Abo

„Das geht wirklich nicht“ZDF-Experte Kramer ärgert sich über WM-Interviews

2 min
Im ZDF spricht Christoph Kramer über die WM 2026.

Christoph Kramer am 14. Juni im ZDF als Experte für die WM 2026.

ZDF-Experte Christoph Kramer kritisiert eine Neuerung für die WM 2026 scharf: Halbzeit-Interviews seien „katastrophal“.

Die WM 2026 steckt noch mitten in der Anfangsphase, vereinzelte Neuerungen bei der Endrunde kommen daher erst mit zunehmender Zeit zur Geltung. Für Begeisterung sorgt längst nicht jede Anpassung.

Für das Turnier 2026 modifizierte die Fifa beispielsweise das Prozedere beim Einlaufen, sodass nun die komplette Mannschaft zur Nationalhymne das Spielfeld betritt. Zusätzlich zu Regelanpassungen bezüglich des VAR-Einsatzes und der Bestrafung von Zeitspiel hat der Weltverband auch eine Neuerung für die Halbzeitpause konzipiert.

Kramer und Mertesacker lehnen Pausen-Interviews im Fußball ab

Interviews mit einzelnen Akteuren sind jetzt Teil des Halbzeit-Rituals. Beispielsweise wurde beim Vorrunden-Duell zwischen Brasilien und Marokko der Selecao-Kapitän Marquinhos (32) nach der ersten Hälfte im Spielertunnel ans Mikrofon gebeten.

Die meisten Zuschauer dürften wenig Interesse an oberflächlichen Aussagen mitten im Spielgeschehen haben, und auch bei den Spielern selbst ist die Zustimmung gering. Im ZDF zeigte sich Weltmeister Christoph Kramer (35) sichtlich aufgebracht, als er auf die neuen Pausen-Interviews angesprochen wurde.

Auf die Frage von Moderator Jochen Breyer (43) nach seiner Einschätzung antwortete der Experte prompt und schimpfte: „Katastrophal!“

Anschließend präzisierte Kramer seine Kritik: „Das geht nicht. Das geht wirklich nicht! Du bist schon in einem Fokus und du nimmst dem Spieler drei Minuten von einer echt wichtigen Halbzeit. Und da kommt auch nichts Vernünftiges bei rum, was willst du da sagen?!“

Die Äußerungen von Marquinhos lieferten in der Tat keinen wirklichen Nutzen, der seine vorübergehende Abwesenheit während der Halbzeitansprache von Trainer Carlo Ancelotti (67) hätte rechtfertigen können. So stufte auch Per Mertesacker (41) die Innovation als „schwierig“ ein.

Bisher waren zumindest im deutschen Fußball höchstens kurze Gespräche mit Assistenztrainern gängig, etwa über mögliche Wechsel und Anpassungen zur 2. Halbzeit.

Im Gegensatz dazu sind im deutschen Eishockey Interviews in den Pausen in der DEL seit langem etabliert. Der Sender MagentaSport, der die Spiele überträgt, befragt dort nach jedem Spielabschnitt und manchmal sogar während der Powerbreaks einzelne Sportler. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.