Abo

Zuwanderer zieht es westwärtsStudie: Fachkräfte meiden ostdeutsche Bundesländer

2 min
Arbeitsmarkt

Zugewanderte Fachkräfte zieht es einer Studie zufolge deutlich häufiger in Stadtstaaten und westdeutsche Bundesländer. (Symbolbild)

Qualifizierte Zuwanderer meiden Ostdeutschland. Eine IW-Studie zeigt, dass sie lieber in Stadtstaaten und Westdeutschland leben.

Qualifizierte Arbeitskräfte aus dem Ausland umgehen laut einer Erhebung mehrheitlich die östlichen Bundesländer. Stattdessen bevorzugen sie klar die Stadtstaaten sowie westdeutsche Regionen. Diese Erkenntnis basiert auf einer Analyse des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), deren Zusammenfassung der Deutschen Presse-Agentur zur Verfügung steht.

Die Daten für 2024 belegen, dass in den Metropolen Berlin, Bremen sowie Hamburg etwa jede vierte qualifizierte Person im Ausland zur Welt kam. In den westlichen Bundesländern Hessen sowie Baden-Württemberg belief sich die Quote auf über ein Fünftel. Demgegenüber steht laut der Untersuchung ein Wert von unter neun Prozent in den ostdeutschen Bundesländern.

Große regionale Unterschiede bei Zuwanderung

Bundesweit betrug die Quote der im Ausland geborenen Personen in der Altersgruppe von 25 bis 64 Jahren für das Jahr 2024 insgesamt 24,8 Prozent, wie das IW berichtet. Eine besonders hohe Konzentration von qualifizierten Einwanderern wurde in Berlin (27,1 Prozent), Bremen (24,7 Prozent) sowie Hamburg (24,4 Prozent) festgestellt.

Bei den Flächenstaaten zeigten Hessen mit 22,4 Prozent und Baden-Württemberg mit 21,4 Prozent die höchsten Quoten. Erheblich geringer war der Wert dagegen in östlichen Bundesländern, darunter Mecklenburg-Vorpommern (6,9 Prozent), Sachsen-Anhalt (7,1 Prozent) und Brandenburg (7,4 Prozent).

Kaiser fordert mehr Offenheit im Osten

Die Beauftragte der Bundesregierung für den Osten, Elisabeth Kaiser, hob angesichts der Ergebnisse die Schwierigkeiten durch die demografische Entwicklung hervor. Zur Deckung des Fachkräftebedarfs sei Ostdeutschland auf Immigration angewiesen, äußerte sie gegenüber den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Notwendig dafür sei eine Willkommenskultur vor Ort. Eine Bedrohung seien populistische Parteien, welche Ressentiments gegen Zuwanderer verbreiten. (dpa/bearbeitet durch Gemini 2.5 Pro)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.