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FrühjahrsmodeFür Janis Joplin und Jimi Hendrix

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Tommy Hilfiger schickte die Models in flatternden Maxi-Kleidern auf die Blumenwiese.

Köln – Schlaghosen, Stufenröcke, Plateau-Schuhe. Immer wieder zitieren Designer die 1970er Jahre, besonders wenn sie sich Gedanken um flatternde Sommermode machen. Was aber in dieser Saison passiert, ist mehr als ein Zitat. Es scheint, als feiern wir die Wiederauferstehung von Janis Joplin und Jimi Hendrix und schmücken uns mit Blumenprints, Samthosen und Lederfransen. Ein Trip zwischen Indien, Woodstock und Westküste.

An erster Stelle sind hier die italienischen Marken Emilio Pucci und Gucci zu nennen. Pucci-Chefdesigner Peter Dundas kreierte mit knalligen Farben und Häkelkleidchen den zur DNA der Marke gehörigen Glamour. Bei Gucci, es war die letzte Kollektion der großartigen Frida Giannini, kommen Wildledermäntel und Fellwesten ins Spiel, und die Models erinnerten allesamt an eine junge, wilde, aber mit Halstuch gezähmte Lauren Hutten. Auch in New York präsentierte Tommy Hilfiger flatternde Maxikleider. Und in Paris zeigte der Belgier Dries van Noten Patchwork und bunte All-over-Prints. Am Ende der Show legten sich die Models auf grünen Moosgrund.

70er-Flair mit Glamrock und Punk

Herrscht weltweiter Eskapismus? Was ist nur los? Warum sind die Designer derart beseelt vom Seventies-Blues? Die einfachste Erklärung ist vermutlich, dass es die coolste Zeit überhaupt war. Bei differenzierterer Betrachtung lassen sich Parallelen zum Hier und Jetzt ziehen. Es herrschte maximale Freiheit und wenig Einschränkung. Ob man sich an den großen Ikonen orientierte, oder sich eher dem aufkommenden Glamrock oder Punk verschrieb – im Grunde war das egal. Bestimmend war die Sehnsucht nach einer besseren Zeit – man könnte es auch Weltfrieden nennen. Dieser lässt sich auch heute noch mit Moos und Blumen recht gut illustrieren.