Gegen den RegenSchirme für jede Gelegenheit

Manfred und Marga Bursch verkaufen in ihrem Geschäft seit 67 Jahren Schirme.
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Herr Bursch, Sie sind wahrscheinlich der Einzige, der sich über den verregneten Sommer freut.
Manfred Bursch: (lacht) Es gibt auch Förster, die sich freuen! Aber für ein Geschäft wie unseres, das nur Schirme verkauft, ist Regenwetter natürlich gut. Bei Regen gibt es mehr Spontankäufe, und wir haben 50 Prozent mehr Reparaturen als sonst zu dieser Jahreszeit.
Haben Sie nicht nur mit schlecht gelaunten Menschen zu tun?
Bursch: Die kommen natürlich rein und schimpfen: Sauwetter! Aber durch einen schönen Schirm sieht der Regen gleich anders aus.
Braucht man im Sommer andere Schirme als im Winter?
Bursch: Im Winter verkaufen wir viele Stockschirme mit großen Dächern. Im Sommer sind kleine Taschenschirme gefragt – unser leichtester wiegt 140 Gramm – die sind praktisch, wenn man verreist und Gepäck sparen muss.
Gibt es Trends?
Bursch: Im Moment verkaufen wir viele Klarsichtschirme und viel Karo. Ein Dauerbrenner ist auch der Köln-Schirm – da sieht man von innen ein Panorama von Köln – im Sonnenschein.
Mit am ärgerlichsten ist ja, wenn die Hochzeit ins Wasser fällt. Welchen Schirm würden Sie für den Super-GAU empfehlen?
Bursch: Einen schlichten großen weißen Schirm – da verkaufen wir viele. Für die Braut gibt es spezielle Modelle, mit Spitze oder Pagodendach. Oder man macht es wie die Queen und wählt die Glockenform mit Klarsichtdach.
Sie verkaufen auch Schirme mit UV-Filter.
Bursch: Ja, die gibt es inzwischen auch im Handtaschenformat.
Haben Sie schon welche verkauft in diesem Sommer?
Bursch: Sogar einige – die Leute nehmen die mit in den Urlaub. Sie sagen, dann haben sie am Strand einen guten Schirm.
Das Gespräch führte Silke Offergeld
