Der Tech-Konzern Meta entlässt fast 8.000 Angestellte. Künstliche Intelligenz soll die Arbeit künftig übernehmen.
KI ersetzt den MenschenMeta entlässt Tausende Mitarbeiter, weitere Firmen folgen

Die Meta-Mitarbeiter sollen erst am 20. Mai erfahren, wer den Job verliert. (Archivbild)
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Beim Technologiekonzern Meta steht eine weitreichende Personalreduzierung an. Wie die dpa meldet, werden zum 20. Mai beinahe 8.000 Angestellte ihre Jobs verlieren, was etwa einem Zehntel der Belegschaft entspricht. Zusätzlich plant das Unternehmen, rund 6.000 offene Positionen nicht nachzubesetzen. Dieser Schritt wird als Indikator für einen Wandel in der Tech-Branche gesehen, bei dem künstliche Intelligenz menschliche Arbeitsplätze im Silicon Valley zunehmend verdrängt.
Bereits zu Jahresbeginn hatte der Vorstandsvorsitzende von Meta, Mark Zuckerberg, eine Prognose abgegeben. Er bezeichnete 2026 als das Jahr, in dem KI die Arbeitsmethoden „dramatisch“ umgestalten werde. Der Gründer von Facebook äußerte sich begeistert darüber, dass „Projekte, die früher ein großes Team brauchten, nun von einer einzigen, sehr begabten Person erledigt werden“.
Vier Wochen Ungewissheit für die Belegschaft
Da die Ankündigung im April erfolgte, sehen sich die Mitarbeiter nun einer rund vierwöchigen Phase der Unsicherheit gegenüber, in der unklar ist, wessen Stelle betroffen sein wird. In einer internen E-Mail gestand Personalchefin Janelle Gale zu, dass diese Situation „unglaublich aufreibend“ sei. Die vorzeitige Bekanntgabe der noch nicht abgeschlossenen Pläne sei jedoch durch Informationslecks erzwungen worden.
Die Fähigkeit künstlicher Intelligenz, Software zu entwickeln, ist ein wesentlicher Faktor für diese Entwicklung. Unternehmen können dadurch Stellen für Programmierer reduzieren. Anstatt von Menschen geschrieben zu werden, wird Softwarecode immer öfter durch KI generiert, wobei die menschliche Aufgabe primär in der Überwachung liegt. Bei Google beispielsweise werden laut aktuellen Informationen schon 75 Prozent des neuen Programmcodes mit KI-Hilfsmitteln erstellt.
KI-Agenten als Vision für die Zukunft
Als nächste Evolutionsstufe gelten sogenannte KI-Agenten, also Programme, die selbstständig Aufgabenketten bearbeiten können. Andrew Bosworth, Technikchef und enger Vertrauter Zuckerbergs, skizzierte dies in einer weiteren internen Nachricht als Zukunftsvision für Meta, wie das „Wall Street Journal“ berichtete. Demnach sollen diese Agenten den Hauptteil der Tätigkeiten übernehmen. Die Funktion der menschlichen Angestellten wäre es dann, sie „anzuführen, zu prüfen und ihnen zu helfen, besser zu werden“, so ein Zitat aus der Mitteilung.
Im Silicon Valley sind Meldungen über Personalabbau mittlerweile an der Tagesordnung, meist im Umfang von mehreren hundert Stellen. Ein besonders markantes Beispiel ereignete sich etwa zwei Monate vor der Ankündigung von Meta: Der Bezahldienst Block, gegründet von Twitter-Mitbegründer Jack Dorsey, entließ über 4.000 seiner 10.000 Mitarbeiter.
Twitter-Mitgründer Dorsey sieht „neue Art zu Arbeiten“
Jack Dorsey erklärte auf der Plattform X, dass nicht finanzielle Nöte der Grund für diese drastische Maßnahme gewesen seien. Das Unternehmen wachse und sei profitabel, aber „etwas hat sich verändert.“ Er führte aus, dass die Kombination von KI-Anwendungen und kleineren Arbeitseinheiten eine „neue Art zu Arbeiten“ schaffe, die den Aufbau und die Leitung von Firmen fundamental umgestaltet.
Dorsey ging in seiner Prognose noch einen Schritt weiter. Er sagte voraus, dass „die Mehrheit der Unternehmen“ innerhalb eines Jahres zu ähnlichen Bewertungen gelangen und vergleichbare organisatorische Umstrukturierungen vornehmen werde.

Jack Dorsey feuerte mehr als 40 Prozent der Belegschaft bei seinem Zahlungsdienstleister Block - und glaubt, dass andere Unternehmen einen ähnlichen Weg gehen werden. (Archivbild)
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Von Meta hieß es zur Begründung der Kündigungen, man wolle die Effizienz steigern und die Kostenbilanz verbessern. Gleichzeitig investiert der Konzern erheblich in seine Infrastruktur für künstliche Intelligenz. Für das laufende Jahr sind dafür Kapitalaufwendungen in Höhe von 115 bis 135 Milliarden US-Dollar (entspricht 98,44 Mrd. bis 115,56 Mrd. Euro) veranschlagt. (dpa/bearbeitet durch Gemini 2.5 Pro)
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