Ein historischer Schritt für deutsche Baustellen: Ab dem 1. April werden die Löhne in Ost und West angeglichen. Eine lange Phase der Ungleichbehandlung findet damit ihr Ende.
Historischer Schritt auf dem BauErstmals einheitlicher Lohn für Ost- und Westdeutschland

Auf den deutschen Baustellen gilt ab April ein bundesweit einheitliches Tarifgefüge.
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Rund 35 Jahre nach der Wiedervereinigung Deutschlands wird zum 1. April eine einheitliche Bezahlung für Baustellen in den alten und neuen Bundesländern eingeführt. Laut Mitteilung der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) erfolgt eine stärkere Anhebung der Einkommen im Osten um 5,3 Prozent im Vergleich zum Westen mit einem Zuwachs von 3,9 Prozent. Auf diese Weise soll die seit vielen Jahren existierende Diskrepanz ausgeglichen werden.
Carsten Burckhardt, der stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft, nannte diese Entwicklung einen historischen Meilenstein. In einer Verlautbarung, die auch von der „dpa“ aufgegriffen wurde, äußerte er: „Mehr als 35 Jahre nach der Wiedervereinigung gilt endlich: Ein Land – ein Lohn, ein Gehalt“. Mit der kompletten Anpassung der Gehälter werde eine Dekaden andauernde ungleiche Behandlung beendet.
Ergebnis eines langen Arbeitskampfes
Burckhardt zufolge wurde dieses Resultat mit erheblicher Beharrlichkeit verfolgt. Der Vereinbarung sei beispielsweise eine Arbeitsniederlegung von fast drei Wochen vorangegangen. Bei der jetzt realisierten Anpassung handelt es sich um den dritten Schritt aus dem Tarifabkommen, das 2024 vereinbart wurde.
Bedeutung für den Kölner Raum
Bundesweit zählt das Bauhauptgewerbe etwa 920.000 Beschäftigte. Ein erheblicher Teil davon, nämlich weit über 600.000 Personen, ist im Westen und damit auch im Kölner Raum tätig. Die Geltungsdauer des gegenwärtigen Tarifabkommens erstreckt sich nach Angaben der IG BAU bis zum 31. März 2027. (red)
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