Wo ist das Geld in Deutschland real am meisten wert? Eine Untersuchung des IW Köln liefert die Antwort. Ein Kreis aus NRW zählt zu den reichsten.
Wo das Geld am meisten wert istKölner Studie kürt Heilbronn – Kreis Olpe in den Top 10

Wie wohlhabend man ist, hängt nicht nur am Einkommen. (Symbolbild)
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Heilbronn in Baden-Württemberg ist die neue Nummer eins, wenn es um die reale Kaufkraft in Deutschland geht. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Analyse des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) Köln, die den tatsächlichen Wert von Einkommen nach Abzug der regionalen Lebenshaltungskosten ermittelt hat. Die Stadt verweist damit den vormaligen Spitzenreiter, den Landkreis Starnberg in Bayern, auf den zweiten Rang.
Die Untersuchung basiert auf Daten von 2023, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) meldet. Sie offenbart an der Ranglistenspitze eine Kombination aus traditionellen Wohlstandszentren und unauffälligeren, aber wirtschaftsstarken Regionen. Während in Orten wie Starnberg die sehr hohen Gehälter die überdurchschnittlichen Kosten für das Leben kompensieren, schaffen es andere Landkreise durch solide Verdienste und zugleich moderate Preise in die Spitzengruppe.
Kreis Olpe unter den Top Ten, Metropolen verlieren an Boden
Vor allem ländliche Regionen dominieren die Rangliste des realen, also preisbereinigten, Einkommens. Die Liste wird von Heilbronn mit 39.424 Euro und dem Landkreis Starnberg mit 39.224 Euro angeführt. Aus Nordrhein-Westfalen erreicht der Kreis Olpe mit einem real verfügbaren Pro-Kopf-Betrag von 34.437 Euro den zehnten Rang.
Die Wohnungsmieten sind der maßgebliche Grund für die regionalen Preisdifferenzen und das schlechtere Abschneiden der Metropolen. Dieser Trend lässt sich auch auf Köln übertragen, wenngleich für die Stadt keine gesonderten Daten vorliegen. So fällt beispielsweise das wohlhabende München (Platz 6 beim Einkommen), wegen der kostspieligen Lebenshaltung real auf Platz 68. Ähnlich ergeht es Frankfurt am Main mit einem Absturz von Rang 125 auf 358, Stuttgart (von 48 auf 249) und Hamburg (von 116 auf 331).
NRW-Städte belegen die unteren Plätze
Laut den Verfassern der Studie gibt es eine spezielle Ursache dafür, dass Heilbronn als einzige Stadt die Top 10 anführt. Dort haben Entnahmen von Gewinnen aus Unternehmen einen außergewöhnlich hohen Anteil am Einkommen, wovon allerdings nur eine kleine Zahl von Haushalten profitiert.
Im Gegensatz zur Spitze, die fast ausschließlich von Landkreisen besetzt ist, finden sich am Ende der Rangliste nur Städte. Mit Gelsenkirchen (21.469 Euro), Duisburg (22.236 Euro) sowie Herne (23.082 Euro) befinden sich drei Kommunen aus Nordrhein-Westfalen unter den letzten fünf Plätzen. Ausschlaggebend dafür sind meist geringe Einkommen, die auch durch moderate Lebenshaltungskosten nicht kompensiert werden.
Der Bundesländer-Vergleich der Kaufkraft
Bei der Betrachtung der Bundesländer führt Bayern die Rangliste der preisbereinigten Kaufkraft an, vor Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg. Mit einem realen regionalen Einkommen von 28.208 Euro positioniert sich Nordrhein-Westfalen auf dem sechsten Platz im Mittelfeld. Schlusslicht ist Berlin, da dort die zweithöchsten Lebenshaltungskosten auf lediglich das zehnthöchste Einkommensniveau treffen. (red)
Grundlage für die Analyse war eine Datenerhebung des IW Köln zu den regionalen Preisen, welche die Forscher mit Einkommensstatistiken des Statistischen Bundesamtes kombinierten. Die verwendeten Daten stammen aus dem Jahr 2023, weil insbesondere für die Einkommen keine neueren gesicherten Zahlen verfügbar sind.
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