Der Online-Gigant Amazon stärkt seine Kooperation mit dem KI-Unternehmen Anthropic durch eine neue Finanzspritze in Milliardenhöhe, um die Position gegenüber dem Wettbewerber OpenAI zu festigen.
Neue KI-MilliardenAmazon vertieft Allianz mit OpenAI-Rivale Anthropic

Anthropic gilt mit seiner KI-Software Claude als schärfster Rivale des ChatGPT-Entwicklers OpenAI. (Archivbild)
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Eine zusätzliche Investition im Milliardenbereich festigt die Zusammenarbeit zwischen dem Internethändler Amazon und Anthropic, einem Konkurrenten von OpenAI. Laut Meldungen der Deutschen Presse-Agentur (dpa) fließen zunächst 5 Milliarden US-Dollar (entspricht 4,2 Milliarden Euro) an die Firma hinter dem KI-Chatbot Claude. Eine künftige Aufstockung der Summe auf bis zu 20 Milliarden Dollar gilt als möglich.
Amazon galt bereits vor dieser Zusage als einer der Hauptfinanziers von Anthropic, mit einem bisherigen Engagement in Höhe von acht Milliarden Dollar. Durch die frischen Mittel wird das Bündnis der beiden Konzerne im Konkurrenzkampf gegen OpenAI, die Firma hinter ChatGPT, weiter gestärkt.
Vereinbarung umfasst Nutzung von Amazon-Chips
Bestandteil des Abkommens ist außerdem, dass Anthropic für die Entwicklung seiner KI-Systeme die von Amazon hergestellten „Trainium“-Spezialchips verwenden wird. Im Gegenzug beabsichtigt das Unternehmen hinter Claude, im Verlauf der nächsten Dekade mehr als 100 Milliarden Dollar für Computerchips und die von Amazon bereitgestellte Rechenleistung auszugeben.
Mit seinem Tochterunternehmen AWS ist der globale E-Commerce-Marktführer gleichzeitig auch der führende Lieferant für Cloud-Services auf dem Weltmarkt. Dadurch wird die erforderliche technische Grundlage für Applikationen der künstlichen Intelligenz zur Verfügung gestellt.
Auseinandersetzung mit US-Behörden und potenzielles Cyber-Risiko
Die Firma Anthropic, die als bedeutender Wettbewerber von OpenAI angesehen wird, sorgte in jüngster Zeit wiederholt für mediale Aufmerksamkeit. Ein Disput mit der amerikanischen Regierung entstand, weil sich das Unternehmen weigerte, seine KI-Technologien für den Gebrauch in autonomen Waffensystemen oder für die Massenüberwachung innerhalb der Vereinigten Staaten bereitzustellen.
Infolgedessen stufte das Pentagon Anthropic laut dpa als ein Risiko für die Lieferkette ein. Diese Klassifizierung könnte die Nutzung der Firmensoftware durch Regierungsstellen signifikant behindern. Gegen diese Bewertung hat das Technologieunternehmen rechtliche Schritte eingeleitet.
Zugleich verdeutlichte Anthropic unlängst den Stellenwert seiner Entwicklungen für die amerikanische Regierung. Mit einem neuen, nicht-öffentlichen Modell namens „Claude Mythos Preview“ können Sicherheitslücken in Programmen gefunden werden, die teilweise seit Jahrzehnten verborgen waren. Einerseits stellt dies in den falschen Händen eine bedrohliche digitale Waffe dar. Andererseits könnte es Washington befähigen, die eigenen IT-Strukturen abzusichern und ausländische Sicherheitslücken für Spionageaktivitäten auszunutzen.
Laut eigenen Aussagen beabsichtigt Anthropic nicht, „Mythos Preview“ für die Öffentlichkeit freizugeben. (dpa/bearbeitet durch Gemini 2.5 Pro)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.