Abo

Navigation

KStA PLUS abonnieren

Abo-Angebote

Artikel teilen

Schriftgröße ändern

Artikel zur Merkliste hinzugefügt

Rückgangig

Artikel von der Merkliste entfernt

Sie folgen nun

Rückgangig

Sie folgen

Facebook-Konzern Meta muss wegen Datenleck 265 Millionen Euro Strafe zahlen

Das Meta-Logo auf einem Computerbildschirm, umrandet von einem schwarzem Kreis.

Meta hat gegen zwei Artikel der europäischen Datenschutz-Grundverordnung verstoßen.

Die irische Datenschutzkommission verurteilte den US-Konzern Meta wegen gehackter Nutzerdaten. Es geht um die Daten von einer halben Milliarde Facebook-Nutzern.

Der Facebook-Mutterkonzern Meta muss wegen Verstößen gegen den Datenschutz in der EU eine hohe Strafe von 265 Millionen Euro zahlen. Die irische Datenschutzkommission (DPC) verhängte die Strafe nach Beendigung eines „umfangreichen Untersuchungsprozesses“ und in Kooperation mit allen anderen Datenschutzbehörden in der EU, wie sie am Montag mitteilte. Es geht um die Daten von einer halben Milliarde Facebook-Nutzern, die auf einer Hacker-Website veröffentlicht worden waren.

Meta hat seinen Europasitz im irischen Dublin, ebenso wie etwa die Technologieriesen Google und Apple. Daher ist die dortige DPC die verantwortliche Behörde in Datenschutzfragen. Ihre Untersuchung gegen Facebook hatte sie im April 2021 eingeleitet. Die DPC befand nun, dass Meta gegen zwei Artikel der europäischen Datenschutz-Grundverordnung verstoßen hat. Dem Konzern wurden auch Anpassungsmaßnahmen auferlegt, um die Daten seiner Nutzerinnen und Nutzer künftig adäquat zu schützen. Meta reagierte nicht unmittelbar auf die verhängte Strafe.

Facebook selbst hatte in der Vergangenheit erklärt, die Daten seien von Hackern 2019 abgegriffen worden, die ein Instrument zur besseren Suche nach möglichen Freundinnen und Freunden genutzt hatten. Meta ist immer wieder zu Strafen wegen Datenschutzverstößen verurteilt worden. So bekam der Dienst Instagram erst im September eine Rekordstrafe von 405 Millionen Euro wegen Verstößen gegen europäisches Datenschutzrecht aufgebrummt. Dabei ging es um den Umgang mit Daten Minderjähriger in dem Bilderdienst. (afp)