Eine seltsame Szene bei der Rodel-Teamstaffel sorgt für Aufsehen. Ein ZDF-Moderator hegt einen schwerwiegenden Verdacht.
Ton runtergepegeltZDF-Moderator äußert Zensur-Verdacht bei Olympia

Jochen Breyer und Johannes Ludwig thematisierten eine mögliche Zensur bei Olympia.
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Bei den Olympischen Spielen in Mailand und Cortina sorgt der Fall des ukrainischen Skeleton-Athleten Wladislaw Heraskewytsch weiterhin für hohe Wellen.
Der Skeleton-Fahrer durfte am Morgen auf der Bahn nicht starten, da sein Helm Porträts von ukrainischen Sportlerinnen und Sportlern zeigte, die im russischen Angriffskrieg getötet wurden.
Rodel-Experte kritisiert Vorgehen: „Äußerst fragwürdig“
Die Begründung des IOC für diese Maßnahme war Heraskewytschs „Weigerung, sich an die Richtlinien des IOC zur Meinungsäußerung von Athleten zu halten“. Während der olympischen Wettkämpfe sind politische Meinungsäußerungen sowie Symbolik für die Athletinnen und Athleten untersagt.
Eine Szene am Donnerstagabend rief bei ZDF-Moderator Jochen Breyer Fassungslosigkeit hervor.
Im ZDF-Studio und an der Eisbahn in Cortina herrschte eigentlich eine feierliche Stimmung. Schließlich hatte die deutsche Mixed-Staffel nur wenige Minuten zuvor eine weitere Rodel-Medaille gewonnen und sich den Olympiasieg geholt. Während die deutsche Mannschaft über Gold jubelte, zeigte die ukrainische Staffel ein klares Zeichen der Solidarität mit Heraskewytsch.
Im Zielbereich knieten sich die ukrainischen Rodlerinnen und Rodler nieder und hielten ihre Helme hoch. Anschließend zeigte das ZDF eine weitere Szene: Nach ihrer vorläufigen Bestzeit begab sich die ukrainische Rodel-Staffel in die Leaders Box. Dort riefen die Sportlerinnen und Sportler gemeinsam etwas in Richtung der Kamera, was jedoch nur schwer zu hören war.
„Da rufen die was, man hört aber, dass der Ton runtergepegelt ist“, erläuterte Breyer. „Wir haben noch mal nachgeschaut. In anderen Fällen, wenn die Sportler in diese Leaders Box kommen, ist der Ton voll drauf. Also das wirkt schon kurios.“
Die Szene stimmte den ZDF-Experten Johannes Ludwig, dreifachen Olympiasieger im Rodeln, nachdenklich. „Ich betrachte das ja als Bundespolizist auch aus einer Sichtweise, dass ich Menschen und Grundrechte zu achten habe. Das ist ganz, ganz wichtig. Und ein solches ist bei uns in Deutschland zum Beispiel die Meinungsfreiheit. Und da finde ich es schon äußerst fragwürdig, dass in solchen Momenten dann quasi einem ja fast das Wort verboten wird“, sagte er.
Breyer zeigte sich ebenfalls fassungslos und sprach einen brisanten Verdacht aus. „Also wenn es so war, dass das IOC vorher gesagt hat: ‚Wenn die Ukrainer da kommen, dann pegelt, liebe Weltregie, mal bitte den Ton runter‘, dann grenzt das ja tatsächlich an Zensur.“ (red)
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