Der Kölner Erzbischof soll trotz Verdachtsmeldung einen Priester befördert haben.
Staatsanwaltschaft nicht informiertNeue Vorwürfe gegen Kölner Kardinal Woelki

Köln: Kardinal Rainer Maria Woelki
Copyright: Roberto Pfeil/dpa
Die Unabhängige Aufarbeitungskommission im Erzbistum Köln erhebt in einem Gutachten neue Vorwürfe gegen den Erzbischof, Kardinal Rainer Woelki. Demnach beförderte Woelki einen Priester ohne eine gründlichere Prüfung von Verdachtsmeldungen auf einen Posten „mit Personalverantwortung“. Das berichtet die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“. Wie das Gutachten zeigt, habe es zu dem Zeitpunkt bereits anonyme Hinweise gegeben, der Geistliche sei Minderjährigen gegenüber übergriffig geworden.
Die „FAZ“ schreibt, Woelki hätte wegen geltender Leitlinien der Deutschen Bischofskonferenz die Staatsanwaltschaft informieren müssen – habe dies aber nicht getan. Die Vorfälle sollen sich in der Amtszeit von Woelkis Vorgänger, Joachim Kardinal Meisner, ereignet haben.
Laut der Stabsstelle Intervention und Aufarbeitung des Erzbistums, die in dem Gutachten zitiert wird, würden in der anonymen Meldung Handlungen beschrieben, „die einen Anfangsverdacht im strafrechtlichen Sinne begründen“. Dem WDR teilte das Erzbistum mit, dass zu Beginn der Amtszeit von Kardinal Woelki der Umgang mit Fällen von sexuellem Missbrauch unbefriedigend gewesen sei. Das sei inzwischen anders (red)
