Der Sportwagenhersteller Porsche gibt drei Tochtergesellschaften auf. Von der Schließung sind rund 500 Mitarbeiter betroffen.
Krise bei Porsche spitzt zuSportwagenbauer schließt drei Tochterfirmen mit 500 Jobs

Porsche will drei Tochterfirmen nicht fortführen. (Archivbild)
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Porsche, der in Schwierigkeiten befindliche Hersteller von Sportwagen, richtet sich neu aus und gibt drei Tochtergesellschaften auf. Die Firmen Cellforce (Batterien), eBike Performance GmbH und Cetitec (Software) werden nicht fortgeführt, wie der Konzern aus Stuttgart verlauten ließ. Diese Entscheidung wurde vom Vorstand und dem Aufsichtsrat getroffen.
Ungefähr 500 Mitarbeiter sind von diesen Schließungen insgesamt betroffen. Laut Vorstandschef Michael Leiters ist eine Konzentration auf das Kerngeschäft für den Autobauer zwingend erforderlich. Dies sei die fundamentale Basis für eine gelingende strategische Neuaufstellung. Leiters äußerte: „Das zwingt uns zu schmerzhaften Einschnitten – auch bei unseren Tochtergesellschaften“. Vorerst bleibt unklar, bis wann die Auflösung der Tochterunternehmen abgeschlossen sein soll.
Batterietochter Cellforce: Strategieänderung besiegelt das Ende
Schon im August des Vorjahres verkündete die VW-Tochter Stellenstreichungen bei Cellforce in Kirchentellinsfurt (Baden-Württemberg). Laut Informationen der Deutschen Presse-Agentur war seinerzeit ein Anteil von über zwei Dritteln der 280 Angestellten tangiert. Die ursprüngliche Planung sah vor, dass sich das Tochterunternehmen zukünftig der Forschung und Entwicklung widmen sollte.
Die Ursache für die aktuelle Maßnahme liegt in einer strategischen Kursänderung: eine Abkehr von ehrgeizigen Elektromobilitäts-Vorgaben hin zu einer stärkeren Betonung von Verbrennern. Porsche informierte: „Im Rahmen der strategischen Neuausrichtung mit einer technologieoffenen Antriebsstrategie besteht für Cellforce keine ausreichend tragfähige Perspektive mehr“. Ungefähr 50 Beschäftigte sind von diesen Stellenstreichungen betroffen.
Schließung betrifft auch E-Bike- und Software-Bereiche
Die Porsche eBike Performance GmbH, ins Leben gerufen zur Entwicklung von Antriebssystemen für E-Bikes, beendet ihre Tätigkeit. Als Grund werden „grundlegend veränderter Marktbedingungen“ genannt. An den Standorten Ottobrunn und Zagreb sind von der Schließung des Betriebs etwa 350 Angestellte berührt.
Bei der Softwarefirma Cetitec mit Sitz in Pforzheim sind durch die geplante Abwicklung etwa 60 Mitarbeiter in Deutschland und 30 in Kroatien betroffen. Dort wird die Geschäftsleitung nun Gespräche mit dem Betriebsrat aufnehmen.
Porsche: Gespräche über zusätzlichen Personalabbau laufen
Bereits im März hatte Porsche-Chef Leiters weitreichende zusätzliche Stellenstreichungen in Aussicht gestellt, die auf ein erstes Sparprogramm folgen. In der Stuttgarter Region ist geplant, bis zum Jahr 2029 circa 1.900 Arbeitsplätze auf sozialverträgliche Weise abzubauen. Des Weiteren liefen die Kontrakte von rund 2.000 befristeten Angestellten aus. Die Gespräche über ein zweites Sparprogramm dauern schon länger an, haben aber noch zu keinem Resultat geführt. (dpa/red)
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