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Große Gehalts-UnterschiedeIm Osten wird fast 10.000 Euro weniger verdient als im Westen

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Bruttojahresverdienste

Das Statistische Bundesamt hat die Spanne der Bruttolöhne neu berechnet.

Obwohl der Medianverdienst zunahm, bestehen weiterhin erhebliche Einkommensunterschiede zwischen den Landesteilen und Gehaltsgruppen.

Für Vollzeit arbeitende Menschen in der Bundesrepublik erhöhte sich der mediane Bruttojahreslohn im Vorjahr um 1.907 Euro. Laut Meldungen der dpa, die sich auf das Statistische Bundesamt beziehen, bekam die eine Hälfte der Arbeitnehmer inklusive aller Zusatzleistungen einen Betrag von 54.066 Euro oder mehr.

Die Einkommensverteilung weist nach wie vor eine beträchtliche Streuung auf. Wer zu den obersten zehn Prozent der Einkommensbezieher zählen wollte, benötigte ein jährliches Salär von mindestens 100.719 Euro. Dagegen beliefen sich die Einkünfte im niedrigsten Zehntel der Lohnskala auf 33.828 Euro oder weniger.

Verdienstunterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland

Die stichprobenartige Untersuchung offenbarte zudem erhebliche geografische Disparitäten. In den neuen Bundesländern (Berlin ausgenommen) betrug der Medianverdienst 46.013 Euro. Dieser Wert liegt um 9.422 Euro unter dem Niveau in Westdeutschland.

Der hier genannte mittlere Bruttolohn ist der Median. Jener Wert markiert die Grenze, über der die eine Hälfte der Arbeitnehmer liegt und unter der die andere Hälfte ein Einkommen bezieht. Mit 64.441 Euro fällt der arithmetische Mittelwert aller Gehälter merklich höher aus, was auf die verzerrende Wirkung von Spitzengehältern zurückzuführen ist. Zum Beispiel erhielt im Vorjahr ein Prozent der Beschäftigten – wie etwa Flugzeugführer oder Führungskräfte – 219.110 Euro und mehr. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.