Die Deutsche Bank hat ihr Führungsteam in Nordrhein-Westfalen neu geordnet. Köln-Chefin Bowenkamp ist bereits im Ruhestand, NRW-Chef Buschmann bleibt noch bis zum Jahresende.
KreditinstitutDeutsche Bank baut Führung in NRW um

Sigrid Bowenkamp und Thomas Buschmann
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Die Deutsche Bank hat ihr Führungsteam in Nordrhein-Westfalen neu geordnet. Die bislang in Köln ansässige NRW-Privatkundenchefin Sigrid Bowenkamp wurde zum Jahreswechsel nach vier Jahrzehnten bei dem Kreditinstitut in den Ruhestand verabschiedet.
Durch die Aufteilung der Deutschen Bank in „Personal Bank“ und Vermögenskunden (Wealth Management) verteilt sich ihre Nachfolge auf mehrere Köpfe. Neuer Köln-Chef im Privatkundengeschäft wird Christian Mangertz. Das Kölner Personal-Banking, zu dem auch die Tochter Postbank gehört, leitet künftig Ilja Keller, der auch für Düsseldorf zuständig ist. Daniel Dalter leitet das Vermögenskundengeschäft in der Region Düsseldorf. Das teilte die Deutsche Bank zum Düsseldorfer Neujahrsempfang diese Woche mit.
Deutsche Bank mit Rekordgewinn
Auch auf Landesebene gibt es Veränderungen. Tino Franzen hat zum 15. Januar 2026 die Leitung der Unternehmensbank in der Region Nordwest mit Sitz in Düsseldorf übernommen. Er folgt auf Thomas Buschmann, der diese Position seit 2011 innehatte. Buschmann bleibt bis zu seinem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst Ende 2026 Leiter der regionalen Geschäftsleitung für die Gesamtregion West (NRW). Damit ist Buschmann der ranghöchste der 7000 Deutsch-Banker im bevölkerungsreichsten Bundesland.
Buschmann ist in Personalunion auch Präsident des Bankenverbandes NRW, in dem die privaten Geldhäuser, darunter auch die Commerzbank, zusammengeschlossen sind. Buschmann als Leiter NRW geht zum Jahresende in den Ruhestand. Die Nachfolge in diesem Amt ist nach Angaben eines Sprechers des größten deutschen Kreditinstituts noch nicht entschieden.
Die Deutsche Bank hat im vergangenen Jahr einen Rekordgewinn verzeichnet. Das Geldhaus erzielte 2025 einen Gewinn vor Steuern von 9,7 Milliarden Euro. Das ist ein Plus von 84 Prozent im Vergleich zu 2024. „Diese Zahlen sind das Ergebnis unserer harten Transformationsarbeit“, sagte Deutsche-Bank-Finanzvorstand James von Moltke beim Neujahrsempfang. Auch er verlässt 2026 die Bank, wohin er wechselt, ist nicht bekannt.

