellt eine ernstzunehmende Mannschaft dar, die ihr Auftaktspiel bei der WM mit 1:0 gegen Ecuador für sich entscheiden konnte. Bereits im letzten Vorbereitungsspiel vor WM-Beginn gelang den „Elefanten“ ein 2:1-Sieg über Frankreich, weshalb sie mit erheblichem Selbstbewusstsein zur Meisterschaft anreisten.
Partie gegen die Elfenbeinküste als erster echter Prüfstein
Derzeit belegt die deutsche Mannschaft den ersten Platz der Gruppe E. Diese Position würde im ersten Spiel der K.-o.-Phase zu einer Begegnung mit dem drittplatzierten Team aus Gruppe C führen. Aktuell wäre dies Schottland, ein Gegner, der als sympathisch, aber nicht als erstklassig gilt – eine Konstellation, die für das Team und seine Anhänger vorteilhaft wäre.
Sollte es Schottland im finalen Gruppenspiel gelingen, überraschend an Brasilien vorbeizukommen, wäre auch die Selecao ein möglicher Kontrahent der DFB-Auswahl. Allerdings würde selbst diese Paarung dem deutschen Team keine besondere Besorgnis bereiten.
Die Lage spitzt sich jedoch zu, sollte das Spiel am Abend verloren gehen. In diesem Fall droht der zweite Tabellenplatz, wodurch die letzte Partie der Gruppenphase gegen Ecuador erheblich an Bedeutung gewinnen würde. Als Zweiter der Gruppe E müsste man nämlich gegen den Vize-Tabellenführer aus Gruppe I spielen – nach derzeitigem Stand wäre das Turnierfavorit Frankreich.
Die Gruppe I wird nach der ersten Spielrunde von den formstarken Norwegern angeführt. Selbst wenn die „Wikinger“ auf den zweiten Rang zurückfielen, stünde der deutschen Auswahl bereits im Sechzehntelfinale eine sehr schwere Aufgabe bevor. Das norwegische Team hat eine herausragende Qualifikationsrunde absolviert und besitzt mit Erling Haaland einen der global besten Stürmer.
Selbstverständlich ist auch Julian Nagelsmann (38) dieser Umstand bekannt. Vor der Begegnung mit der Elfenbeinküste äußerte er sich in einem MagentaTV-Interview zur optimistischen WM-Atmosphäre unter den deutschen Anhängern: „Das kann nach einem schlechten Spiel komplett in die andere Richtung gehen. Ich glaube, wir können alle gut einschätzen, auf welchem Leistungsstand wir sind.“
Folglich repräsentiert die Elfenbeinküste den ersten ernsthaften Prüfstein für das deutsche Team bei dieser WM. Der Gegner bleibt auch dann stark, wenn er von der DFB-Auswahl nicht geringgeschätzt wird.
Die ivorische Mannschaft verfügt mit Yan Diomande über einen Akteur, der bereits bei seinem WM-Einstand zu überzeugen wusste. Das Team zeichnet sich durch eine schnelle Spielweise aus, ist körperlich robust und hat den Ehrgeiz zu demonstrieren, dass die deutsche Vormachtstellung lediglich auf dem Papier besteht.
Vor dem Anpfiff ist somit eindeutig: Die Partie am Abend ab 22 Uhr wird offenlegen, wo die DFB-Auswahl tatsächlich steht und auf welchen potenziellen Gegner Deutschland in der Runde der letzten 32 treffen könnte. (red)
