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Sorge trotz MilliardengewinnAirline rechnet wegen Iran-Krieg mit steigenden Kosten

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Ryanair

Billigflieger Ryanair: Hohe Kosten erwartet nach Milliardengewinn. (Archivbild)

Der Billigflieger Ryanair blickt unsicher in die Zukunft. Steigende Kosten könnten auch Flüge ab Köln/Bonn teurer machen.

Ryanair: Kostenanstieg erwartet – was bedeutet das für Flüge ab Köln? Trotz eines Milliardengewinns blickt der größte europäische Billigflieger unsicher in die Zukunft. Geopolitische Konflikte und Kerosinpreise belasten die Prognose. Die Auswirkungen auf Ticketpreise sind noch unklar.

Für das aktuelle Geschäftsjahr prognostiziert Ryanair, der größte Low-Cost-Carrier Europas, einen erheblichen Kostenanstieg, der auf den Iran-Konflikt zurückzuführen ist. Die Ausgaben für Treibstoff, Mitarbeiter und die Instandhaltung der Flotte werden voraussichtlich zunehmen, so eine Mitteilung des irischen Unternehmens aus Dublin. Diese Erwartung steht im Kontrast zu dem beachtlichen Milliardengewinn, den die Fluglinie im vorangegangenen Geschäftsjahr, das Ende März schloss, erzielen konnte.

Der Vorstandsvorsitzende Michael O'Leary verzichtete allerdings darauf, eine Voraussage für das kommende Geschäftsjahr zu treffen. O'Leary führte aus, dass es für eine verlässliche Gewinnvorhersage gegenwärtig noch zu zeitig sei. Die Situation wird als ungewiss eingeschätzt, auch wenn das Unternehmen bereits 80 Prozent seiner Kerosinaufwendungen durch Hedging gesichert hat.

Geopolitische Risiken und Treibstoffkosten als Unsicherheitsfaktoren

Der Ausgang des Geschäftsjahres sei maßgeblich von äußeren Faktoren abhängig. O'Leary nannte hierzu die Zuspitzung der Auseinandersetzung im Nahen Osten, den Krieg Russlands in der Ukraine, potenzielle Engpässe bei der Kerosinlieferung und anhaltend hohe Preise für den ungesicherten Treibstoffbedarf.

O'Leary erwartet, im Juli mit der Vorlage der neuen Quartalsergebnisse eine präzisere Bewertung der Lage liefern zu können. Unklar bleibt, welche Auswirkungen dies auf die Flugpreise, beispielsweise für Verbindungen vom Airport Köln/Bonn, haben wird. Es ist jedoch gängige Praxis, dass Fluggesellschaften gestiegene operative Aufwendungen auf die Kunden umlegen.

Positives Ergebnis im Vorjahr trotz Herausforderungen

Im vorangegangenen Geschäftsjahr stiegen die Erlöse von Ryanair um elf Prozent und erreichten 15,5 Milliarden Euro, was auf ein höheres Passagieraufkommen und teurere Flugscheine zurückzuführen ist. Der Nettogewinn verzeichnete einen Anstieg von mehr als einem Drittel und erreichte beinahe 2,2 Milliarden Euro.

Nach Abzug einer in Italien verbuchten Buße belief sich der Profit auf 2,26 Milliarden Euro und übertraf damit die durchschnittlichen Prognosen von Analysten. Das Unternehmen bestreitet weiterhin die von der Wettbewerbsaufsicht in Italien auferlegte Sanktion und hat lediglich ein Drittel des Betrags als außerordentlichen Posten bilanziert. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.