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Wolff lässt Norweger verzweifelnDeutsche Handballer bekommen zwei „Endspiele“ ums Halbfinale

3 min
Andreas Wolff reißt voll fokussiert den Mund weit auf.

Von diesem Mann könnte der ein oder andere norwegische Spieler Albträume haben: Andreas Wolff war gegen Norwegen der Mann des Spiels.

Die Hoffnung auf das Halbfinale bleibt bestehen. Die deutschen Handballer siegten im zweiten Hauptrundenspiel der EM.

In Herning ereignete sich ein weiterer spannender Handball-Krimi. Die Begegnung der deutschen Nationalmannschaft gegen Norwegen gestaltete sich über lange Phasen als eine zähe Partie.

Während des zweiten von vier Hauptrundenspielen bei der Europameisterschaft zeigte das DHB-Team im Angriff wiederholt Schwächen durch Fehlwürfe und unerwartete Fehler. Jedoch war es Torhüter Andreas Wolff, der die Norweger mit einer Vielzahl an Paraden zur Verzweiflung brachte und die deutsche Mannschaft zeitweise fast allein im Spiel hielt.

Entscheidende Spiele gegen Dänemark und Frankreich

Mit dieser starken Unterstützung im Tor fand die Mannschaft von Bundestrainer Alfred Gislason spät, aber noch rechtzeitig zu ihrer Form. Deutschland siegte am Ende mit 30:28.

Vor 10.117 Zuschauenden in Herning war Marko Grgic aus dem Rückraum mit sieben Treffern der erfolgreichste Werfer für das deutsche Team.

Durch diesen Sieg führt die DHB-Auswahl die Gruppe mit 6:0 Punkten an und kann weiterhin auf das Halbfinale hoffen. Die Entscheidung darüber fällt in den abschließenden Gruppenspielen gegen Dänemark, den amtierenden Olympiasieger und Weltmeister, sowie gegen Titelverteidiger Frankreich. Beide Konkurrenten weisen jeweils 4 Pluspunkte auf.

Mit dem hart umkämpften Erfolg gegen die norwegische Mannschaft um Starspieler Sander Sagosen hat das deutsche Team nun eine gute Ausgangsposition, um den Einzug ins Halbfinale zu realisieren. Eine erhebliche Leistungssteigerung ist dafür gegen die beiden Top-Favoriten jedoch erforderlich.

„Wir müssen Spaß haben und unser Spiel durchziehen“, hatte Gislason vor Spielbeginn gefordert. Die Umsetzung erwies sich jedoch als schwierig. Ähnlich wie im vorherigen Spiel gegen Portugal hatte die deutsche Mannschaft erhebliche Probleme im Angriff.

Ein schwacher Beginn zwang den Bundestrainer zu einer frühen Auszeit, die jedoch zunächst keine Wirkung zeigte, ebenso wie die ersten Spielerwechsel. Nur allmählich fand die DHB-Auswahl ins Spiel und erzielte in der 17. Minute den Ausgleich zum 8:8. Zu diesem Zeitpunkt hatte Wolff bereits acht gegnerische Würfe pariert.

Herausragende Torwartleistung von Wolff von Fans gefeiert

Im Angriff sorgte nun insbesondere Franz Semper für Akzente. Der Spieler aus Leipzig zeigte sich aus dem Rückraum treffsicher und erzielte in dieser Phase vier Tore. Seine Mitspieler ließen jedoch weiterhin die erforderliche Effektivität vermissen. Folglich ging es mit einem Rückstand von zwei Toren in die Pause.

Nach der Halbzeitpause setzte sich die fehlerhafte Leistung im deutschen Angriff fort. Einzig auf Wolff war weiterhin Verlass. Der 34-Jährige bekam für seine teilweise spektakulären Paraden wiederholt Applaus von den Fans und hielt die DHB-Auswahl im Spiel.

Diese Leistung übertrug sich Mitte des zweiten Durchgangs schließlich auch auf seine Mitspieler. In der 49. Minute führte Deutschland beim Stand von 26:21 plötzlich mit fünf Toren. Dies lag auch daran, dass Rückraumspieler Grgic nun sein Potenzial abrief und dem Team mit seinen Toren mehr Sicherheit verlieh. Am Ende konnte die DHB-Auswahl den Sieg feiern. (red/mit sid)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.