Kann eine KI bei der Steuererklärung helfen? Ein Experiment an einer Hochschule zeigt: Bei komplexen Fällen versagt die KI.
KI im PraxistestChatbot scheitert an Steuer-Klausur – Professor warnt

Bei Problemen die KI fragen? Was mitunter sinnvoll sein kann, ist bei steuerlichen Sachverhalten eher eingeschränkt zu empfehlen.
Copyright: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Welchen Nutzen bietet Künstliche Intelligenz (KI) tatsächlich bei Steuerthemen? Dieser Frage ging Prof. Claus Koss nach. Der Dozent an der Fakultät Business and Management der OTH Regensburg ließ einen frei zugänglichen Chatbot eine Klausurprüfung in den Fächern Bilanzierung und Steuerrecht absolvieren, doch das Resultat war enttäuschend.
Für die Bearbeitung der Prüfungsaufgaben benötigte das KI-System mit ungefähr zwei Stunden nicht nur deutlich mehr Zeit – mindestens eine halbe Stunde länger als die menschlichen Teilnehmer. Darüber hinaus berichtete Koss, dass er wiederholt nachhaken musste, um von der Maschine präzise Antworten zu erhalten.
Routineaufgaben ja, komplexe Fälle nein
Zwar meisterte die Technologie Standardaufgaben sowie übliche Fangfragen ohne Probleme. Ein anderes Leistungsniveau offenbarte sich aber, sobald ein steuerlicher Sachverhalt in seiner Gesamtheit bewertet werden musste. Nach Aussage des Professors war es ihm nicht möglich, ohne weitere Rückfragen zu einem fachlich korrekten Ergebnis zu gelangen. Ohne diese klärenden Nachfragen wären die Resultate überdies inkorrekt ausgefallen.
Was das für Ihre Steuererklärung bedeutet
Nach Überzeugung von Koss lassen sich die Erkenntnisse aus seinem KI-Experiment direkt auf die Praxis übertragen. Wer seine Steuererklärung anfertigt, sollte sich deshalb keinesfalls blind auf eine KI stützen. Wenn Sie keine fundierten eigenen Steuerkenntnisse besitzen, sollten Sie daher immer zusätzliche Informationsquellen konsultieren oder einen Experten damit beauftragen. (dpa/red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.