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Ford
Köln geht leer aus, der Standort gewinnt dennoch

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Der neue Ford Ranger Super Duty im Gelände

Der neue Ford Ranger Super Duty im Gelände

Das Kölner Werk ist bei Fords Europa-Offensive komplett leer ausgegangen. Es hätte aber schlimmer kommen können.

Beim ersten Blick auf die Ankündigungen von Ford für Europa mag dem Kölner die Enttäuschung nicht zu verkennen sein. Ford kündigt nach vielen Jahren endlich wieder neue Modelle an. Mehrere werden bei Renault gebaut, eines je in Spanien, Thailand und China. Das Kölner Werk ist bei Fords Europa-Offensive komplett leer ausgegangen. Das ist vordergründig eine schlechte Nachricht für den traditionsreichen Standort am Rhein.

Trotzdem ist die Produkt- und Imageoffensive unterm Strich eine gute Nachricht für den Standort Köln. Oder anders gesagt: Es hätte viel schlimmer kommen können. Viele Branchenkenner der Autoszene hatten Befürchtungen geäußert, Ford könnte sich komplett aus dem europäischen Automobilgeschäft zurückziehen, und das hart umkämpfte Feld den europäischen Autobauern überlassen.

Angst vor Rückzug verfliegt

Das ist keineswegs unrealistisch, das hat das Gebaren des ewigen Ford-Rivalen General Motors (GM) gezeigt. Der deutsche Autobauer Opel gehörte 88 Jahre scheinbar untrennbar zu GM, einst größter Autohersteller der Welt. Im August 2017 verkaufte GM das Unternehmen an die französische Groupe PSA. Heute ist Opel Teil des internationalen Stellantis-Konzerns, der aus der Fusion von PSA und Fiat Chrysler hervorging.

Ein solcher Schritt wäre für Ford allerdings wegen der Namensgleichheit unmöglich gewesen. Will heißen: Ein Rückzug von Ford aus Europa wäre mit hoher Wahrscheinlichkeit auch das Aus der Kölner Automobilproduktion gewesen. Köln bleibt weiter die Europa-Zentrale von Ford. Sollte Ford durch die neuen Modelle und das markantere Image in Europa wieder Fuß fassen und Marktanteile zurückgewinnen, würde das auch die Zentrale stärken.

Fraglich bleibt aber, ob Fords neues Markenimage mit Pick-ups und Anleihen im Motorsport beim Käufer angesichts des Bedeutungsgewinns des Nachhaltigkeitsgedankens ankommt.