Tumultartige Szenen in Mexiko-Stadt: Tausende Fans versuchten vor dem WM-Auftakt, in die offizielle Fanzone zu gelangen.
WM-AuftaktTumultartige Zustände bei Fanfest in Mexiko-Stadt

Polizeikräfte bewachen eine Absperrung, während sich die Fans zum Fanfest-Bereich drängen, um das Spiel zu verfolgen.
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Im Vorfeld des Beginns der Fußball-WM ereigneten sich in der Hauptstadt Mexikos tumultartige Szenen. Wie die Nachrichtenagentur AFP aus Frankreich meldet, bemühten sich am Donnerstag tausende Anhänger, vor dem Start des Eröffnungsspiels zwischen dem Mit-Gastgeber und Südafrika (21.00 Uhr MESZ/ZDF und MagentaTV) Zugang zur offiziellen Fanzone am Zócalo zu erhalten.
Von offizieller Seite wurde die Lage bestätigt. „Es kommt zu Gedränge unter den Fans, die versuchen, das Fanfest auf dem Zócalo in Mexiko-Stadt zu erreichen. Die Behörden bemühen sich, die Fans geordnet hineinzulassen“, verlautete es von den Behörden.
Appell eines Beamten: „Hier sind Kinder“
Aufnahmen des massiven Andrangs in der Metropole verbreiteten sich ebenfalls in den sozialen Medien. Berichten zufolge war es schon lange vor dem Spielstart fast unmöglich, in die Innenstadt vorzudringen.
Einige der Aufnahmen sind beunruhigend. Um eventuelle Unglücke abzuwenden, appellierte ein städtischer Mitarbeiter mittels Megafon an die Menschenmenge: „Hört auf, zu drängeln und zu schubsen, hier sind Kinder, ihr benehmt euch wie Tiere“.
Metallabsperrungen erschwerten den Zutritt zum Fanbereich auf dem bekannten Platz. Diese waren in den vorangegangenen Tagen aufgrund von Protesten von Lehrkräften errichtet worden.
Rund ums Aztekenstadion war es vor dem Eröffnungsspiel zunächst ruhig geblieben. Durch den Sperrbezirk rund um den Fußball-Tempel kamen nur wenige Autos nah an das Stadion. Im Umkreis von rund 1,6 Kilometern waren die Zufahrtsstraßen voll gesperrt. Mit großem Polizeiaufgebot sicherte die Stadt die Maßnahme ab.
Doch direkt vor Tor 8 des Aztekenstadions kam es noch während der Eröffnungsfeier zu Zusammenstößen zwischen teilweise vermummten jungen Demonstranten und der Polizei.
In Mexiko-Stadt gingen zudem radikale Mitglieder der Lehrergewerkschaft CNTE für die Rücknahme einer umstrittenen Rentenreform auf die Straße.
Angehörige von Vermissten forderten bei einem friedlichen Protestmarsch schnellere Ermittlungen und Gerechtigkeit für ihre Familienmitglieder. In Mexiko gelten rund 130.000 Menschen als vermisst, viele von ihnen dürften Opfer der organisierten Kriminalität geworden sein. (red)
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