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Mehr Waren aus ChinaExporte nach Deutschland wachsen, EU diskutiert Schutz

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Hafen von Tangshan

In chinesischen Häfen herrscht Hochbetrieb. Trotz Unsicherheiten durch den Iran-Krieg wächst der Außenhandel der zweitgrößten Volkswirtschaft weiter kräftig. (Archivbild)

Trotz interner Probleme boomt Chinas Außenhandel. Die Exporte und Importe legten im Mai überraschend stark zu.

Ein bemerkenswertes Wachstum im Außenhandel verzeichnete China im Mai, ungeachtet der durch den Iran-Krieg erhöhten globalen Unsicherheit. Laut Mitteilung der nationalen Zollbehörde stiegen die Exporte der zweitgrößten Volkswirtschaft um 19,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, berechnet in US-Dollar. Die Importe wuchsen um 27,4 Prozent, was zu einem Handelsbilanzüberschuss von 105,4 Milliarden US-Dollar (etwa 91 Milliarden Euro) führte.

Diese Zuwachsraten übertreffen die bereits robusten Ergebnisse des Vormonats. Die Nachfrage aus dem Ausland erweist sich damit als ein zentraler Pfeiler für die chinesische Wirtschaft. Diese kämpft mit internen Schwierigkeiten wie einer schwachen Inlandsnachfrage, einer fortwährenden Krise am Immobilienmarkt und industriellen Überkapazitäten.

Diskrepanz im Handel mit EU und Deutschland

Die Tendenz spiegelt sich auch in den Handelsbeziehungen mit Europa wider. Chinas Lieferungen in die Europäische Union expandierten um 7,6 Prozent, während die Einfuhren aus der EU um 1,3 Prozent sanken. Im Austausch mit Deutschland zeigt sich ein ähnliches Muster: Die chinesischen Ausfuhren erhöhten sich um 9,3 Prozent, wohingegen die Importe aus Deutschland um 6,2 Prozent zurückgingen.

Der florierende Außenhandel verursacht jedoch Reibungen mit Handelspartnern, die Pekings auf Export und Industrie gestütztes Wirtschaftsmodell kritisieren. In der EU wird deshalb intensiv erörtert, wie die heimischen Industrien wirksamer vor dem Importdruck aus China geschützt werden können.

Treiber des Exports: Technologie und Vorzieheffekte

Angetrieben werden die Ausfuhren insbesondere durch den Verkauf von Elektronik, Technologieprodukten für Rechenzentren und umweltfreundlichen Technologien wie Elektroautos, Lithium-Ionen-Batterien sowie Photovoltaik-Anlagen. Ferner könnten ausländische Unternehmen Aufträge vorgezogen haben, um sich gegen potenzielle Lieferkettenstörungen abzusichern.

Besonders stark expandierten die Exporte in die USA (+35,4 Prozent), zugleich stiegen die Importe von dort um 20,4 Prozent. Der Ökonom Lynn Song von der niederländischen Bank ING merkte jedoch an, dass der kräftige Anstieg der US-Exporte hauptsächlich auf einen statistischen Basiseffekt zurückzuführen sei. Als Grund nannte er den Handelsstreit zwischen den USA und China, der im Vergleichsmonat Mai 2025 einen Höhepunkt erreicht hatte. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.