Donald Trump spricht auf der größten diplomatischen Bühne der Welt – der US-Präsident lässt dabei kaum ein Thema aus.
„Keine Überlebenschance“Harsche Worte und ein Eklat – Trump poltert und droht

US-Präsident Donald Trump spricht bei der Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York.
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Die Rede von Donald Trump vor der UN-Vollversammlung fiel mit rund 40 Minuten für seine Verhältnisse knapp aus. Nachdem der US-Präsident zu Beginn seine Innenpolitik, darunter die restriktive Migrationspolitik, als Erfolg pries, adressierte er diverse internationale Konflikte und Krisen.
„Die Vereinigten Staaten werden nicht länger zulassen, dass Bedrohungen für Amerika irgendwo in der westlichen Hemisphäre Fuß fassen“, sagte Trump und kündigte an, die „amerikanische Macht wiederherstellen“ zu wollen – der US-Präsident bekräftigte damit sein Motto: „America First“. Ein Überblick über die wichtigsten und skurrilsten Momente.
1. Kubaner verlassen den Saal
In seiner Rede nahm Trump erneut Kuba ins Visier. Es handele sich um einen „absolut gescheiterten Staat“, erklärte der US‑Präsident. Die US-Regierung strebe einen „grundlegenden Wandel der Situation in Kuba“ an, hieß es weiter. „Es wird stürzen“, drohte Trump zudem – und sorgte für einen Eklat. Die verärgerte kubanische Delegation verließ demonstrativ den Saal.
Der kubanische Außenminister äußerte sich zudem verärgert zu Trumps Äußerungen und warf dem US-Präsidenten vor, „Lügen“ zu verbreiten. „Die US-Regierung ist nicht in der Lage zu akzeptieren, dass Kuba ein souveränes und unabhängiges Land ist und das Recht darauf hat“, schrieb Bruno Rodriguez auf der Plattform X.
2. Trump droht Iran mit „Vernichtung“
Trump stellte den Iran vor eine klare Wahl: Entweder Teheran schließt ein Abkommen mit Washington und das Land wird wiederaufgebaut oder dem Land drohe die rasche „Vernichtung“, erklärte der US‑Präsident. Trump prognostizierte zudem, dass ein Abkommen zur Beendigung des von ihm begonnenen Krieges wahrscheinlich nach den US-Zwischenwahlen im November zustande kommen werde.
Der Republikaner nutzte bei seinen Äußerungen erneut radikale Rhetorik. Künftigen Generationen im Iran bliebe „keine Überlebenschance“ und „keine Hoffnung“, drohte der Milliardär etwa und untermauerte damit seine „Zwangsdiplomatie“, bei der Verhandlungen offengehalten, gleichzeitig aber mit Gewalt gedroht wird.
3. US-Präsident setzt auf „Superintelligenz“
Der US-Präsident hat ein Faible für Künstliche Intelligenz – und nutzte seinen Auftritt bei den UN nun zur Imagepflege. Künftig solle die Technologie „Superintelligenz“ genannt werden, forderte Trump. „Die Verwendung des Wortes ‚künstlich‘ lässt es unecht klingen“, monierte der Republikaner.
Künstliche Intelligenz sei jedoch „nicht unecht, es ist sogar erstaunlich“, hieß es weiter. Trump mahnte jedoch auch: „Aber wir müssen vorsichtig sein.“ Die USA seien China bei der KI-Entwicklung weit voraus behauptete der Staatschef zudem und fügte hinzu: „Wer bei der KI gewinnt, gewinnt.“
4. Drogenkartelle als „IS der westlichen Hemisphäre“
Bei seiner Rede bekräftigte Trump auch seinen harten Kurs gegenüber Drogenkartellen – und verteidigte US-Militäreinsätze gegen Boote von mutmaßlichen Drogenschmugglern.
„Die Vereinigten Staaten werden nicht länger zulassen, dass Bedrohungen für Amerika irgendwo in der westlichen Hemisphäre Fuß fassen. Und wenn nötig, werden wir unsere unübertroffene militärische Stärke einsetzen, um die vitalen nationalen Interessen der Vereinigten Staaten zu sichern“, warnte Trump und bezeichnete die Kartelle als „den IS der westlichen Hemisphäre“.

Bei Angriffen der US-Armee auf mutmaßliche Drogenhändlerboote sind mindestens 200 Menschen getötet worden. (Archivbild)
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„Sie sind Feinde der Zivilisation, die Mord, Vergewaltigung, Folter und Erpressung als Instrumente des Terrors einsetzen“, führte Trump aus. „Wie der IS sollten sie getötet, verbannt oder als feindliche Kämpfer ohne Möglichkeit der Freilassung inhaftiert werden, und genau das tun wir.“
Trump will mit seinen Worten US-Militärangriffe auf mutmaßliche Drogenhändlerboote in der Karibik und im östlichen Pazifik rechtfertigen. Bei diesen Angriffen kamen bisher mehr als 200 Menschen ums Leben. Forderungen nach einer Untersuchung durch die Vereinten Nationen sind laut geworden.
5. Trump attackiert UN-Menschenrechtsrat
Der US-Präsident nutzte seinen Auftritt auch, um den Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen zu attackieren, seinen Kreuzzug gegen Transpersonen vor der UN-Vollversammlung fortzusetzen und um seine Migrationspolitik zu verteidigen.
„Es ist inakzeptabel, dass die höchsten UN-Menschenrechtsbeamten angesichts all der Gräueltaten weltweit ihre Zeit damit verbringen, die Vereinigten Staaten dafür zu kritisieren, dass sie unsere Kinder vor transsexueller Verstümmelung und psychischen Erkrankungen schützen und unsere Einwanderungsgesetze durchsetzen“, hieß es vom US‑Präsidenten.
Die Mitarbeiter des UN-Menschenrechtrats seien „feige Heuchler“, die zur Verfolgung von Christen und den „Verbrechen der repressivsten Regime der Welt“ schweigen würden, behauptete Trump. Die Vereinten Nationen wollten, „dass Amerika seine Grenzen für Banden und Kriminelle aus den gefährlichsten Ländern öffnet“, unterstellte der Republikaner dem Menschenrechtsrat zudem.
