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„Wirklich schlimm“Unbekannte setzen zwei Hunde im Wald in Köln-Dünnwald aus

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Maylo wurde in Köln-Dünnwald ausgesetzt

Maylo wurde in Köln-Dünnwald ausgesetzt

Hope und Maylo wurden einfach an einen Baum gebunden und ihrem Schicksal überlassen. Das Tierheim Dellbrück versucht, die Besitzer zu ermitteln.

Die Mitarbeitenden im Tierheim Köln-Dellbrück sind empört: Zwei Hunde sind innerhalb weniger Tage zu ihnen gekommen, die das gleiche Schicksal teilen. Sie wurden nicht etwa von ihren Besitzern abgegeben, sondern im Wald ausgesetzt. In einem Fall ist der Gesundheitszustand ausgesprochen schlecht. Das Tierheim versucht nun herauszufinden, wer die Hunde auf diese Weise loswerden wollte und auch ihren Tod in Kauf nahm.

Sprecherin Sylvia Hemmerling berichtet, wie die Hunde namens Hope und Maylo innerhalb weniger Tage in einem Waldstück in Dünnwald entdeckt wurden. Sie waren beide an einem Baum festgebunden.

Die Hündin Hope befand sich an einem schwer zugänglichen Ort und wurde am Sonntag, 27. September, von Spaziergängern gefunden, die ihr Bellen gehört hatten. Sie brachten Hope ins Tierheim. Nur sechs Tage später, am 3. Oktober, wurde Maylo gefunden. Die Polizei brachte ihn ebenfalls ins Tierheim. Möglicherweise handelt es sich um Nachahmer, da das Tierheim über das Schicksal von Hope in den sozialen Medien informiert hatte.

Insbesondere Hope befindet sich in einem schlechten Zustand. Sie ist stark abgemagert, nur noch „Haut und Knochen“, wie die Mitarbeitenden berichten. Sie weist weitere Anzeichen von Vernachlässigung auf. Derzeit wird untersucht, ob das Tier an einer Krankheit leidet. Auch bei Maylo weist einiges darauf hin, dass er in letzter Zeit an Gewicht verloren hat. 

Beide Hunde sind bei Tasso registriert, jedoch auf Personen, bei denen sie sich zuletzt nicht mehr befanden. Zumindest die Namen der Hunde konnten so in Erfahrung gebracht werden. Es gibt laut Hemmerling insbesondere im Fall von Maylo diverse Hinweise. Das Aussetzen von Tieren ist eine Straftat, welche das Tierheim zur Anzeige bringen wird.

Viele Menschen wollen ausgesetzte Hunde adoptieren

Für Hemmerling ist es vollkommen unverständlich, warum sich Menschen auf diese Weise eines Tieres entledigen – zumal im Tierheim Dellbrück auch keine Abgabegebühr erhoben wird. Die Fälle seien „wirklich schlimm“, so Hemmerling. Wer sein Tier auf diese Weise loswerden wolle, nehme ihm jegliche Würde. Zumal ein solcher Hund für die Mitarbeitenden ein „Buch mit sieben Siegeln“ sei, über dessen Vorgeschichte man nichts wisse.

Es haben sich bereits zahlreiche Menschen gemeldet, die Hope und Maylo gerne bei sich aufnehmen würden. Das ist gut gemeint – aber nach Auskunft von Hemmerling zum jetzigen Zeitpunkt noch viel zu früh. Das Schicksal der beiden Hunde ruft in jedem Fall viele Reaktionen in den sozialen Netzwerken hervor. Neben Mitleid und Adoptionswünschen möchten auch viele Userinnen und User, dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden und nie wieder Tiere halten dürfen.