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Polizei Rhein-Berg zieht erste BilanzKölner schlägt Odenthaler am Zoch mit der Faust ins Gesicht

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Polizeibeamtinnen und -beamte stehen vor dem Karnevalszug in der Bensberger Schloßstraße.

Allein die Präsenz von Polizei, Ordnungsamt und Security hat laut Polizei dazu beigetragen, dass der Zoch in Bensberg ruhig verlief.

Prügeleien wie in Voiswinkel blieben laut Polizei am Karnevalswochenende in Rhein-Berg zunächst die Ausnahme.

Auf das zunächst nasse, dann windig-kalte Wetter hätte die Polizei ihre überwiegend positive Bilanz der tollen Tage bis Samstag zurückführen können. Hat sie aber nicht. Das Wetter habe die Jecken auch in diesem Jahr nicht davon abgehalten, die „Karnevalszüge im Kreisgebiet in großer Anzahl aufzusuchen“, bilanziert Polizeisprecher Christian Tholl am späten Samstagabend.

„Insgesamt kann man aber bisher von einem überwiegend erfreulich friedlichen Wochenende sprechen.“ Nur in vereinzelten Fällen sei es zu körperlichen Auseinandersetzungen zwischen alkoholisierten Personen gekommen. „Es war nur geringe Anzahl von Platzverweisen erforderlich und bislang nur eine Ingewahrsamnahme einer Person.“

Kölner schlug Odenthaler in Voiswinkel mit der Faust ins Gesicht

Voiswinkel: Beim Karnevalszug in Odenthal-Voiswinkel, der bereits am Freitag (13.2.) stattfand, waren Polizei, Ordnungsamt und ein Sicherheitsdienst mit zahlreichen Kräften präsent, um für die Sicherheit der mehreren tausend Zuschauerinnen und Zuschauer zu sorgen. „Nach Angaben des Einsatzleiters hatten sich zahlreiche Jugendliche und Heranwachsende insbesondere an der Kreuzung Sankt-Engelbert-Straße/Blievacker/Geschwister-Scholl-Weg versammelt“, so Polizeisprecher Christian Tholl.

Aufgrund der „ständigen polizeilichen Präsenz vor Ort, zahlreichen Personenkontrollen und frühzeitigen Gefährderansprachen“ sei es allerdings „weitgehend friedlich“ geblieben, so der Polizeisprecher. „Es kam nach bisherigem Kenntnisstand lediglich zu einem Körperverletzungsdelikt.“ Kurz nach 17 Uhr war es demnach laut Polizei im Dietrich-Bonhoeffer-Weg offenbar zu Streitigkeiten gekommen.

Ein 18-jähriger Kölner hatte im Rahmen dieser Auseinandersetzung einem 20-jährigen Odenthaler mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Der Verletzte wurde mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht. Dem Beschuldigten wurde laut Polizei „zur Beweissicherung eine Blutprobe entnommen“. Insgesamt wurden fünf Personen wegen ihres aggressiven Auftretens mit einem Platzverweis belegt. Für sie war die Veranstaltung beendet und sie mussten ihren Heimweg antreten.

In Bensberg war laut Polizei lediglich ein Platzverweis notwendig

Bensberg: Aus Bensberg meldet die Polizei einen „ruhigen Einsatzverlauf“. Vermutlich habe „unter anderem die starke Präsenz von Polizei, Ordnungsamt und Security“ zu dem ruhigen Verlauf des Karnevalszuges beigetragen, so Polizeisprecher Christian Tholl. Die Polizei musste nach Angaben der Einsatzleiterin lediglich einen Platzverweis aussprechen. „Straftaten wurden bislang nicht bekannt“, sagte Polizeisprecher Tholl am späten Samstagabend.

Refrath: Der Karnevalszug in Refrath, bei dem mehrere tausend Menschen am Zugweg standen, verlief laut Polizei „sehr friedlich“. „Bislang sind keine Straftaten im Zusammenhang mit diesem Karnevalszug bekannt geworden“, so Polizeisprecher Tholl am späten Samstagabend.

In Kürten hatte ein junger Mann eine verbotene Softair-Waffe dabei

Kürten: Der Karnevalszug im Kürtener Hauptort mit mehreren tausend Zuschauern verlief laut Polizei „vollkommen friedlich“. Es sei lediglich eine Ordnungswidrigkeitenanzeige wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz aufgenommen worden, da ein junger Mann eine Softair-Waffe zu seinem Kostüm getragen habe, was nicht erlaubt ist, so Polizeisprecher Tholl. Die Waffe musste er abgeben. Straftaten wurden laut Einsatzleiterin nicht bekannt und Platzverweise mussten nicht ausgesprochen werden.

Marialinden: Vom Karnevalszug in Overath-Marialinden meldete der Einsatzleiter der Polizei einen „sehr ruhigen Verlauf“. Es habe lediglich eine Strafanzeige wegen eines Körperverletzungsdeliktes aufgenommen werden müssen, so Polizeisprecher Christian Tholl. Platzverweise seien nicht erforderlich gewesen.

„In klirrender Kälte gab es einen rundum gelungenen Zug“, freute sich auch Jörg Schiefer, der Leiter des städtischen Ordnungsamtes: Auch Zugleiter Erik Welzel war sehr zufrieden: „Der Zug war richtig schön. Ich habe viel positive Resonanz gehört.“ 

Leichlingen: Nach Leichlingen kamen laut Polizeibilanz nach groben Schätzungen circa 30.000 Zuschauerinnen und Zuschauer, darunter auch erneut viele offensichtlich alkoholisierte Jugendliche und Heranwachsende, die sich vermehrt im Bereich der Bahnhofstraße versammelten und durchgängig mit Polizeipräsenz belegt wurden. Bei erkannten Streitigkeiten schritten die eingesetzten Beamten frühzeitig ein. „Insgesamt mussten fünf Platzverweise erteilt werden“, so Polizeisprecher Tholl. „Bis zum Einsatzende meldete der Einsatzleiter zwei aufgenommene Strafanzeigen wegen Körperverletzungsdelikten.“ Ein 21-jähriger Mann mit einem Alkoholwert von über zwei Promille musste ins Polizeigewahrsam der Polizeiwache Burscheid gebracht werden, nachdem er mehrfach einen erteilten Platzverweis nicht befolgt habe, so der Polizeisprecher.