Wegen sinkender Verkaufszahlen in China senkt VW seine Prognose. Auch Gewinnmargen und Produktionskapazitäten werden reduziert.
Schwache Zahlen bei VWKonzern senkt Verkaufsziele und schließt Werke in China

Mit in China entwickelten E-Modelle D.Unyx 08 will VW dort wieder Boden gutmachen. (Archivfoto)
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Volkswagen senkt Prognose für chinesischen Markt
Angesichts sinkender Verkaufszahlen passt der Automobilkonzern seine Ziele in China an. Auch die Gewinnmargen und Produktionskapazitäten werden reduziert.
Volkswagen reagiert auf unbefriedigende Verkaufsresultate in China und korrigiert seine Ambitionen für die Volksrepublik. „Auch wir passen unsere Planung an“, äußerte VW-China-Chef Ralf Brandstätter laut dpa gegenüber dem „Handelsblatt“. Er ergänzte: „Statt von 3,5 bis vier Millionen Fahrzeugen gehen wir für 2030 eher von rund 3,2 Millionen aus.“ Diese neue Zielsetzung entspräche weiterhin circa einem Drittel des globalen Absatzes, bedeutet jedoch einen Rückgang um etwa eine Million Automobile gegenüber 2019. Damals setzte der Hersteller in China 4,2 Millionen Einheiten ab.
Auf dem für das Unternehmen weiterhin bedeutendsten Markt wurde im Vorjahr ein erneuter Absatzrückgang um acht Prozent auf weniger als 2,7 Millionen Automobile registriert. Brandstätter machte keine genauen Angaben, ob sich die Situation im laufenden Jahr verbessern wird. „2026 ist ein Übergangsjahr“, konstatierte er. „Ob wir beim Absatz über oder unter Vorjahr liegen werden, kann ich aktuell noch nicht sagen.“ Die nun startende Offensive für Elektrofahrzeuge soll erst 2027 ihre vollständige Auswirkung zeigen.

VW-China-Chef Ralf Brandstätter will in dem Land mit weniger Fabriken auskommen. (Archivfoto)
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Ebenso wurden die Gewinnprognosen von Brandstätter nach unten angepasst. Die Phase von Gewinnspannen jenseits der zehn Prozent sei beendet, da die Konkurrenzsituation vor Ort zu hart sei. „Unsere Zielmarke sind vier bis sechs Prozent bis Ende des Jahrzehnts“, erklärte Brandstätter. Er rechnet nicht damit, dass die Verkaufspreise in China wieder anziehen oder der Wettbewerbsdruck nachlässt.
Reduzierung der Produktionskapazitäten
Wie Brandstätter zudem ausführte, hat VW seine Fertigungsvolumen in China bereits verringert. „Seit 2023 haben wir technische Produktionskapazität von rund 1,5 Millionen Fahrzeugen abgebaut.“ In diesem Zusammenhang wurden fünf Fabriken veräußert, stillgelegt oder umfunktioniert, wozu auch das kontrovers diskutierte Werk in Urumqi in der Xinjiang-Region gehört.
Diese Anpassung ist Teil einer globalen Strategie. CEO Oliver Blume kündigte erst kürzlich im „Manager Magazin“ an, die weltweiten Fertigungskapazitäten zu senken. Das globale Volumen soll um eine weitere Million Einheiten schrumpfen, um eine Zielgröße „auf nachhaltig neun Millionen Fahrzeuge pro Jahr“ zu erreichen. Diese Zahl deckt sich nahezu mit dem gegenwärtigen Absatz: Im Vorjahr lieferte der Konzern über alle Marken hinweg weltweit 8,98 Millionen Automobile aus.
Unerwartet gelang es VW im ersten Quartal, in China wieder die Spitzenposition zu erlangen, nachdem der Automobilbauer zuletzt hinter den Konkurrenten BYD und Geely auf dem dritten Rang lag. Der Grund hierfür waren hauptsächlich veränderte Subventionen für Elektroautos, die sich nachteilig auf lokale Marken auswirkten. Der Wolfsburger Konzern geht jedoch nicht davon aus, diese Führung bis zum Jahresende halten zu können. Man betonte, das Ziel sei die Verteidigung von Platz drei. (dpa/bearbeitet durch Gemini 2.5 Pro)
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