Dieser ausführliche Testbericht zum 3i S10 Ultra beleuchtet, wie sich der Staubsauger- und Wischroboter im täglichen Einsatz schlägt. Die Mischung aus hoher Saugkraft und dem besonderen WaterRecycle™-System zielt darauf ab, die Bodenreinigung weitgehend zu automatisieren und den Pflegeaufwand deutlich zu senken. Vor allem große Wohnungen, Häuser über mehrere Etagen sowie Haushalte mit Kindern und Haustieren gelten als ideale Einsatzgebiete. Im folgenden Bericht erfahrt ihr, wie sich diese Versprechen im Alltag bestätigen und welche Aspekte ihr bei der Anschaffung berücksichtigen solltet.
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Überblick: Gerät, Konzept und Einsatzbereich
Beim 3i S10 Ultra Floor Washing Robot Vacuum handelt es sich um einen kombinierten Saug- und Wischroboter, der für eine weitgehend selbstständige Bodenpflege konzipiert ist. Entwickelt von 3i Robotics & Smart Home, steht das Modell vor allem wegen des weltweit ersten WaterRecycle™-Systems im Fokus, das die Wasseraufbereitung stark automatisiert. In der Basisstation wird verschmutztes Wasser aufbereitet und erneut nutzbar gemacht, zusätzlich gewinnt das System aus der Luftfeuchtigkeit weiteres Wasser für den Wischvorgang. Somit zielt der Roboter darauf ab, die Intervalle für das manuelle Nachfüllen deutlich zu verlängern.
Die maximale Saugleistung liegt laut Hersteller bei bis zu achtzehn Tausend Pascal, eine alternative Konfiguration sieht dreizehn Tausend Pascal vor. Damit richtet sich der 3i S10 Ultra ausdrücklich an Nutzer*innen mit größeren Wohnflächen und höherem Schmutzaufkommen, etwa durch Tierhaare oder häufige Nutzung stark beanspruchter Wohnbereiche. Für Wohnflächen ab etwa einhundert Quadratmetern wirkt das Gesamtkonzept stimmig, da die Akkulaufzeit von bis zu einhundertachtzig Minuten die Reinigung größerer Areale am Stück ermöglicht.
Für die Navigation nutzt der Roboter eine Laser-gestützte LiDAR-Technologie in Kombination mit Dual-3D-Strukturiertlicht, die zusammen mit KI-Algorithmen für eine gezielte Routenplanung sorgen. Die DirtScan™-Funktion analysiert den Verschmutzungsgrad und passt das Reinigungsverhalten an, während der UltraReach™-Mopp mit dreihundertdreißig Umdrehungen pro Minute arbeitet. Die Station stellt einen Wasserbehälter mit drei Litern Fassungsvermögen bereit, übernimmt die automatische Reinigung und Trocknung der Mopp-Rolle und fasst darüber hinaus zweieinhalb Liter Staub, was bis zu sechzig Tage Betrieb mit minimalen Eingriffen ermöglicht. Mit rund 36,7 x 36 x 11,2 Zentimetern und etwa fünfeinhalb Kilogramm bleibt der Roboter selbst kompakt, die Dockingstation fällt jedoch deutlich größer aus.
Die Verarbeitungsqualität macht einen soliden Eindruck: Oberflächen und Materialien wirken hochwertig, und die Anti-Verhedderungs-Doppelkamm-Hauptbürste mindert den Wartungsaufwand spürbar. Gleichzeitig nimmt die Station im Raum spürbar Platz ein, was in kleineren oder stark möblierten Wohnungen bei der Planung der Aufstellfläche berücksichtigt werden sollte. Die Kombination aus Kunststoff, Gummi und Metall erscheint im Test robust genug für den regelmäßigen Einsatz, wobei sich zeigt, dass die Mop-Rolle bei intensiver Beanspruchung schneller verschleißt und damit ab und zu ersetzt werden sollte.
Technische Besonderheiten und Funktionskonzept
Zu den herausstechenden Merkmalen des 3i S10 Ultra gehören mehrere technische Lösungen, die auf Komfort und geringere Wartung abzielen. Vor allem das WaterRecycle™-System fällt auf, da es Wasser aufbereitet und speichert, ohne dass ihr ständig den Tank neu befüllen müsst. Die Kombination mit der automatischen Mop-Selbstreinigung und der KI-gestützten Schmutzerkennung hebt das Modell von klassischen Saugrobotern ab, die häufig mehr Eingriffe benötigen. In der täglichen Anwendung entsteht dadurch ein recht eigenständiges Reinigungssystem, das viele Routinetätigkeiten übernimmt.
Markante Eigenschaften des 3i S10 Ultra im Überblick:
- WaterRecycle™-System: Bereitet gebrauchtes Wasser in der Station auf und nutzt zusätzlich Luftfeuchtigkeit zur Wassergewinnung, was Nachfüllintervalle verlängert.
- Automatische Mop-Selbstreinigung: Die Dockingstation spült und trocknet die Mopp-Rolle eigenständig, wodurch sich der Pflegeaufwand reduziert.
- DirtScan™-Erkennung: KI-gestützte Analyse des Schmutzaufkommens, die es dem Gerät ermöglicht, stärker verschmutzte Bereiche intensiver zu bearbeiten.
In der Praxis erweist sich das WaterRecycle™-System als deutlich spürbare Entlastung, weil das manuelle Nachfüllen seltener nötig ist. In sehr trockenen Räumen oder bei hartnäckig verkrusteten Flecken stoßen die Möglichkeiten der Wasseraufbereitung allerdings an Grenzen, da hier schlicht mehr Feuchtigkeit oder zusätzliche mechanische Unterstützung nötig wäre. Für normale Alltagsverschmutzungen arbeitet das System jedoch zuverlässig und sorgt dafür, dass der Wassertank über längere Zeit nutzbar bleibt.
Die automatische Reinigung und anschließende Trocknung des Mops verhindert unangenehme Gerüche und reduziert den Aufwand für euch, da ihr die Rolle nicht nach jedem Durchgang herausnehmen müsst. Gleichzeitig bleibt regelmäßigere Kontrolle sinnvoll, vor allem wenn häufiger grober Schmutz oder klebrige Flüssigkeiten auf dem Boden landen. DirtScan™ wiederum bewirkt, dass der Roboter stark verschmutzte Flächen erneut anfährt, was im Test gerade in Eingangsbereichen und in der Küche positiv auffällt.
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Alltagsnutzen und Zielgruppenanalyse
Der 3i S10 Ultra richtet sich besonders an Nutzer*innen, die eine möglichst selbstständig arbeitende Reinigungslösung für größere Wohnbereiche suchen. Durch die Kombination aus hoher Saugleistung, großem Staubbehälter und dem Wasserrecyclingsystem eignet sich das Gerät vor allem für Familien, Mehrpersonenhaushalte und Tierhalter*innen mit entsprechendem Schmutzaufkommen. Auf mehreren Etagen zeigt sich der Vorteil der langen Laufzeit und der guten Navigation, auch wenn hier jeweils ein geeigneter Standort für die Station gefunden werden muss. Wer häufig unterwegs ist oder wenig Zeit für die tägliche Hausarbeit aufbringen möchte, profitiert von der hohen Autonomie.
In kleineren Wohnungen kann der Roboter natürlich ebenfalls arbeiten, allerdings nimmt die ausladende Station dann relativ mehr Stellfläche ein. Dieser Punkt fällt vor allem ins Gewicht, wenn der Flur eng oder der Wohnbereich stark möbliert ist und ihr nur wenige gut zugängliche Ecken habt. In diesen Fällen empfiehlt es sich, den Platzbedarf vorher genau zu prüfen und die Station eher in einem offenen Bereich zu positionieren, damit der Roboter sicher ein- und ausfahren kann.
Smarte Funktionen und Konnektivität
Der 3i S10 Ultra bindet sich über WLAN in euer Heimnetz ein und lässt sich per App steuern, die eine dreidimensionale Kartierung der Räume ermöglicht. Ihr könnt Zonen definieren, Sperrbereiche festlegen und Reinigungspläne zeitlich steuern, was eine recht feine Anpassung an euren Alltag erlaubt. Zudem steht eine Sprachsteuerung über Alexa und Google Assistant zur Verfügung, die im Test stabil funktioniert. Wer Spaß an Technik hat, kann viele Einstellungen variieren und die Reinigung recht detailliert konfigurieren.
Für Menschen, die weniger mit Smart-Home-Funktionen vertraut sind, wirkt die App anfangs relativ umfangreich. Nach einer gewissen Eingewöhnungsphase erschließen sich die Menüs aber besser, insbesondere wenn ihr euch schrittweise an die Funktionen herantastet. Eine stabile WLAN-Umgebung erleichtert die Nutzung deutlich, da Unterbrechungen der Verbindung die Bedienung einzelner App-Funktionen vorübergehend erschweren können.
Geräuschentwicklung und Alltagstauglichkeit
Im leiseren Modus liegt die Lautstärke des 3i S10 Ultra bei ungefähr fünfundfünfzig Dezibel, was für viele Nutzer*innen in einem alltagstauglichen Bereich liegt. Damit kann der Roboter auch während des Homeoffice-Betriebs laufen, ohne Gespräche oder Telefonate massiv zu stören. In stärkeren Saugstufen nimmt der Geräuschpegel natürlich zu, bleibt aber noch im Rahmen typischer Staubsaugergeräusche. Wer sehr geräuschempfindlich ist, plant die Reinigung idealerweise auf Zeiten, in denen sich kaum jemand in den betroffenen Räumen aufhält.
Beim Betrieb der Station, insbesondere während der Wasseraufbereitung und Mop-Reinigung, sind zusätzliche Geräusche hörbar, die kurzzeitig lauter wirken können. Diese Phasen dauern aber nicht dauerhaft an und lassen sich daher gut in die Tagesroutine einbinden. Mit etwas Planung stören die Betriebsgeräusche im Alltag meist wenig, zumal sie im Gegenzug viele manuelle Reinigungsvorgänge ersetzen.

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Testaufbau und Bewertungskriterien
Prüfpunkte im Überblick
- Verpackung und Unboxing: Schutz während des Transports, Ordnung und Übersichtlichkeit beim Auspacken.
- Verarbeitung und Materialqualität: Anmutung der Oberflächen, Stabilität der Bauteile und zu erwartende Haltbarkeit.
- Funktionalität: Reale Saug- und Wischleistung, Verhalten der Navigation, Effektivität von WaterRecycle™ und Mop-Selbstreinigung.
- Handhabung und Installation: Verständlichkeit des Aufbaus, Einrichtung der App, Bedienkomfort im täglichen Umgang.
- Sicherheit und Wartung: Zugänglichkeit von Filtern, Schutzmechanismen und Pflegeaufwand für Bürsten und Mop.
- Effizienz: Energie- und Wasserverbrauch, Laufzeit, Wartungsintervalle und Autonomie im Alltag.
Testumgebung und Vorgehen
Ich, Maren Christiansen, teste den 3i S10 Ultra über sieben Tage hinweg in einer Zweizimmerwohnung in Halle. Die Wohnung bietet eine Mischung aus Hartboden, Parkett und einem Teppich im Wohnzimmer und spiegelt damit ein recht typisches Wohnumfeld wider. Ziel ist es, den Roboter im ganz normalen Alltag zu beobachten, also neben Beruf und Freizeit ohne besondere Vorbereitung der Räume. Im Mittelpunkt stehen dabei insbesondere die WaterRecycle™-Funktion, die automatische Mop-Reinigung sowie die Praxistauglichkeit von Navigation und App-Steuerung.
Der Test umfasst sowohl vollständige Reinigungsdurchläufe als auch gezielte Einsätze in stärker verschmutzten Bereichen, etwa im Eingangsbereich oder rund um den Esstisch. So lässt sich unterscheiden, wie gut der Roboter mit leichter Alltagsverschmutzung im Vergleich zu punktuell stärkeren Verunreinigungen zurechtkommt. Auf diese Weise entsteht ein realistisches Bild darüber, wie viel Arbeit der S10 Ultra im Alltag tatsächlich abnimmt.
Unboxing und erster Kontakt
Beim Auspacken fällt zunächst die Größe der Verpackung auf, die vor allem durch die umfangreiche Dockingstation bestimmt ist. Der Roboter selbst liegt gut gepolstert in einem Kunststofffach, Zubehör und Dokumentation sind übersichtlich verstaut und leicht zugänglich. Zum Lieferumfang gehören der Roboter mit vormontiertem Mop, die große Station mit WaterRecycle™-Einheit, das Netzkabel mit Netzteil, eine zusätzliche Mop-Rolle (falls separat erworben) sowie die Bedienungsanleitung. Insgesamt wirkt der erste Eindruck ordentlich und professionell, auch wenn die Verpackung im Verhältnis zum Inhalt eher großzügig dimensioniert erscheint.
Durch die wuchtige Station erinnert der Karton fast an den Lieferumfang eines kleineren Haushaltsgeräts. Dieser Eindruck setzt sich beim Aufstellen fort, wo die Station wegen ihrer Bauform schnell zur optisch dominanten Komponente wird. In einem geräumigen Flur oder Hauswirtschaftsraum wirkt das weniger auffällig, in kleineren Wohnungen solltet ihr den Stellplatz aber gut überlegen.

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Einrichtung und Inbetriebnahme
Für Aufbau und Erstinstallation inklusive App-Anbindung und Kartenerstellung plane ich rund fünfundvierzig Minuten ein. Zuerst sucht ihr einen ebenen, gut erreichbaren Platz für die Station, anschließend verbindet ihr sie mit dem Stromnetz und paarte den Roboter über die 3i-App mit eurem WLAN. Die Einrichtung der WaterRecycle™-Funktion und das Anlegen der ersten Raumkarte erfordern etwas Geduld, laufen aber insgesamt nachvollziehbar ab. Technikaffine Personen kommen damit meist gut zurecht.
Leichte Schwierigkeiten treten im Test bei älteren Fünf-Gigahertz-Routern auf, wenn das Signal nicht stabil genug oder die Reichweite eingeschränkt ist. Diese Stolpersteine lassen sich oft durch eine bessere Positionierung des Routers oder die Nutzung des Zwei-Komma-Vier-Gigahertz-Bandes entschärfen. Wichtig ist zudem, rund um die Station einige Dezimeter Platz zu lassen, damit der Roboter sicher ein- und ausfahren kann.

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Leistung im Alltag: Sieben Tage mit dem 3i S10 Ultra
Tag eins und zwei: Haptik, Lautstärke und Gesamteindruck
Zu Beginn fällt auf, dass das Gerät trotz seiner kompakten Form ein gewisses Gewicht mitbringt und stabil in der Station sitzt. Die Oberflächen wirken sauber verarbeitet, Spaltmaße und Bedienelemente vermitteln den Eindruck eines sorgfältig konstruierten Haushaltsgeräts. Schon bei den ersten Durchgängen zeigt die automatische Mop-Selbstreinigung, dass sie tatsächlich einen spürbaren Teil der Nacharbeit übernimmt. Im leiseren Modus liegt die Lautstärke um die fünfundfünfzig Dezibel, was ein Arbeiten oder Telefonieren im Nebenzimmer gut zulässt.
Wer sehr offen geschnittene Wohnräume hat, nimmt das Betriebsgeräusch natürlich deutlicher wahr, profitiert aber gleichzeitig von einer schnellen Reinigung großer Flächen. In normalen Wohnungen mit Türen zwischen den Räumen verteilt sich der Schall stärker und wirkt damit weniger präsent. Schon nach den ersten Einsätzen entsteht ein stimmiger Gesamteindruck aus solider Handhabung und praxisgerechter Lautstärke.
Tag drei und vier: Navigation und Reinigungslogik
Die LiDAR- und KI-gestützte Navigation orientiert sich im Test zuverlässig an Wänden, Möbeln und Türdurchgängen. Türen, Stuhlbeine und alltägliche Hindernisse werden in der Regel erkannt und umfahren, sodass der Roboter strukturiert Raum für Raum abarbeitet. Dabei zeigt sich die DirtScan™-Funktion als nützlich, weil stärker verschmutzte Bereiche mehrfach befahren und intensiver gereinigt werden. Die automatische Mop-Anhebung bei Teppichen funktioniert wie vorgesehen, sodass Teppiche nicht nass werden.
Auf sehr strukturreichen oder hochflorigen Teppichen zeigt sich allerdings, dass die Tiefenreinigung nicht immer an die Leistung spezialisierter Teppichreinigung heranreicht. In vielen Haushalten reicht die erzielte Sauberkeit dennoch aus, da dort meist keine extrem tief sitzenden Verschmutzungen anfallen. In sehr dunklen Ecken oder bei problematischen Lichtverhältnissen kommt die Navigation gelegentlich minimal ins Stocken, setzt die Fahrt aber nach kurzer Orientierungspause wieder fort. Schwellen bis zu vierundzwanzig Millimetern überwindet der Roboter im Test zuverlässig, was den Einsatz über Raumgrenzen hinweg deutlich erleichtert.

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Tag fünf und sechs: WaterRecycle™, Wischleistung und Verbrauch
In einer Umgebung mit einer Luftfeuchtigkeit von ungefähr fünfundvierzig Prozent arbeitet das WaterRecycle™-System zuverlässig und sorgt für kontinuierlichen Wassernachschub. Die Station benötigt im aktiven Wasseraufbereitungsmodus bis zu fünfhundert Watt, was über dem Strombedarf vieler einfacher Saugroboter liegt. Im Gegenzug verlängert sich die Zeit, bis ihr Wasser nachfüllen müsst, spürbar. Die Mop-Rolle wird während der Rückkehr zur Station gespült und im Anschluss automatisch getrocknet, wodurch unangenehme Gerüche weitgehend verhindert werden.
Bei stark angetrockneten Flecken, beispielsweise alten Kaffeerändern, sind meist mehrere Durchläufe nötig, um sichtbare Rückstände deutlich zu verringern. In vielen Alltags-Situationen genügt bereits ein Durchgang, insbesondere wenn ihr Verschmutzungen nicht zu lange eintrocknen lasst. Im direkten Vergleich mit Systemen, die mit warmem Wasser arbeiten, wirkt die Reinigungswirkung in tiefen Fugen und Ritzen etwas zurückhaltender. Für normale Wohnsituationen mit regelmäßiger Reinigung liefert der 3i S10 Ultra jedoch eine insgesamt gleichmäßige und solide Wischleistung.
Tag sieben: Alltagserfahrung mit App und Sprachsteuerung
Nach einer Woche zeigt sich, dass der 3i S10 Ultra seine Stärken vor allem bei längeren Reinigungsintervallen ausspielt. Der große Staubbehälter und das Wasserrecyclingsystem ermöglichen es, den Roboter über Wochen mit minimalen Eingriffen laufen zu lassen. Die App bietet zahlreiche Konfigurationsoptionen, von virtuellen Sperrzonen bis hin zu maßgeschneiderten Reinigungsplänen für einzelne Räume. Für Nutzer*innen, die gern an Einstellungen feilen, stellt dies einen deutlichen Mehrwert dar.
Weniger technikaffine Personen benötigen womöglich etwas mehr Zeit, um sich im Funktionsumfang der App zurechtzufinden. Nach der anfänglichen Einrichtung erfordert der tägliche Einsatz jedoch meist nur wenige Fingertipps oder Sprachbefehle. Die Sprachsteuerung über Alexa und Google Assistant funktioniert im Test ohne nennenswerte Aussetzer, sofern das Heimnetz stabil bleibt und der Assistent korrekt eingerichtet ist.

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Subjektive Einschätzung und Nutzer*innenerlebnis
Aus Tester*innensicht stellt die Kombination aus WaterRecycle™-Technik und automatischer Mop-Reinigung einen spürbaren Fortschritt dar. Der Alltag wird erleichtert, weil ihr euch weniger um das Nachfüllen von Wasser, das manuelle Auswaschen des Mops oder das ständige Leeren des Staubbehälters kümmern müsst. Die Saugleistung hinterlässt auf Hartböden und kurzflorigen Teppichen einen überzeugenden Eindruck und eignet sich gut für Familien mit regelmäßigem Schmutzaufkommen. Bei besonders tiefen Teppichstrukturen bleiben einzelne Partikel tendenziell etwas stärker haften, was bei sehr hohen Ansprüchen an die Teppichtiefe eine Ergänzung durch punktuelle manuelle Reinigung sinnvoll machen kann.
„Die Wasser-Recycling-Technologie ist beeindruckend und reduziert deutlich den Aufwand beim Nachfüllen.“
„Die App bietet viele Funktionen, wirkt für Einsteiger jedoch etwas überfrachtet.“
Die Größe der Station und die Komplexität der Software erfordern ein gewisses Maß an Planung und Einarbeitung, bevor die Stärken des Systems voll zur Geltung kommen. In Haushalten mit ausreichend Platz und Interesse an smarter Technik überwiegen die Vorteile klar, da der Roboter eine große Bandbreite an Routineaufgaben übernimmt. Insgesamt wirkt der 3i S10 Ultra wie ein durchdachtes, technisch ambitioniertes System, das insbesondere bei langfristiger Nutzung seine Vorzüge entfaltet.

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Externe Eindrücke und Einordnung
Auswertungen von Nutzerberichten und Fachtests zeichnen ein Bild, das die im eigenen Test gewonnenen Eindrücke weitgehend bestätigt. Besonders hervorgehoben werden die Kombination aus hoher Saugkraft und der großen Autonomie, die durch den Staubbehälter und das WaterRecycle™-System entsteht. Viele Anwender*innen schätzen, dass der Roboter über längere Zeiträume eigenständig arbeitet und nur selten betreut werden muss. Auch die Navigation mit Hinderniserkennung und strukturierter Raumeinteilung wird meist als zuverlässig beschrieben.
Gleichzeitig nennen verschiedene Erfahrungsberichte die komplexe App-Oberfläche als Punkt, der etwas Eingewöhnung erfordert. Die Beseitigung sehr hartnäckiger, eingetrockneter Flecken wird ebenfalls nicht immer als vollständig zufriedenstellend beschrieben, insbesondere wenn hohe Erwartungen an die Wischleistung gestellt werden. Zudem wird gelegentlich angemerkt, dass die Orientierung in sehr dunklen Zonen nicht immer so flüssig ausfällt wie im gut beleuchteten Umfeld. Diese Punkte decken sich mit den Beobachtungen im eigenen Test, fallen aber je nach Nutzungsprofil und Wohnsituation unterschiedlich stark ins Gewicht.
Insgesamt zeigen interne und externe Erfahrungen, dass der 3i S10 Ultra vor allem durch seine hohe Alltagstauglichkeit und den autonom arbeitenden Charakter überzeugt. Die innovative Technik hat ihren Preis, bietet im Gegenzug aber ein System, das vielen Nutzer*innen über einen langen Zeitraum den Putzalltag abnimmt. Wer bereit ist, sich kurz in die App einzuarbeiten und den Stellplatz der Station sorgfältig zu wählen, profitiert im Alltag deutlich.

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Antworten auf praxisnahe Fragen zum 3i S10 Ultra
Wie geht der 3i S10 Ultra mit eingetrockneten Flüssigkeitsflecken um?
Der UltraReach-Mopp rotiert mit dreihundertdreißig Umdrehungen pro Minute und verteilt kontinuierlich Wasser, was auf Hartböden bei frischen oder nur leicht angetrockneten Flecken zu guten Ergebnissen führt. Bei stark eingetrockneten Flüssigkeitsresten zeigt sich im Test, dass manchmal mehrere Fahrten nötig sind, um sichtbare Ränder zu reduzieren. Systeme mit Warmwasserunterstützung haben bei solchen Extremfällen physikalische Vorteile, da Wärme Verkrustungen besser anlösen kann. Im normalen Haushalt fallen derart hartnäckige Flecken aber eher selten an, sodass die Leistung für typische Alltagssituationen ausreichend wirkt.
Welche Auswirkungen hat WaterRecycle™ auf den Wasserhaushalt im Haushalt?
Das WaterRecycle™-System destilliert das gebrauchte Wischwasser und nutzt zusätzlich Luftfeuchtigkeit, um neues Wasser zu generieren. In feuchteren Wohnumgebungen kann die Anlage laut Hersteller bis zu einem Liter Wasser pro Tag bereitstellen, was die manuelle Nachfüllfrequenz deutlich senkt. Dadurch geht der Frischwasserbedarf für die Bodenreinigung spürbar zurück. Gleichzeitig steht dem der höhere Energieaufwand der Station gegenüber, weshalb ihr bei sehr strombewusster Planung abwägen müsst, wie stark ihr die Autonomie gewichtet.
Wie zuverlässig überfährt der Roboter Übergänge zwischen Teppich und Hartboden?
Der 3i S10 Ultra erkennt Teppichbereiche automatisch, hebt dort den Mop an und erhöht die Saugleistung. Übergänge zwischen Fliesen, Parkett und Teppich meistert er im Test unauffällig, solange die Kantenhöhe moderat bleibt. Schwellen von bis zu vierundzwanzig Millimetern werden verlässlich überwunden, was für viele Türen und Raumtrennungen ausreicht. Auf stark strukturierten oder sehr hochflorigen Teppichen bleibt jedoch eine gewisse Einschränkung bei der Tiefenreinigung bestehen, was in normalen Wohnsituationen aber meist akzeptabel ist.
Wie gut navigiert der 3i S10 Ultra durch enge Möbelbereiche?
Dank LiDAR-Sensorik und KI-gestützter Auswertung findet sich der Roboter auch in enger gestellten Räumen gut zurecht. Stuhlbeine, Tischfüße und ähnliche Hindernisse umkurvt er im Test weitgehend sicher, sodass er selbst kompliziertere Möbelkonstellationen abarbeitet. In sehr engen Passagen kann es vereinzelt zu leichtem Verhaken kommen, etwa wenn mehrere Hindernisse unmittelbar aneinandergrenzen. Diese Situationen lösen sich aber meist nach kurzer Zeit von selbst, ohne dass ihr eingreifen müsst.
Wie beeinflusst die App-Steuerung die tägliche Nutzung?
Die App bietet eine dreidimensionale Kartenansicht eurer Wohnräume, in der sich Reinigungszonen definieren, No-Go-Bereiche markieren und Zeitpläne erstellen lassen. Das erhöht die Flexibilität deutlich, weil ihr den Roboter genau dort einsetzen könnt, wo gerade Bedarf besteht. Die Vielzahl an Funktionen wirkt anfangs allerdings komplex und verlangt nach einer kurzen Einarbeitung. Bei instabilen WLAN-Verbindungen kann die Kommunikation zwischen App und Roboter temporär abbrechen, was sich jedoch mit einer besseren Netzabdeckung meist beheben lässt.
Eignet sich der 3i S10 Ultra für Haushalte mit Haustieren?
Für Haushalte mit Tieren ist der Roboter aufgrund der hohen Saugleistung und der Anti-Verhedderungs-Hauptbürste gut geeignet. Haare und lose Schmutzpartikel werden zuverlässig aufgenommen, ohne dass sich sofort Knäuel in der Bürste bilden. Der großzügige Staubbehälter reduziert die Häufigkeit der Entleerung, was bei mehreren Tieren spürbar entlastet. Je nach Fellmenge und Aufenthaltsbereichen eurer Tiere kann dennoch ein gelegentlicher Kontrollblick in die Bürste sinnvoll sein.
Wie gut werden schwer zugängliche Stellen gereinigt?
Mit einer Bauhöhe von rund 11,2 Zentimetern fährt der 3i S10 Ultra unter viele Sofas, Betten und Schränke, sofern deren Unterkante entsprechend hoch liegt. In sehr flachen Nischen bleibt der Zugang baulich bedingt verwehrt, hier ist manuelle Nacharbeit nötig. Seitenbürsten und der UltraReach-Mopp verbessern die Kantenreinigung entlang von Fußleisten und unter leicht überstehenden Möbelkanten. In Ecken verbleiben gelegentlich kleinere Staubreste, was beim Großteil der Rundroboter bauartbedingt vorkommt.
Wie hoch ist der Energiebedarf im Verhältnis zu einfachen Saugrobotern?
Bei diesem Modell liegt der Energieverbrauch höher als bei klassischen Geräten ohne Wasseraufbereitung, da die Station im aktiven Modus bis zu fünfhundert Watt benötigt. Im regulären Saug- und Wischbetrieb bewegt sich der Verbrauch im Rahmen größerer Haushaltsgeräte, fällt aber durch die zusätzliche Aufbereitungsfunktion ins Gewicht. Wer hauptsächlich Wert auf niedrigen Stromverbrauch legt, sollte diesen Aspekt in seine Entscheidung einbeziehen. Im Gegenzug minimiert die Autonomie den eigenen Zeitaufwand, was für viele Nutzer*innen als wesentlicher Vorteil überwiegt.
Welche Kritikpunkte melden Nutzer*innen typischerweise?
Häufig genannt werden die vergleichsweise komplexe App, die bei der ersten Nutzung etwas Einarbeitung verlangt, sowie die begrenzte Leistung bei sehr stark eingetrockneten Flecken. Ebenso fällt der höhere Energiebedarf der Station auf, und das Platzangebot für die große Dockingstation ist nicht in jedem Haushalt ideal. In der Praxis zeigt sich jedoch, dass diese Punkte je nach persönlichem Anspruch und Wohnsituation sehr unterschiedlich bewertet werden, da viele Nutzer*innen den Komfortgewinn stärker gewichten.
Welche Rolle spielt die Luftfeuchtigkeit für das WaterRecycle™-System?
Für eine effiziente Wassergewinnung aus der Raumluft ist eine relative Luftfeuchtigkeit von etwa vierzig Prozent oder darüber hilfreich. In sehr trockenen Räumen sinkt die erzeugte Wassermenge, sodass ihr dort häufiger manuell nachfüllen müsst. An Tagen mit höherer Luftfeuchtigkeit kann das System laut Hersteller bis zu einen Liter Wasser pro Tag generieren und trägt damit spürbar zur Versorgung des Wassertanks bei. Damit hängt die tatsächliche Autonomie in der Praxis stark von euren klimatischen Bedingungen ab.

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Markenhintergrund: 3i und technologische Ausrichtung
Die Marke 3i gehört zum Technologiekonzern Shenzhen Picea Robotics Co., Ltd. und ist auf Smart-Home-Lösungen im Reinigungsbereich spezialisiert. Der Fokus liegt auf hoher Automatisierung, ressourcenschonenden Konzepten und einer möglichst nahtlosen Integration in vernetzte Haushalte. Seit der Übernahme des US-Robotikunternehmens iRobot im Jahr 2025 baut das Unternehmen sein Portfolio und seine Marktpräsenz konsequent aus. Dadurch stehen Know-how aus verschiedenen Robotikbereichen und internationale Erfahrungen zur Verfügung.
Die Philosophie von 3i zielt darauf ab, Hausarbeit durch intelligente Systeme zu entlasten und dabei Wasser- und Energieverbrauch im Blick zu behalten. Technologien wie WaterRecycle™ und kombinierte Saug-Wisch-Lösungen bilden das Herzstück der Produktlinien. Gleichzeitig zeigt sich, dass die Software- und App-Entwicklung noch Potenzial für Feinschliff bietet, etwa bei der Benutzerführung. Neben dem S10 Ultra finden sich im Sortiment weitere Robotermodelle für unterschiedliche Budgets und Anforderungen, die jeweils bestimmte Schwerpunkte setzen.

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Gesamtfazit und Kaufempfehlung
Der 3i S10 Ultra verbindet eine starke Saug- und Wischleistung mit einem auf Autonomie ausgelegten Gesamtkonzept. Besonders hervorzuheben sind das WaterRecycle™-System und die automatische Mop-Selbstreinigung, die den manuellen Pflegeaufwand deutlich einschränken und lange Wartungsintervalle ermöglichen. Die Kombination aus präziser Navigation, variablen Reinigungsplänen und großem Staubbehälter macht den Roboter zu einem geeigneten Partner für größere Haushalte mit regelmäßiger Nutzung. In puncto Teppich-Tiefenreinigung verbleibt etwas Spielraum nach oben, insbesondere bei sehr strukturierten oder hochflorigen Belägen.
Mit einem Preis von rund 1.100 Euro positioniert sich der 3i S10 Ultra im oberen Segment und richtet sich vor allem an technisch interessierte Anwender*innen, die Wert auf einen hohen Automatisierungsgrad legen. Wer in kleinerem Rahmen wohnt oder nur geringe Ansprüche an die Automatisierung hat, könnte die ausladende Station und die Funktionsfülle der App als etwas überdimensioniert empfinden. In Haushalten mit mehreren Etagen, Familienmitgliedern und Haustieren spielen dagegen die lange Autonomie und die reduzierte Wartung ihre Stärken voll aus.
Besonders empfehlenswert ist der 3i S10 Ultra für Familien, Bewohner*innen von Mehrstöckern und Tierhaushalte, die bewusst in ein innovatives, wartungsarmes Reinigungssystem investieren möchten und bereit sind, sich kurz in die smarte Steuerung einzuarbeiten.
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